Bildungsmäuschen

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Start in eine ruhigere zweite Woche

Die zweite Woche des interdisziplinären Mooc der Fernuni Hagen #iddg13 startete sehr viel ruhiger als die erste Woche. Keine überfordernde Menge an Beiträgen, nicht das Gefühl etwas Wichtiges zu verpassen. Der Impulsvortrag und die Aufgabe kommen aus der Fakultät Wirtschaftswissenschaft. Es dreht sich um Wertschöpfung 2.0 und die Hauptaufgabe ist die Funktionalität einer Plattform zu definieren, über die Unternehmen die webbasierte kollektive Intelligenz für sich nutzen können. Im Gegensatz zum Thema der ersten Woche ist es etwas, womit ich mich vorher wenig beschäftigt habe. Es gibt auch keine Materialien wie bei Prof. Bastiaens, Prof Baumöl stellt die Folien ihres Vortrags zur Verfügung und eine Liste von Fragen zur Beantwortung, das war es.

Ich muss mich erst einmal damit beschäftigen zu verstehen, worum es sich eigentlich handelt, schaue mir die Folien in Ruhe an, höre den Vortrag ein zweites Mal, lesen die Fragen und die wenigen schon vorhandenen Beiträge. Langsam entwickelt sich eine Vorstellung. All das habe ich in der ersten Woche so nicht getan. Da mir das Thema vertraut erschien und schon sehr viele Beiträge vorhanden waren, bin ich in einen Pool von Aktivitäten gesprungen und mitgeschwommen ohne den Überblick über die Masse an Vorgängen um mich herum zu bekommen, sogar ohne mich genauer mit dem Thema zu beschäftigen.

Die Beiträge des ersten Tages sind auch eher Arbeitsbeiträge, ich bekomme sehr stark den Eindruck einer Community, die gemeinsam versucht die Aufgabe zu lösen. Es tauchen sehr schnell den Beiträgen angehängte Tabellen auf und ich lasse mich auf die Arbeitsatmosphäre ein. Beitragen kann ich erst einmal nicht viel, aber mitdenken. Emotional entspanne ich mich. Das Thema ist interessant und es ist auch interessant einen Einblick in diesen Bereich zu bekommen, aber es gibt viele interessante Bereiche. Außerdem bin ich ja mit meinen Studienbriefen im Rückstand, also bearbeite ich mein Studienmaterial weiter und schaue ab und zu nach neu eingestellten Beiträgen und bewege das Thema nebenbei in meinem Kopf. Diese Arbeitsmethode stellt mich am ersten Tag sehr zufrieden. Kurze Unterbrechungen während der Arbeit sind förderlich und gleichzeitig habe ich die Gelegenheit zu bewundern wie andere Studierende mit völliger Selbstverständlichkeit kompetent an die Aufgabe heran gehen, sich darüber austauschen und zusammen arbeiten. Es wird aber auf diesem Weg nicht zu meiner Arbeit, sondern fördert die Beschäftigung mit meiner eigentlichen Aufgabe: bei den Studienbriefen endlich wieder den Anschluss an den Stand der Moodlebegleitung zu erreichen.

Mit klarem Kopf und ohne emotionale Involviertheit in ein Thema persönlicher Relevanz, ohne den Reiz der fortwährenden Kommunikation darüber, wähle ich die Arbeit die wichtiger für mich ist. Keine Verlockung mehr, Ruhe, das Gefühl genug Zeit für alles zu haben und gut voran zu kommen. Den Mooc beobachte ich weiter. Am zweiten Tag werden die Dinge unübersichtlicher. Es gibt jetzt aus mehreren Ecken Beantwortungen der Fragen, mehr Threads und mir fehlt ein Ort an dem alles gemeinsam übersichtlich zusammengetragen werden kann, und ich finde diese Ansicht auch in einem Beitrag der Foren. Letztlich bleibt es den Einzelnen überlassen wie sie die Fülle an Arbeitsbeiträgen verwenden. Würde ich mitarbeiten, ich müsste jetzt irgendwo für mich alles allein ordnen oder ein eigenes Konzept erstellen und sehen wie ich sinnvolle Beiträge der anderen einarbeite. Die Übersichtlichkeit des ersten Tages ist für mich verschwunden, und auch der Beobachtungsaufwand wird größer und ich profitiere weniger einfach nebenbei.

Ich klinke mich emotional noch weiter aus. Es ist nicht meine Arbeit, es ist die der anderen, meine Arbeit liegt auf meinem Schreibtisch, meine Plattform ist die modulbegleitende Moodleoberfläche. In der Biwilounge, dem gemeinsamen Moodleraum für alle BiWis, hatte die Anzahl der eingestellten Beiträge in der letzten Woche signifikant abgenommen. Jetzt füllt sich der Raum wieder. Die Beteiligung an der zweiten Woche liegt im Mooc bisher weit hinter der ersten Woche. Vielleicht geht es noch mehr Studierenden ähnlich wie mir. Die Thematik dieser Moocwoche ist in meinen Augen mehr Arbeit an etwas als Auseinandersetzung über etwas und wenn es ums Arbeiten geht, so sind wir gerade im laufenden Semester und eigentlich haben wir alle ganz andere Dinge zu tun und nicht jede/r hat wirklich noch Zeitressourcen frei oder kann sie problemlos freiräumen.

Doch es sind nach wie vor viele BiWis bei den Aktiven.

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