Bildungsmäuschen

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Eine Auseinandersetzung, die nicht loslässt

Mooc ist nicht gleich Mooc und so nach und nach werden durch Beobachtung, Teilnahme und Erfahrung verschiedene Faktoren deutlich, die für mich als Teilnehmende eine Rolle spielen

1) Die Befähigung zu erkennen, welche Form von Angebot sich für mich persönlich eignet
2) Erlernen und Entwickeln von Arbeitstechniken, die eine effektive Nutzung ermöglichen
3) Zeitmanagement
4) Sinnvolle Auswahl der Themen
5) Zertifizierungsmöglichkeit oder Anfertigung eines Endproduktes

1) Ich habe mit sehr unterschiedlichen Formen positive Erfahrungen gemacht, die hier aufzulisten den momentanen Rahmen sprengen würde, hoffe aber von daher, dass Vielfalt auch zukünftig erhalten bleibt, bzw. sich sogar noch ausweitet.

2) Ein sehr interessanter Bereich über den es ruhig mehr zu lesen geben sollte.

3) Ganz, ganz wichtig. Auch hier sind Tipps, Tricks zu kennen und weiter zu geben sehr wichtig und vor allem, dass bereits im Vorfeld der Teilnahme eine Thematisierung für die potentielle Teilnehmer und Teilnehmerinnen geschieht.

4) Hauptpunkt: Nicht zu viel auf einmal! Auch hier gilt das Prinzip, dass Verzicht oft die gesündeste Lösung ist. Besser ein interessantes Thema richtig als viele nur flüchtig.

5) Das Bedürfnis nach einem Endprodukt entsteht bei mir ziemlich automatisch, wenn ich viel Zeit in eine Sache stecke (wäre dann mit Punkt 4 verbunden). Das Endprodukt kann eine formale Anerkennung in Form eines Zertifikates sein (bei mir ist es gleich ob es lukrativ vermarktet werden kann oder nicht), eine abschließende Zusammenfassung oder irgendeine Form von Materialsammlung auf die ich später zurückgreifen kann.

Für mich persönlich haben Moocs momentan Bedeutung sowohl als Weiterbildungsangebot als auch als Zusatz- und Erweiterungsangebot zu meinem Studium. Als Ersatz eines Studiums kann ich sie auch im Vergleich mit dem Angebot der Fernuni, das ich ja parallel immer vor Augen habe, nicht begreifen. Das Studium empfinde ich als einen aufeinander aufbauenden Gesamtkomplex, Moocs dagegen als losgelöste Elemente, die von den Teilnehmenden noch in einen Gesamtzusammenhang gebracht werden müssen.

Dazu findet sich auch ein Beitrag auf dieser Seite, in der Aussage von Markus Jung: "Zum letzten Thema Ihres Beitrags (MOOCs) möchte ich kurz einen Eindruck schildern, der sich aus den Berichten von Fernstudenten auf dem von mir betreuten Fernstudium-Portal ergibt. Dort berichten viele Studierende in ihren Blogs davon, dass MOOCs für sie kein Ersatz für das akademische Fernstudium sind, sie aber gerne auf fachlich passende MOOCs als Ergänzung zu den Inhalten des Fernstudiums zurückgreifen, um sich den Themen des Studiums nochmal aus einer anderen Perspektive zu nähern, ähnlich wie dies durch zusätzliche Literatur der Fall ist."
Ergänzen würde ich da noch die Komponente, dass bei Moocs gerade durch die Kürze der Laufzeit des Angebots häufig auch ein intensiverer Austausch der Teilnehmenden untereinander stattfindet, der Lernprozesse gerade für nur Fernstudierende interessanter und damit einprägsamer gestaltet.

Und so hoffe ich momentan darauf, dass mir, wenn ich denn eines Tages mein Studium abgeschlossen habe, auch weiterhin Onlinelernangebote wie Moocs zur Verfügung stehen und ich sie dann einerseits nutzen kann, um auf der durch das Studium geschaffenen Basis meine Kenntnisse zu erhalten und zu erweitern, und andererseits, um die Freude am Lernen im Austausch mit anderen zu genießen. Und dafür sehe ich in Moocs immer noch fantastische Perspektiven.

Ja, und was hat das jetzt mit dem #exif13 zu tun? Er ist mein zweiter cMooc und schon mit dem ersten bin ich nicht so recht warm geworden, und dabei gab es dort wesentlich mehr Aktivitäten als ich jetzt beim #exif13 wahrnehme. Aber die Auseinandersetzung, gerade damit, hat mich zu diesem Artikel angeregt: Erkenntnis durch die Abgrenzung zu dem, was sich nicht für die eigenen Interessen eignet (oder die auch eigene Persönlichkeitsstruktur). Ich gehöre zu den Menschen, die gerne ellenlang schreiben und manche Dinge detailverliebt ausführen möchten, um sich selbst darüber klar zu werden, und die durch die Vorstellung einer potentielle Leserschaft zu klareren Formulierungen angeregt werden.

Bei diesem Prozess ist ein unmittelbarer Austausch nicht wirklich hilfreich. Es ist die einzelne Person, die sich erst einmal über ihre eigene Haltung, ihren eigenen Zugang klar werden möchte. Daran können andere teilhaben, wenn sie wollen und so etwas schätzen. Wichtig ist aber das Gefühl, dass ich mich niemandem mit diesem, in der Detailliertheit primär für mich wichtigen Prozess, aufdränge. Ein Blog darf gelesen werden, muss es aber nicht. Der Blog ist auffindbar, aber man muss selber Schritte dazu unternehmen. Daher habe ich mit dem Blogschreiben ein für mich wichtiges Werkzeug gefunden. Auf diesen Blog kann ich in geeigneten Situationen verweisen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass er in eine Vernetzung hinein gehört, das worauf gerade ein cMooc aufbaut. Mein Blog bleibt mit seinem hohen Anteil an Innenschau für mich am Rande. Dort hat er einen guten Platz und aus dieser Positionen können bei gegebenem Anlass und bei Interesse andere Schritte unternommen werden.

Und damit werde ich mir dann auch über den wirklichen Grund klar, warum ich diesen Blog momentan auf der Operaplattform weiter führe und nicht auf eine der üblicheren umziehe, die mehr Möglichkeiten der Präsentation und ein anderes Umfeld bieten.

Aber davon mal abgesehen. Wer weiß was es für Auswirkungen hat, wenn ich gerade hier weiter über Themen schreibe, die mit Bildungswissenschaft zu tun haben, statt an einem Ort wo das wesentlich üblicher zu sein scheint. :happy: Wer weiß, wer weiß.

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3 Kommentare

  1. anonymous sagt:

    #ExiF13 writes:Sehr interessante und aufschlussreiche Gedanken, Frau Mogk. Wir freuen uns auf den weiteren regen Austausch mit Ihnen. Grüße, Sebastian Vogt vom ExIF13-Team

  2. anonymous sagt:

    Cornelia writes:Liebe Angelika,ich lese sehr gerne deine Beiträge, ob in der BIWI Lounge, dem anderen MOOC oder hier – danke dafür, dass du deine Gedanken teilst und Gedanken anregst, das gefällt mir sehr.Deine Zeichnung von der Insel ruft bei mir ständig Assoziationen hervor (das Original auch schon): Kennst du noch diese Gesellschaftsspiele von früher, wo man auf bestimmten Feldern etwas tun musste oder die Leiter rauf oder runter musste: Wenn man aus der Insel so ein Spiel machen würde, dürfte man in der Bucht der Literatur nur mir halben Tempo voran, im Urwald der Datenanalyse müsste man zweimal aussetzen, manchmal müsste man ein paar Schritte zurück usw. Was ich mich frage: Warum gibt es so weinig Positives auf dieser Insel: Raum der Mitstreiter, flow der passenden Literatur usw..sie wirkt recht einseitig, diese Insel, Abkürzungen durch "unerwartete Hilfe"..sowas fehlt mir.Liebe Grüße und ich freu mich schon auf weitere Beiträge von dir.Cornelia E.

  3. amirabai sagt:

    Hallo Cornelia!Ich habe die Karte, als ich sie gezeichnet hatte, voll Begeisterung zu den Kindern in der Betreuung getragen. Es gibt da Jungs, die zeichnen fortwährend Karten, und die haben sie sich genau und interessiert angeschaut. Sie fragten mich: "Wo ist denn das Ziel?" und dann habe ich ihnen erklärt, dass am Schluss wieder alles von vorne los geht und das Konzept fanden sie sehr einleuchtend. Das mit dem Spiel ist eine tolle Idee und hätte ich jetzt die Zeit frei, die ich vor dem Studium hatte, ich würde mich gleich auf so ein Projekt stürzen. Ich habe die Karte ja u.a. abgezeichnet, um sie zu erkunden, aber da habe ich auch schon gedacht, eigentlich müsste ich sie ein wenig abändern. Hhm, hhm. Interessantes Projekt. Hhm, hhm. Mal sehen, mal sehen. Vielleicht mal öffentlich machen, die Idee.Viele Grüße, Angelika

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