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Zweite Woche #exiF13: Literaturrecherche

Samstag, 22.6.13
Die Aufgabe zum Thema der zweiten Woche des #exIf13 besteht im Anfertigen eines Videos zum Thema. Das lässt sich aber ohne Vorerfahrungen nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln, doch ich habe mir zumindest Gedanken über die Realisierungsmöglichkeit gemacht. Da ich momentan die Youtube-Suchanfrage "How to" ausprobiere (über das Buch "Netzgemüse" drauf gestoßen), bin ich wiederum darüber bei einer gut verständlichen Einführung zum Erstellen von Podcasts gelandet. Ich habe schon ein Interview geführt, dabei Audacity verwendet, besitze ein akzeptables Mikro, da erscheint mir eine Audiodatei als guter Zwischenschritt. Dafür muss ich eigentlich nur einen geeigneten Text konzipieren, den ich dann passend bearbeite. Und dafür sollte die Zeit reichen.

Aber zuerst stehen die (selbstauferlegten) Verpflichtungen zum Studium der klausurrelevanten Teile des Studienmaterials auf dem Programm. Nach dem Prinzip: erst die Pflicht, dann die Kür. Sorry, #exiF13, aber du musst jetzt warten. Ich habe in den letzten Tagen leider schon zu viel Zeit auf andere Dinge verwendet, doch das wahrscheinlich Folgenreichste dabei ist sehr, sehr nützlich. Ich weiß jetzt, wie ich in diesem Blog Listen von Links in der Sidebar einfügen kann. Und damit kann ich, wie die User von WordPress, ebenfalls Blogs anderer präsentieren, die ich zum Thema interessant finde. Und weitere Möglichkeiten sehe ich auch schon am Horizont winken – sogar ziemlich wild winken. :happy:

Sonntag, 23.6.2013
Erstens: Ich probiere diese Woche eine andere Arbeitsweise in meinem Blog aus. Bisher habe ich für jeden neuen Beitrag einen eigenen Artikel angelegt, hier werde ich alle Beiträge der Woche unter einer Überschrift schreiben und dabei immer mit dem jeweiligen Datum versehen. Dadurch sollte sich entgegen der Leserichtung des Blogs (alte Beiträge unten, neue oben) parallel die traditionelle Tagebuchordnung entwickeln, was mir als Vorstellung sehr reizvoll erscheint. (Ob das für einen Blog sinnvoll ist werde ich sehen, denn damit stehen die neusten Sachen für Leser ja ungünstigerweise immer unten)

Zweitens: Eingebettet in ein Netzwerk ist es nicht notwendig, dass jede/r alles tut. Es reicht wenn ich Dinge ergänze, die woanders fehlen oder die für mich eine besondere Wichtigkeit haben. Durch das Hören des Vortrags, das Lesen von Beiträgen anderer, zusätzliche Artikel und Materialien sowie Reaktivierung bereits erworbener Kenntnisse und Erinnerung an Erlebtes bekommt mein Verarbeitungssystem Input, der dann wieder zu Output führt. Ursprünglich wollte ich für die Verarbeitungsprozesse den Begriff Nachdenken verwenden, dieser Begriff ist aber nicht umfassend genug und außerdem viel zu aktiv. Viele Verarbeitungsprozesse geschehen während ich schlafe oder während ich andere Tätigkeiten ausführe und werden nicht von mir gesteuert. Dabei werden durch Kombinationen verschiedener Elemente einerseits Zusammenhänge hergestellt, andererseits entstehen durchaus auch ganz neue Ideen.

Die heutigen Fundstücke beziehen sich auf den Beginn und das Ende der Literaturrecherche.
Vor der Suche nach Literatur steht für mich das Einstimmen auf das Thema. Auch hier wollte ich ursprünglich den Begriff Nachdenken verwenden, der aber wiederum zu unexakt ist. Einstimmen bedeutet viel Aufmerksamkeit auf den gewählten Themenbereich zu richten. Diese erhöhte Aufmerksamkeit erleichtert es relevante Informationen wahrzunehmen, zu finden und in einen Zusammenhang zu bringen. Und dazu gehören auch alle Informationen, die bereits zum Thema aus der eigenen Erinnerung mobilisiert werden können. Gefördert wird das was an anderen Orten als Intuition bezeichnet wird, aber letztlich nur eine Erweiterung der Komplexität des Repertoires der menschlichen Verarbeitungsmöglichkeiten bezeichnet.

Das Ende der Literaturrecherche wiederum ist an dem Punkt erreicht an dem eine deutliche Informationssättigung eintritt. (Es sie denn es ist ein exotisches Thema zu dem sich kaum etwas finden lässt, aber bei vielen Themen lässt sich sehr viel mehr finden als überhaupt sinnvoll verarbeitet werden kann.) Am Punkt der Informationssättigung ist es wichtig die Suche abzubrechen und sich auf das Gefundene zu beschränken. Ja, vielleicht gibt es noch irgendwo etwas das wichtig ist, vielleicht wurde etwas übersehen, aber eine Grenzziehung muss in einer Gesellschaft, die fortwährend Massen an Informationen produziert, geschehen.

Während ich eine Hausarbeit über Hausaufgaben geschrieben habe, erregte die gerade erschienene Studie "Visible Learning" von John Hattie plötzlich die Gemüter. Einen Moment war ich versucht sie in meiner Arbeit zu verwenden, doch der zusätzliche Bearbeitungsaufwand hätte meinen zeitlichen Rahmen gesprengt. Also habe ich entschieden sie links liegen zu lassen und darauf zu vertrauen, dass meine bereits gefundene Literatur ausreichend für die Erfassung der untersuchten Situation ist. Später stellte sich auch heraus, dass auch die Hattiestudie in meinem Fall keine neuen Informationen beigetragen hätte.

Informationssättigung zu erkennen und an diesem Punkt ohne Bedauern die Suche abzubrechen und sich den weiteren Schritten des Forschungsprozesse zuzuwenden, ist für mich zu einem wichtigen Element der Literaturrecherche geworden.

Mittwoch, 26.6.2013
Inspiriert durch die Beiträge von Luci und Felix habe ich auch ein Video zum Wochenthema gemacht. Es ist mein erstes Video überhaupt! Und jetzt bin ich müde.

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2 Kommentare

  1. anonymous sagt:

    Cornelia writes:Hallo Angelika,ja die Informationssättigung ist für mich auch schwierig zu bestimmen. Besonders unsicher bin ich mir da zur Zeit bei einem Thema, bei den die entsprechenden Studien usw. erst parallel zur Suche erscheinen, es gibt nicht allzu viel ältere..wann hört man dann auf? Wahrscheinlich muss ich dann irgendwann sagen "Literatur wird nur berücksichtigt, soweit sie vor dem x.x. veröffentlicht wurde." Dabei gibt es ein neues Problem: Es dauert eine Weile (wenige Monate) bis diese Literatur tatsächlich gut findbar ist, nämlich erst dann, wenn darauf verwiesen wurde (man ahnt ja nicht immer, wer gerade an was arbeiten könnte, manchmal schon, aber nicht immer..) Hmm, sehr schwieriges Thema für mich.

  2. amirabai sagt:

    Hallo Cornelia! Ich denke nicht, dass es für die Informationssättigung ein exaktes Maß geben kann. Sie zu bestimmen gehört zu den Entscheidungsprozessen, die während des Forschungsprozesses fortwährend aus der Situation heraus zu treffen sind. Und dabei werden zwangsläufig Unsicherheiten zurückbleiben. Die Entscheidung eine weitere Informationssuche abzubrechen, muss aber aus rein praktischen Gründen irgendwann getroffen werden. Ich habe es erlebt, dass an einem bestimmten Punkt einerseits kaum noch Neues auftauchte und wenn, dann waren es unwesentliche Details. Andererseits hatte ich aber auch den Eindruck, dass bei mir selbst ein Sättigungsgrad der Möglichkeit, die Informationen auch alle angemessen zu verarbeiten, erreicht war. Das war für mich der Punkt an dem ich gestoppt und mich mit dem zufrieden gegeben habe, was ich hatte, wohl wissend, dass da im tiefen Meer irgendwo noch fette Brocken sein könnten. Mit dem Bild des Bootes zu sprechen: mein Kahn war voll und ich war froh heil nach Hause schippern zu können. Ich halte es ebenfalls für hilfreich daran zu denken, dass der Forschungsprozess selbst nie aufhört. Die Bewegung auf der Insel verläuft im Kreis. Die Ergebnisse selbst können weitere Nachforschungen nahe legen, in der Zwischenzeit sind neue Informationen aufgetaucht. Jede Forschungsarbeit ist auch nur eine Momentaufnahme und trägt die Unvollständigkeit von Haus aus mit sich.

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