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Monster und Alpträume auf der Insel der Forschung

Irrwege, Umwege und Gefahren hat Alemann in seine Karte eingezeichnet, doch Monster und Alpträume fehlen, ich habe extra noch einmal auf der Originalkarte nachgesehen. So voll und unübersichtlich wie seine Karte ist, braucht es auf seiner Insel wahrscheinlich auch nicht noch mehr Zutaten, um ausreichende Probleme zu schaffen.

Monster und Alpträume nehme ich aus meiner Vorstellungswelt als Transformation von Bereichen des Erfahrens, die sich auch in gezeichneten Bildern und Geschichten hoher Beliebtheit und Verbreitung erfreuen. Die Ebene der Zeichnungen und Bilder lädt dazu ein. In Geschichten ist es allerdings sehr viel einfacher. Alpträume und Monster gehören dazu, es gibt die unterschiedlichsten Strategien mit ihnen umzugehen, und man darf sich offen mit ihnen konfrontieren, sie niedermetzeln, sich mit ihnen anfreunden oder sie einfach ignorieren. Die aufsteigenden Alpträume und Monster des realen Lebens erfahren dagegen eine ganz andere Behandlung. Da stehen für mich blinkende, kreischende Sirenen, die deutlich signalisieren: Achtung, wenn du hier weiter gehst, dann darfst du das niemandem erzählen. Wer den Monstern zu nahe kommt wird stigmatisiert. Wer zu viele Alpträume bekommt, ist mit Vorsicht zu behandeln.

Auf einer Karikatur mit dem Kürzel Bennett, aber weiter nicht auf ihre ursprüngliche Herkunft für mich recherchierbar, stehen Menschen vor den zwei Eingängen eines Theaters. Über dem einen Eingang: „Wahrheiten die uns stören“, über dem anderen Eingang: „Lügen die uns glücklich machen“. Nun, wo steht wohl die lange Schlange und wo steht niemand? Es gibt Dinge, die möchte keiner sehen und die möchte auch keiner hören und niemand möchte sie erleben und dennoch sind sie da. Auf der Insel der Forschung gibt es eben auch Alpträume und Monster, es gibt Frustration und Verzweiflung, es gibt die Fragen nach dem Sinn des Ganzen und die Fragen nach Handlungskonsequenzen. Und damit ist die Liste auf keinen Fall vollständig.

Alpträume manifestieren sich in den heißen Inselnächten, wenn der Geist keine Ruhe findet, Monster tauchen unvermittelt und ungebeten auf. Gut wenn dann ein Freund zur Seite ist, der ein offenes Ohr hat und Unterstützung gewähren kann. Ich will den Monstern und Alpträumen nicht ihre wirklichen Namen geben, nicht an dieser Stelle. (In Märchen heißt es allerdings, mit dem Namen-Geben werden sie gebannt.) An dieser Stelle möchte ich nur eine Stele herbeischleppen und auf meiner vorgestellten Insel der Forschung gleich am Anfang für die Monster und Alpträume aufrichten und für alle anderen Gefahren, die dort lauern. Ihr seid da, ich vergesse euch nicht, steht darauf (ihr fast zwangsläufiges Auftauchen macht es auch unmöglich, haha), ich bin bereit euch zu begegnen, euch zu ertragen und ggf. auch zu bekämpfen und vielleicht auch eines Tages zu benennen.

So und nun kann ich wieder weiter schreiten. (Kusch, kusch. Wirst du jetzt Ruhe geben und mich ungestört weiter machen lassen! Du hast doch deine Ehrung bekommen!)

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