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Monster und Alpträume auf der Insel der Forschung – die Zweite

Die Monster sind nicht ohne. Vielleicht wären wir Menschen ohne sie besser dran, vielleicht wäre das Leben ohne sie aber auch nur langweilig. Auf jeden Fall sorgen sie gerne für Missverständnisse. Und die hab ich offensichtlich auch mit meinem letzten Beitrag ausgelöst. Daher werde ich die Monster besser beim Namen nennen, dann wird es vielleicht klarer, was ich meine.

Monster und verwandte Wesen, die man auf der Insel der Forschung treffen kann:

Das Monster der Anpassung an vorgegebene Meinungen
Das Monster der Doktrin
Das Monster Bequemlichkeit
Das Monster der Verzweiflung
Das Monster der Sinnlosigkeit
Das Monster des Mangels an praktischen Konsequenzen
Das Monster fehlender Unterstützung
Das Monster nicht eingehaltener Termine und Absprachen
Die Sirene der Parteilichkeit
Das Monster des Fertigstellungsdrucks
Das Monster der Widersprüchlichkeit
Das Monster des Erschreckens vor den herausgefundenen Zusammenhängen
Das Monster der Angst zum eigenen Forschungsinteresse zu stehen
Das Monster der Hoffnungslosigkeit
Das Monster der Verzweiflung angesichts der Probleme der Operationalisierung
Das Monster der Überforderung beim Anblick der Fülle an Daten
Das Monster der zerfasernden Argumentation
Das Monster des Erschreckens über die Endlosigkeit des Forschungswegs
Das Monster der Vergesslichkeit
Das Monster der Orientierungslosigkeit
Das Monster Niemanden-interessiert-das
Die Sirene Ich-guck-nicht-so-genau-hin
Die Sirene des Aufgeben-Wollens
Das Monster das Bücher frisst
Das Monster der unverstandenen Gepflogenheiten

Alpträume:

Der Alptraum abstürzender Rechner, Programme und des Verschwindens von Daten
Der Alptraum geplatzter Vereinbarungen
Der Alptraum des Nicht-Einhaltenkönnens-von-Fristen

Diese Listen sind nicht vollständig, nicht geordnet und ich nehme gerne noch weitere Vorschläge entgegen. Es ist ja auch nicht so, dass man all diesen Monstern und Alpträumen auf der Insel der Forschung begegnet und viele sind sicher individuell zugeschnitten, aber es ist grundsätzlich möglich. Manche zeigen sich niemals, andere kletten sich an. Ich finde es insgesamt hilfreich zu wissen, dass sie auftauchen können und mag die Idee der Stele am Anfang der Insel. In vielen Geschichten finden sich Warnhinweise am Strand von Inseln, die Idee ist nichts Neues. Mir gefällt das. Dann bin ich darauf eingestellt, was mich erwarten könnte, und werde nicht so leicht hinterrücks überrascht und kann besser erkennen, womit ich es zu tun habe, und mich entsprechend wappnen. (Oder etwas nicht?)

Und: es ist mir insgesamt lieber, wenn ich ihnen nicht begegne. Sie sind anstrengend, nervend, belastend, ablenkend, unnötig und ich wünschte, ich könnte spielerischer mit ihnen umgehen! Daher stelle ich mir die Insel der Forschung jetzt als großes Spielbrett vor, darüber lege ich dann eine durchsichtige Folie in der Farbe der Forschungsfrage, so dass der ganze Prozess davon eingehüllt ist. Dann stelle ich meine Warnstele auf den Anfang und verteile ein paar zufällig gezogene Monster. Und schon kann es los gehen. Und wenn ich dann auf Monster treffe, dann weiß ich, da muss ich jetzt durch, das bekomme ich schon hin. Und komme zum Schluss, dass mir die psychische Unterstützung im Rucksack erst einmal wichtiger ist als alle Methoden. Erst wenn diese gesichert ist, sind die Reisevorbereitungen abgeschlossen. So und nun können Mathematik und Statistik kommen!

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1 Kommentar

  1. anonymous sagt:

    Anonym writes:Danke, dass du die Monster vorgestellt hast, von diesen Monstern kenne ich auch einige, und andere (zum Glück) nicht. Bei zwei, drei der genannten Monster hatte ich grade auch durchaus das Gefühl, ertappt zu sein (genau mit denen kämpfe ich grade). Ich hätte da noch das "Monster des Zweifels an der eigenen Kompetenz" zuzufügen.Bei dem Spiel-Gedanken fiel mir der Titel der Insel-Karte ein: "Blockiere nicht den Weg der Forschung". Das ist dann sozusagen zugleich das Spiel-Ziel? Aufpassen, dass nicht der Weg der Forschung blockiert ist, auch nicht durch die Monster.Und dann musste ich auch grade noch an das letzte Stichwort von Frau Krey in ihrem Vortrag denken: "Keine Angst vor den Daten." Offenbar also auch ein verbreitetes Monster?Viele Grüße von Cornelia

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