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#exIf13 zu Ende

Der #exIf13 ist plötzlich schon zu Ende und es fühlt sich an wie nach dem Abschlussfeuerwerk eines mehrtägigen Festes, wenn alle nach Hause zurückkehren während die Veranstalter ans Aufräumen gehen. Und bevor das Stehaufmännchen erneut seine Ausgangsposition einnimmt, versucht es noch einmal die Blickwinkel der Perspektiven festzuhalten, in die es im Hin-und Herneigen nach dem Anstupsen durch die vielen Impulse schwankte.

Aufgabenstellung: Es gab am Schluss der Sendung keine Aufgabenstellung mehr, doch während ich schreibe kommt um 6.35 Uhr über Twitter der Wunsch wissenschaftliche Aufsätze zusammenzutragen, die uns inspiriert haben Forschung zu betreiben. Die Auswahl soll begründet werden. Also doch noch kein endgültiges Ende und die Chance auf ein sanftes Ausklingen? Vielleicht auch nur ein Vergessen der Aufgabenstellung oder vielleicht ging es den Veranstaltern wie mir, dass sie merkten, das geht jetzt viel zu schnell zu Ende? Wie auch immer. Aufgabenstellungen waren der Kitt des #exIf13. Die Verbindung zwischen Veranstaltern und Teilnehmern. Ein Anlass zur Begegnung und Auseinandersetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eine Verbindung zwischen den einzelnen Impulssendungen.

Faszination: Wie bei einem Feuerwerk habe ich fasziniert zugeschaut wie Prof. Hillebrandt vom Lehrgebiet Soziologie der FU Hagen das Thema "Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit?" entfaltete und habe an vielen Stellen gedacht: Ja, genau so habe ich es erlebt, das kenne ich! Erfahrung, Gelesenes und was ich hörte verbanden sich zu einer Einheit und es gab keine Fragen mehr nur noch den Wunsch zur Umsetzung und zur praktischen Anwendung. Das ist Inspiration pur!

Jimi Hendrix: E-Gitarrenspieler und Frauen als Beispiel für eine Forschungsfrage und darauf aufbauend Ausführungen zum Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit. Es ist quälend und reizt noch immer zum Weinen. Wisst ihr wie es den Frauen in den Zeiten ging als Hendrix Star Spannled Banner zerfetzte? Wisst ihr es wie diese Männer Frauen behandelt haben? Diese Männer, die ihre E-Gitarren spielten und erwarteten, dass die Frauen sie anhimmelten und bedienten und für ihre Bedürfnisse zur Verfügung standen, denn das war in ihren Augen die Aufgabe der Frauen. Nicht E-Gitarre spielen. Ich mochte die Tragik und die Schreie von Janis Joplin immer lieber. Das hatte viel mehr Identifikationspotential und dazu ließ sich viel besser tanzen. Nun gut, auch uns hat der Wind der Veränderung erfasst und wir haben gekämpft und gelacht und gelitten, um uns unseren Teil des Himmels zu erobern. Und wir haben viele Veränderungen erreicht, doch noch immer macht es einen großen Unterschied ob ein Mensch als Mann oder Frau geboren wurde. Noch immer gibt es Bilder, die individuelle Fähigkeiten und Interessen ignorieren, und nur nach der Gruppenzugehörigkeit fragen und den Erwartungen, die sich für Menschen daraus ableiten. Jimi Hendrix ist Geschichte, doch es gibt Lebende für die ist er mit leidvollen Zeiten verknüpft und einem Kampf, der noch längst kein Ende gefunden hat und der letztlich nicht leichter geworden ist, gerade weil die Erscheinungen, gegen die anzugehen notwendig ist, viel subtiler geworden zu sein scheinen. Allerdings werde ich diese Verknüpfung mit wissenschaftlichem Schreiben sicherlich nicht so leicht vergessen. Das bleibt hängen!

Inspiration: Dieser Impulsvortrag ist der erste bei dem ich das Bedürfnis habe ihn zusammen zu fassen und zu systematisieren. Leider geht das mit meinen mitgeschriebenen Stichwörtern nicht wirklich und ich muss warten, bis die Aufzeichnung im Netz zur Verfügung steht. Dann kann ich aber wieder etwas Neues ausprobieren und zwar wie weit ich in Opera Dateien speichern und einbinden kann und damit könnte ich meinen Blog erneut um eine Funktion erweitern, ein weiterer Lernprozess während der Moocteilnahme.

CMoocs: Überraschung. Wo ich dachte, dass ich damit nichts anfangen kann, wird der Blick auf etwas frei, in dem das Potential zu mehr Eigenverantwortlichkeit, Selbständigkeit und Individualismus schlummert. Ein loseres Miteinander von Geichwertigeren…Etwas für Macher…

Blog: Ein mächtiges Instrument! Mehr gibt es momentan nicht dazu zu sagen. Die allerwichtigste Erfahrung die ich mir über #iddg13 und #exIf13 vermittelt habe. Ein Entwicklungswerkzeug für eine Schnittstelle zwischen Individuum und Welt.

Nebenbeidings: Viele, viel zu viele um sie alle aufzuschreiben. Daher sollen sie der Vollständigkeit halber nur angedeutet werden. Von Erkenntnissen über die eigene Person und Geschichte über das Kennenlernen neuer Tools, neuer Arbeitstechniken oder neuer Personen, über Mathechannel, Pearltrees, Playlists, Videoherstellung, Bibliographie, über Massen von offenen Fragen bis hin zu nur Erahntem, eben all das was einfach so nebenher geschah und einen beträchtlichen Teil der Gesamtbedeutung und Gesamtwirkung ausmacht. Und das letztlich nebenbei nicht nur während des Mooc, sondern auch während des übrigen Lebens, das ja nicht angehalten und gewartet hat.
Faszinierend, mit den Worten eines spitzohrigen Vulkaniers gesprochen.

Finale Furioso: Übertitel des sechsten und letzten Impulsvortrags. Wilde Rachegöttinnen mit wirrem Haar und rollenden Augen in einer Endzeitszenerie? Keine gesehen. Aber irgendwie passt das zu diesem Mooc. Wissenschaftliche Sachlichkeit durchsetzt mit uneindeutigen Bildern, die das Potential haben eine Verbindung zu unausgeloteten Bereichen herzustellen, auf dass das durch Wissenschaft ermöglichte Abbild der Welt nebenbei ein wenig mehr an Komplexität erreichen möge. Und zusätzlich die Ausschöpfung des kreativen Potentials fördert, das auch von Professor Hillebrandt erwähnt ein wichtiger Bestandteil des wissenschaftlichen Forschens und Schreibens ist. Für mich persönlich ein geschickter Schachzug.

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