Bildungsmäuschen

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Gedanken zu einer langfristigen Integration von Moocs in das Angebot öffentlicher Bildung

Radio hat das Thema aufgegriffen, Fernsehen ebenfalls und auch im Netz gibt es schon lange Bildungsangebote. Die momentan gehypten Moocs bieten in diesem Reigen die Möglichkeit des unmittelbaren Austausches der Teilnehmenden während der Zeit des Angebots, sowie eine Beteiligung (themenbezogene oder auch davon abweichend) der Teilnehmer.
Mit real stattfindenden Veranstaltungen sollte man dabei nicht vergleichen, sie können durchaus mehr leisten als Netzangebote, aber wo diese nicht verfügbar sind, können Moocs durchaus eine gute Alternative darstellen.

Für wen sind Moocs nun wirklich interessant?
1. Für Menschen in angelegenen Regionen mit geringem Angebot, nicht passenden oder schlechten Angeboten oder in denen Angebote aufgrund geringer Teilnehmerzahlen nur teuer oder gar nicht angeboten werden können.
2. Für Menschen, die sich privat keine anderen Bildungsangebote leisten können und auch keine Förderung für Bildungsangebote erhalten.
3. Für Menschen, die nicht regelmäßig an Veranstaltungen teilnehmen können.

Was können Moocs leisten?
1. Sie können ein hohes Niveau an Informationen auf einer wissenschaftlichen, nicht einer Meinungsbasis liefern und damit den europäischen Idealen der freien Bildung für alle entgegen kommen.
2. Sie können grundsätzlich einen weltweiten Kontakt auf der Basis von gemeinsamem Wissenserwerb und Austausch fördern.
3. Sie können hochwertige Bildung auch in abgelegenen Regionen fördern und den noch nicht landgeflüchteten eine stärkere Anbindung an den sich fortwährenden erweiternden Wissensschatz der Menschheit in vorstrukturierter Form bieten.
4. Sie könnten Unterbeschäftigten ein Betätigungsfeld erschließen und im Norden Europas die Selbstmordrate im Winter senken helfen, indem Bildung und Bildungsprodukte zu einer interessanten und spannenden sowie Ausgleich schaffenden Tätigkeit werden.
5. Sie können eine stärkere Netzbeteiligung der Teilnehmer fördern und damit möglicherweise Stimmen hörbar werden lassen, die bisher wenig vertreten sind.

Die Listen sind nicht vollständig und erweiterbar. Da ich momentan einen Kurs über die Couseraplattform zu Sozialpsychologie belegt habe, während ich mich gleichzeitig an der FernUni Hagen für die Klausur in einem Modul mit genau diesem Thema vorbereite, vergleiche ich nebenbei die Niveaus und Ausrichtung der Angebote. Die Schwerpunkte sind unterschiedlich gesetzt, aber das Angebot von Cousera ist sehr dicht an dem Angebot der FernUni Hagen und sehr weit entfernt von den Angeboten, die für mich an erreichbaren Volkshochschulen möglich sind. Aus genau diesem Grund hoffe ich, dass sich ähnliche Konzepte fest etablieren und immer weiter verbessern können und zu einem festen Bestandteil für Bildung und lebenslanges Lernen werden.

Zum Schluss noch eine Liste der übriggebliebenen Gedanken:
1. Wert der Teilnahme von Menschen, die über freie Zeit verfügen vs. mangelnde Zeit für aktive Teilnahme bei denen die arbeiten oder in einer Ausbildung sind.
2. Einbeziehung sonst Benachteiligter
3. Fülle an Materialien bei geringen finanziellen Einsatzkosten der Teilnehmenden
4. Die Problematik der Ausstattung von Büchereien in abgelegenen Gegenden
5. Der alte Gedanke des Bildungsfernsehens bzw. Bildungsradios und Bildung statt Konsum

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1 Kommentar

  1. marcobeba sagt:

    Sehr prägnanter Artikel zu diesem interessanten Thema, der die Hauptargumente sehr gut aufzeigt. Ich bin ebenfalls ein großer Fan von Coursera!
    Mein bescheidener Beitrag zum dem Thema: http://bebablog.de/sind-moocs-die-zukunft-des-lernens/

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