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Social Psychology is over!

Der Kurs Social Psychology bei Coursera startete am 12. 8. und am 2.10. ging er mit den Ergebnissen des Finalen Examens zu Ende. Zwischenzeitlich waren die Zahlen derjenigen, die sich eingeschrieben hatten, auf über 230 000 Personen gestiegen. Ein riesiger Kurs und vollgestopfte Foren. Doch nur etwa 8000 haben das Finale Examen gemacht, 80% davon mit genug Punkten insgesamt um eine Abschlussbescheinigung zu erhalten, wiederum 18% davon werden eine Abschlussbescheinigung mit Auszeichnung erhalten, da sie über 90 Punkte erreichten. In Zahlen etwa 1600 : 6400 : 1150. Nicht bestanden – Bestanden – Mit Auszeichnung bestanden. Und die Bescheinigungen müssen alle manuell angefertigt werden!

Aber da waren doch noch etwa 222 000 andere Personen…

Mit einer so geringen Teilnehmerzahl am Abschlussexamen hatte ich nicht gerechnet. Ich gehöre zu den etwa 6400. Das ist schon eine ordentliche Menge von Menschen, aber nur ganz wenige im Vergleich zur Gesamtmenge.

Persönlich war der Kurs für mich ein Gewinn, ich bin durch ihn zu Erfahrungen mit mir selbst angestoßen worden, die ich in dieser Form nicht beim themengleichen Modul meines Fernstudium gefunden habe, und beides hat sich sehr gut ergänzt. Ich hatte auch von Anfang an den Wunsch eine Abschlussbescheinigung zu bekommen, und was dazu erforderlich war, gehört zu den Anteilen am Ganzen, durch die ich sehr wichtige Impulse bekommen habe.

Jetzt fühle ich mich jedoch mit meiner Motivation reichlich exotisch. In meiner Fassungslosigkeit rechne ich weiter: auf alle Angemeldeten bezogen gehöre ich zu einer kleinen Minderheit, wir sind gerade einmal 3,6%.

Und neben meiner großen Freude darüber genug Punkte zusammenbekommen zu haben, auch wenn das gar nicht so einfach war und ich beim Abschlussexamen auch nicht geschummelt habe, werde ich immer sprachloser und nachdenklicher. Ich hatte schon von geringen Abschlusszahlen bei Coursera-Kursen gelesen, aber es so unmittelbar zu erfahren ist noch einmal eine ganz andere Sache. Ich merke, dass ich mich von der vergleichsweise geringen Anzahl derjenigen, die am Abschlussexamen teilgenommen haben, mehr erschlagen fühle als von der Gesamtzahl der Teilnehmenden und es scheint, dass es etwas dauern wird, bis ich dazu Worte finden kann. Immer schweigsamer werdend bleibt mir erst einmal nur die Betrachtung meiner Fassungslosigkeit.

Späterer eigener Kommentar als Antwort auf eine Mail: "Ich bin momentan eigentlich nur von der unerwarteten vergleichsweise geringen Anzahl von Menschen geschockt, die wie ich eine Abschlussbescheinigung angestrebt haben. Gut, es kommen noch welche dazu, die den letzten Termin verpasst hatten, Probleme mit ihrer Netzverbindung hatten oder sich ausrechnen konnten, dass sie im Vorfeld zu wenige Punkte hatte, um im Examen den fehlenden Rest erreichen zu können und für die das ein Hinderungsgrund war. Dennoch sind es wenige. Ich denke auch nicht, dass die Zahlen der anderen Abbruchzahlen bedeuten oder dass sie nichts gelernt haben. Ganz und gar nicht. Ich weiß auch, dass sich Menschen nur einschreiben, um Zugang zu den sonst nicht offenen Materialien zu erhalten, dass gute Absichten Zeitmangel zum Opfer fallen oder erlahmendem Interesse. Ich habe trotzdem bei einem solch großen Kurs nicht mit so geringen Zahlen bei der abschließenden Prüfung gerechnet. Klar hätte ich mir schon vorher überlegen können, dass ich zu einer Minderheit der Teilnehmer gehören werde, habe ich aber nicht. Ich habe einfach den Fehler gemacht von mir auf andere zu schließen, zumal in den Foren auch primär Äußerungen von Menschen aufgetaucht sind, die ebenfalls an den Übungen teilgenommen haben und/oder das Examen machen wollten. Die anderen haben sich offensichtlich auch da weniger beteiligt!

Was die Klausurproblematik angeht: die ist für mich bei diesem Kurs nicht aufgetaucht. Ich habe für das final exam nicht gelernt. Das habe ich auf der Basis dessen geschrieben, was ich aus Kurs und meinem 2C Wissen (Fernuni) herausziehen konnte. Es war für mich eine Überprüfung dessen was inzwischen von der Sozialpsychologie hängen geblieben ist. Die Gesamtpunktzahl hat sich sowieso aus den vorherigen Übungen und Aufgaben sowie dem final exam zusammengesetzt. Das Examen selbst war also nicht die alleinige Grundlage, machte unter 50% aus. Alle Übungen und auch das Examen habe ich als wesentliche Bestandteile des Ganzen empfunden und gerade die Auseinandersetzung mit den Aufgaben waren wichtige Lernelemente, nicht nur die Materialien oder Lectures. Vergleichen kann man das mit der intensiven Teilnahme an Lesekursen (Fernuni), nur dass da nicht untereinander bewertet wird und diese Bewertung auch nicht in das Endergebnis einfließt.

Für mich bedeutet bei dieser Art Kursen ein Zertifikat anzustreben die Bereitschaft mich intensiv mit allen Bestandteile auseinander zu setzen und zu versuchen das meiste auch zu erkunden. Andere machen das offensichtlich anders, das ist ja auch an der Fernuni so. Ich denke, letztlich läuft es wieder auf die Frage nach den unterschiedlichen Lernstilen hinaus. Für mich scheint das Courserasystem gut zu funktionieren und für mich bedeutet da eine Abschlussbescheinigung zu bekommen ganz einfach, dass ich den Kurs nicht nur angefangen, sondern auch zu Ende gebracht habe. Und anscheinend erzeugt das bei mir ein gutes Gefühl. Es kommt anscheinend (auch) meinem Ordnungsbedürfnis entgegen."

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