Bildungsmäuschen

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Den Ferien entgegen…

Heute morgen um sieben Uhr war die Deadline für die letzte Programmieraufgabe meines Kurses zu interaktiver Programmierung mit Python und jetzt kann ich mich endlich wieder anderen Dingen zuwenden. Am Anfang des Kurses habe ich nicht geglaubt, dass es mir gelingen wird ein funktionierendes Spiel Asteroids zu programmieren. Doch die Veranstaltern haben es  geschafft mich genau dort hin zu führen! Ich habe unendlich viel Zeit benötigt, ich könnte das nicht selbstständig wiederholen und all mein Fleiß hat mir nicht genutzt, um für den Kurs ein Zertifikat erfolgreicher Teilnahme zu bekommen. Doch wenn alle Ergebnisse vorliegen, werde ich mit einem von einem Kommilitonen auf der Basis des Kurses geschriebenen Programms berechnen können, ob ich den Kurs bestanden hätte, wenn ich keinen Fehler beim Einsenden meines Programms für das Spiel Memory gemacht hätte. Und dieses Berechnungsprogramm kann ich jetzt lesen und nachschreiben und ich verstehe was es tut! Und genau das ist es worauf es ankommt! In dem was ich erreichen wollte, nämlich zu verstehen was es mit Programmiersprachen auf sich hat und damit meine Allgemeinbildung zu erhöhen, war ich durchaus erfolgreich.

In meinem Verständnis umfassen die Lehrpläne allgemeinbildender Schulen das ausgewählte Wissen, das als zu eben dieser Allgemeinbildung gehörend eingestuft wird. Und genau dort gehören Kenntnisse im Programmieren inzwischen hin. Computernutzung ist ein so wichtiger Bestandteil unseres heutigen Lebens, dass möglichst jeder wissen sollte wie Menschen mit Rechnern „sprechen“. Ich habe eine Maschine zur Verfügung, die kann mir unglaublich viel Arbeit abnehmen, die kann erstaunliche Dinge für mich tun, doch wie sage ich ihr, was ich von ihr will? 

Zur Kommunikation werden auch hier Sprachen benutzt, nicht nur in der Kommunikation zwischen Menschen, und ich bekomme in dieser Sprache sogar differenzierte schriftliche Antworten, wenn ich etwas schreibe, das nicht verständlich ist oder so nicht ausgeführt werden kann. Um zu diesem Punkt zu gelangen, muss ich aber erst einmal eine gemeinsame Sprache erlernen, so wie ich mir Englisch oder Französisch oder Japanisch oder Latein Schritt für Schritt aneignen muss, damit ich Texte unmittelbar lesen, Gesprochenes direkt verstehen und selbst kommunizieren kann. Und dann muss ich diese Sprache üben. Seltsamerweise wird es jedoch in meinem Wahrnehmungsbereich als normaler eingestuft menschliche Sprachen oder Noten lesen zu lernen als Programmiersprachen. (Obwohl, als Frau bin ich jetzt in einem Alter wo alles Lernen sowieso nur milde belächelt zu werden scheint. Noch ein ganz anderer Themenbereich, der eine gesonderte Beachtung verdient.)

Ich habe mir mit den beiden Kursen zur Sprache Python (übrigens zwei verschiedene Versionen, 3.3.2 und 2.7.6) einen neuen Bereich erschlossen und ich hoffe, dass ich damit weiter machen werde, Material habe ich jetzt erst einmal mehr als genug,  und dass es nicht nur bei einer neuen Einstufung und Einschätzung bleibt. Zusätzlich warten da draußen allerdings auch noch R und LaTex, ganz geduldig, bereit für mich, wenn ich bereit bin. (ohje, ohje, dabei ist ein Leben doch nur so kurz!)

Doch jetzt ist es erst einmal Zeit für den wichtigen kulturellen Teil menschlicher Existenz. Gestern Abend habe ich bereits einige Weihnachtsgeschenke gebastelt und im Lauf der Woche kommen Plätzchen backen, aufräumen und saubermachen, Weihnachtsbaum besorgen und Vorräte aufstocken dazu. Und ich freue mich darauf wieder einmal Mutter zu sein, wenn mein Sohn über die Feiertage kommt. Und auf die Fortsetzung meines Fernstudiums nach den Feiertagen freue ich mich ebenfalls. Ich werde mit einem ganz neuen Konzept starten. Mal sehen wie es wird, das wissenschaftliche Arbeiten, das ich jetzt viel besser verstehe.

Noch sind einige Dinge offen, die zu Ende gebracht werden müssen, doch der Stress ist weg. Ich tanze in die kulturelle Gestaltung des Weihnachtsfestes hinein und weiß inzwischen wie bedeutungsvoll genau diese Handlung ist! Wie viel Kultur für die Qualität menschlichen Lebens bedeutet und dass sie niemals gering geschätzt oder vernachlässigt werden sollte. 

Und nach zwei Jahren intensiven Fernstudiums habe ich endlich einmal das Gefühl von Ferien. Ferien, bevor die letzte Etappe startet. 

Ich genieße es!

 

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