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Kurz zwischendurch: Metaanalyse zu digitaler Demenz

Appel & Schreiner (2014). Digitale Demenz? Mythen und wissenschaftliche Befundlage zur Auswirkung von Internetnutzung

Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse einer Metaanalyse. Quelle: http://www.uni-koblenz-landau.de/landau/fb8/ikms/person/appel/2013_appel-schreiner_digitale-demenz.pdf

  1. Mythos Internet und die Reduzierung sozialer Interaktion: Kein sicherer Beleg für einen Zusammenhang zwischen Internetnutzung und der Reduzierung sozialer Interaktion.
  1. Mythos Internet und die Verringerung gesellschaftlicher Partizipation: Mehr Internetnutzung ging mit mehr Engagement einher.
  1. Mythos Einsamkeit durch Internetnutzung: Die These, dass Internetnutzung mit mehr Einsamkeit einhergeht, ist empirisch nicht gestützt.
  1. Mythos Bildschirmmedien und Fettleibigkeit: Der Zusammenhang zwischen Mediennutzung und Übergewicht konnte auf der Basis der meta-analytischen Daten für Fernsehen gesichert werden, für Computerspiele waren die Ergebnisse nicht signifikant.
  1. Mythos negative oder keine Effekte von Computer-unterstütztem Unterricht:
  • Im Mittel zeigten Blended-Learning-Lernarrangements höhere Lernerfolge als face-to-face Lernen.
  • Reine Online-Settings waren dem traditionellen face-to-face Unterricht nicht überlegen.
  • Besonders effektiv ist das Lernen vor dem Bildschirm, wenn es kooperativ erfolgt, das heißt, wenn gemeinsam gelernt wird sowie wenn die Instruktion aktiv durch Lehrende unterstützt wird.
  • Völlig selbstständiges Lernen am Computer hat, verglichen mit traditionellem Lernen, keinen signifikanten positiven Effekt.
  1. Mythos Wirkungslosigkeit von computerbasierten Lernspielen: eine durch Computerspiele angereicherte Lehrform zeigte sich dem traditionellen Unterricht überlegen, wobei unterschiedlich deutliche Wirkungen je nach Spielgestaltung zu verzeichnen waren.
  1. Mythos Computernutzung und verringerte schriftsprachliche Kompetenzen: lassen den vorsichtigen Schluss zu, dass die Textproduktion am Computer keine Minderung der Textqualität zur Folge hat.
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