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Studentische Lebensführung

Heute Morgen wurde mir plötzlich bewusst wie zufrieden ich mit meiner momentanen Lebensführung bin. Seit Wochen (gefühlt seit Monaten, denn als ich begann war es Hochsommer und unerträglich heiß und jetzt sieht alles nach Herbst aus), also seit Wochen schreibe ich an Hausarbeiten (und bin mit den Produkten sehr unzufrieden). Ich stehe morgens auf, schalte den Rechner an, schaue nach neuen Posts von Freunden, schreibe lange Kommentare, wenn ich über etwas stolpere, widme mich dann einer Hausarbeit, esse, trinke Tee, gehe manchmal einkaufen, widme mich wieder der Hausarbeit bis die Konzentration nachlässt, dann schalte ich den Fernseher an, lasse Unterhaltungssendungen laufen und beginne zu basteln. Mit dem Basteln höre ich eher auf als mit dem Fernsehen. Das geht auch noch im Liegen gut. Wenn ich dann ganz, ganz müde bin gehe ich ins Bett und schlafe. Aufstehen tue ich wenn ich Lust habe, gerade morgens liege ich oft stundenlang im Bett und lasse meine Gedanken vorüberziehen. Ach so, ab und an mache ich auch Hausarbeit und pflege meine Pflanzen.

Eigentlich kein sehr spannendes Leben, aber ich bin momentan sehr zufrieden damit und könnte auf diese Art noch endlos weiter machen. Lesen, schreiben, basteln, bewegte Bilder anschauen und skurrile Geschichten verfolgen, ab und an mal etwas Kommunikation, genug schlafen, immer was leckeres zu essen und vor allem, viele, viele Gedanken im Kopf. Meine Art Ferien von der Arbeit zu machen. Ich bezweifele, dass meine Hausarbeiten gut bewertet werden. Ich befürchte, wissenschaftlichen Ansprüchen werden sie nicht genügen. Aber das ist nicht mehr wichtig. Ich tue was ich kann in dem Tempo das mir entspannt möglich ist. Ich genieße es in meinem eigenen Fluss zu sein, eingespielt in eine Struktur, die mich zufrieden werden lässt. Die Gegenstände, die ich herstelle, die Worte, die ich schreibe, die Gedanken, die ich denke, fügen sich zu einem Ganzen und werden zu einem Ausdruck dessen was ich als Person geworden bin. Ich denke, das ist es was die Zufriedenheit schafft. Nichts muss ich im Vergleich zu anderen bewerten und alles kann ich aus sich selbst heraus verstehen. Ich sehe mich und ich bin ein Mensch.  

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1 Kommentar

  1. anne|enna sagt:

    Ich find`s toll, wie geradeheraus du deinen momentanen Lebenswandel beschreibst und wie du ihn genießt bzw. es genießt, bei dir zu sein. Und wie sehr dich auch dieses Studium bereichert hat. Ich bin Anfang 30 und hatte mein Studium vor 10 Jahren abgebrochen (Kinder, Selbstständigkeit) und vor 3 Jahren begonnen, es fortzuführen. Viele Zusammenhänge werden mir jetzt erst bewusst, die ich als ganz junge Studentin nicht begriff bzw. noch nicht begreifen konnte. Ich hatte damals wahrscheinlich auch viel zu viele andere Dinge im Kopf. 😉

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