Bildungsmäuschen

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MOOCs and Mondays

Bei den MOOCs, die ich momentan belegt habe, ist für mich ein unerwartetes Problem aufgetreten. Bisher war es bei belegten MOOCs eher so, dass neue Materialien vor dem Wochenende eingestellt wurden, so dass ich sie gleich bearbeiten konnte und mir die Woche über keine weiteren Gedanken über die Einhaltung von Terminen machen musste. Alle von mir zur zeit belegten MOOCs stellen ihre Materialien nun aber erst am Montag neu zur Verfügung und haben ihre Abgabetermine dann am darauf folgenden Montag. Am Wochenende habe ich viel zusammenhängende Lernzeit zur Verfügung, während der Woche aber nicht. Konnte ich bisher immer am Wochenende beginnen, so weit arbeiten wie ich konnte und dann den Rest über die Woche verteilen und ggf. noch am kommenden Wochenende erledigen, sehe ich mich nun zu einer anderen Arbeitsweise gezwungen. Bei dieser Regelung ist es noch problematischer als zuvor mehrere MOOCs gleichzeitig zu belegen, der Zeitraum ist für alle enger, und eine unterschiedliche Menge an wöchentlichem Arbeitsaufkommen lässt sich schlechter ausgleichen.

Letztlich fühle ich mich in dieser Situation gezwungen, gleich am Montag zu starten, möglichst viel möglichst bald zu tun, um auf Überraschungen vorbereitet zu sein, und werde meine Lernzeiten stärker als vorher künstlich zerstückeln müssen. Ich fühle mich jetzt bereits in meinem Freiraum eingeschränkt und befürchte, dass meine Zeit für spontan entstehende Lerninteressen zu stark sinken wird. Da die begonnenen MOOCs alle für mich von Bedeutung sind, werde ich versuchen diese Situation zu bewältigen, allerdings wird meine Lernfreude durch diese Vorstellung bereits gedämpft und am Horizont erscheint ein von außen kommender Bewältigungsdruck.

In diesem Zusammenhang erscheint mir die Möglichkeit an der FernUni in manchen Modulen fast das ganze Semester die Lernzeiten frei gestalten zu können paradiesischer als zuvor. In letzter Konsequenz sind daher weder zu große Offenheit noch ein zu enger Zeitplan für mich angenehm. Effektivste Planung halte ich inzwischen nicht für lernförderlich. Jedenfalls nicht bei mir. Ich weiß jetzt, dass ich neben einer grundsätzlichen Lenkung immer einen Freiraum benötige, in dem ich nachdenken, erweitern, nacharbeiten, vorarbeiten oder nebenherarbeiten kann. Eine optimale Ausnutzung von Ressourcen geht für mich nur auf diese Art.

Mal sehen, ob ich mit diesem Wissen eine entspannte Lösung für mein momentanes Dilemma finden kann.

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