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BiWi – Modul 3B

Gestern startete das neue Semester an der FernUni und damit für die BiWi-Module ein neues Moodle (statt 1.9 jetzt 2.6). Wenn ich das Modul 3A im letzten Semester neben 3E ebenfalls bestanden habe (Bewertung der Hausarbeit steht noch aus), dann fehlt mir nur noch das verpflichtende Praxismodul 3B (abgesehen von der Bachelorarbeit). Und gerade dort gibt es gravierende Neuerungen. Zusätzlich zu den bisherigen Leistungen ist ein Lerntagebuch in Blogform zu erstellen.

Im Vorfeld hatte ich mich darauf gefreut, basierend auf meinem lernförderlichen Blogschreiben seit letztem Jahr und der Vorstellung von mehr Kommunikation untereinander, da die Lernblogs der anderen auch kommentiert werden sollen. Nun muss ich aber feststellen, dass hier zwar der Begriff Lerntagebuch verwendet wird, wenn ich die Anforderungen für das Bloggen aber durchlese, so geht es hier um eine weitgehend festgelegte, strukturierte Reflexionsaufgabe. Festgelegt wird eine verbindliche Dauer von 3 Wochen (unabhängig ob Vollzeit- oder Teilzeitstudierende), ein wöchentlicher Wechsel des Themas und eine genaue Angabe was reflektiert werden soll: die Praxis des Praktikums in Kombination mit dem Studienbrief „Qualitätssicherung & Evaluation“ .

Gut. Ich wollte ein Lerntagebuch führen, das sich mit den Problematiken beschäftigt denen ich in dem Modul begegne und habe gehofft, auch mit etwas ähnlichem von anderen konfrontiert zu sein. Die in Moodle beschriebene Form erlaubt das aber nicht. Der Blog dort ist Bestandteil der Prüfungsleistung und eine Nichtteilnahme wird mit negativen Auswirkungen sanktioniert. Kein Platz für Experimente. Will ich also mein Lernen im Modul 3B in einer mir entsprechenden Form durch einen Lernblog begleiten, muss ich den zusätzlich führen. Schade.

Momentan gibt es viel Aufregung von Seiten der Studierenden um dieses Modul, und ich finde zu Recht. Zu viel bleibt noch unklar, zweifelhaft ist auch der Wert einer zusätzlichen dreiwöchigen reflektierenden Arbeit, wenn bereits die zu erbringende schriftliche Arbeit eine Reflexion darstellt und das Modul ein mindestens 120 stündiges Praktikum beinhaltet in dem ein eigenständiges Projekt geplant, durchgeführt und evaluiert wird. Auch kein unbeträchtlicher Zeitaufwand. Momentan erscheint der Anteil „Lerntagebuch“ vielen nur als unnötige, zusätzliche Belastung.

Gefühlt versinkt dieses Modul für mich momentan im Chaos und bietet mir erst einmal wenig Orientierung. Zwei Vormittage habe ich jetzt vor allem damit verbracht ohne eine Strategie, eine Struktur und einen Plan dafür entwickeln zu können und das Gefühl von Uneffektivität stellt sich ein. Ich werde mich daher darauf konzentrieren in Moodle alles ganz sorgfältig durchzulesen, aufzuschreiben was mir unklar ist, dazu dann Fragen stellen, meine Studienbriefe bearbeiten, mein Lernen an einem anderen Ort begleiten und hoffen, dass ich bald in Bezug auf das Praktikum selbst zu einer Entscheidung kommen kann. Und mein kreatives Köfferchen unausgepackt stehen lassen. Denn alles schreit hier nach Vorgabenerfüllung, die dann hoffentlich im Verlauf der nächsten zeit klarer werden. Sei’s drum. Auch damit kann ich leben.

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2 Kommentare

  1. Stephie sagt:

    Danke für deinen Beitrag! Ich schiebe das Modul nun seit genau 5 Semestern vor mir hin und habe parallel dazu nun alle Anderen erfolgreich ablegen können. Nun geht es mir wie dir – Ich verzweifle an diesem Modul! Ich fühle mich auf der einen Seite total allein gelassen, aber andererseits auch in einem engen Korsett. Es kann doch nicht sein, dass mein Studiumabschluss an diesen Modul scheitert, doch ich finde mich mit 3B einfach nicht zurecht! Dieses Semester nun muss ich es in Angriff nehmen und stehe mit einem großen Fragezeichen davor. 😦

  2. amirabai sagt:

    Ich wünsche dir, dass du es schaffst das Modul abzuschließen.
    Ich habe es hinbekommen, bin aber in der BA stecken geblieben. Theorie und Praxis der Bildung stecken voller Widersprüche. Das scheint dazu zu gehören und es scheint ein Bestandteil von Bildung zu sein damit einen Umgang zu finden.
    Den Abschluss habe ich bisher nicht geschafft, dank des Srudiums und vor allem meiner Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Emotionen für Bildung komme ich inzwischen aber mit meiner Praxis wesentlich besser zurecht, das Leben ist entspannter geworden und ich kann andere wesentlich besser beraten als zuvor.
    Es ist ärgerlich etwas (noch) nicht abgeschlossen zu haben, es ist auch blöd wenn ein Abschluß an einer Sache zuerst einmal scheitert, es ist aber auch hilfreich auf die Seite des beteits Gewonnenen zu gucken.
    Vielleicht findet sich dort etwas Hilfreiches und Wertvolles.

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