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Start in die sechste Woche WS2014/15 – Lerncommunities

Bevor ich mich dem Pensum der kommenden Woche zuwende, drängt es mich eine Blick zurückzuwerfen. Am Wochenende haben sich die Themen von zwei Aktivitäten, dem Wochenthema des Teaching for Learning 7 – Moocs und die aktuell bearbeitete Stelle im Studienbrief von Modul 3B, unbeabsichtigt getroffen. Und haben dabei die Achtsamkeit auf die Theorie von Communities gerichtet, was mich momentan sehr anspricht und womit ich in meinem Alltag unmittelbar zu tun bzw. leider nicht zu tun habe. Dabei fällt der Blick auch erneut auf den LdLMOOC2, wenn auch weniger auf den MOOC an sich als auf das von Jean-Pol Martin im Netz gegründete LdL-Online-Institut, mit folgenden Aufgaben für die Zielsetzung:

1. der Festigung und dem weiteren Ausbau des theoretischen Rahmens (Grundlagen-Corpus),
2. der Fortsetzung der LdL-Forschung auf empirischer Basis (Durchführung von Moocs und Reflexion darüber)
3. der Ausbildung und Schulung von Personen, die LdL anwenden und diffundieren wollen.

(aus der Gruppenbeschreibung)

Dabei handelt es sich um eine Community, die ich aber keiner der in meinem Studienbrief angegebenen Taxonomien zuordnen möchte. Diese Taxonomien sind sowieso nur Vorschläge, für das LdL-Online-Institut wäre es sinnvoller aufzuschlüsseln welche Aufgaben von dieser Community genau umfasst werden.

Das sehe ich momentan allerdings nicht als Aufgabe für mich, ich muss meine Aktivitäten beschränken und fühle mich durch meine Studien vor allem durch Themen hindurch getrieben, was ich allerdings begrüße, da ich immer noch einen großen Bedarf für einen generellen Überblick habe. Inzwischen ist mir klar geworden, dass ich mich für den Rest meiner Studienzeit für BiWi an der FernUni jetzt nur noch auf das Thema Lernen und Lehren konzentrieren könnte, sogar wenn ich die Hausarbeit für das Modul 3A nicht bestanden haben sollte. Und das freut mich sehr. Volle Konzentration ermöglicht ein tiefes Eindringen! Und das bei einem Thema, das mich sehr anspricht, bei dem ich viele Fragen habe und so gerne eine brauchbare kognitive Karte hätte. Einfach ideal!

Die Lehrerkursreihe Teaching for Learning neigt sich ebenfalls ihrem Ende zu. Diese Woche werde ich den 7ten und vorletzten Teil beendet haben. Dort bin ich im letzten Jahr beim dritten Teil, dem Thema Lernen und Lernende, eingestiegen, und habe danach nun  fast die ganze Reihe mit beachtlichem Gewinn für mich abgeschlossen.

Gerade eben trudelt von Marc Schakinnis sein Blogbeitrag zur 9. eLearning Didaktik Fachtagung in Linz/Österreich ein und verschafft mir Zugang zu den für mich interessanten Vortragsunterlagen. Ein erster schneller Blick, Informationen vom Stand eines anderen, ein Like und weiter mit meinem eigenen Thema. Community-Effekte.

Ich werde das Thema Communities zum momentanen Zeitpunkt nicht vertiefen, alle Einzelinformationen zusammen geben mir jetzt jedoch eine Basis um ein wenig anders hinzuschauen und der Selbstverständlichkeit, die Communities für mich haben, eine Zuordnung im Feld von Lehren und Lernen zu verschaffen. Bleibt genug Zeit, könnte ich zu Communities eine Visualisierung erstellen. Sinnvoll wäre das.

Interessant ist dabei, dass im Teaching-for-Learning-MOOC Communities ausschließlich im Rahmen von Schule betrachtet werden und dort keine Ausdifferenzierung der verschiedenen Formen nach Präsenz und E-Learning erfolgt. In meinem Studienbrief ist das anders. Communities als Interessensgemeinschaften werden genereller beschrieben und beide Formen finden Beachtung, Präsenz und Online. Auch Dewey und der Konstruktivismus tauchen erneut auf und damit mein Bedauern Deweys Demokratie und Erziehung immer noch nicht durchgearbeitet zu haben. Die Erstellung von Communities an Schulen wie im  Teaching-for-Learning- MOOC verwendet, wird allerdings nicht explizit thematisiert, auch wenn sie für den schulischen Bereich von hohem Interesse scheint.

Die Verwendung im Bereich Schule ist für mich allerdings eine gute Ergänzung, vor allem die  aufgezeigte Möglichkeit durch lernende Gemeinschaften Verbesserungen an Schulen zu erreichen. Automatisch verbinde ich die Informationen mit den Erfahrungen und Wahrnehmungen in meinem Umfeld. Dabei stoße ich erneut auf die Problematik der vernachlässigten Position in der sich die Betreuungen an den betreuten Grundschulen unseres Landkreise in der Regel befinden. Zusammenarbeit findet unter Lehrern statt, auch über Schulen hinweg, Betreuungen sind in der Regel nicht gleichberechtigt in die Gestaltung des Nachmittags eingebunden, und die Kommunikation unter den Betreuungen selbst ist schwierig und häufig auf die ein bis zwei jährlichen Fortbildungstermine beschränkt. Betreuungskräfte arbeiten oft voneinander als auch von der Schule isoliert. Partizipation an Schulangelegenheiten ist häufig nicht gegeben.

Als ich in diesem Jahr am MOOC „Meine Schule transformieren-ein Reiseführer“ teilnahm, wurde mir im Verlauf der ersten Wochen klar, dass ich als Betreuende an einer als offene Ganztagsgrundschule sich entwickelnde Schule gar nicht zur Zielgruppe gehöre, sondern die Zielgruppe letztlich Lehrer sind. Von den im MOOC Teaching for Learning dargestellten positiven Auswirkungen von Zusammenarbeit, Austausch, gegenseitiger Hilfe und gemeinsamem Lernen profitieren wir nicht. Wir bleiben unberücksichtigt außen vor, auch wenn wir tägliche Bezugspersonen für die Kinder an der Schule sind. Ich bin mit dieser Situation seit Jahren konfrontiert und weiß, dass wir wenig daran ändern können, wenn nicht von Seiten der Schulleitung und der Lehrer die Betreuung als gleichberechtigter Bestandteil der Schule eingestuft wird. Ansonsten bleiben wir im schulischen Gefüge Hilfskräfte, Handlanger und die Aufbewahrstätte der Kinder als Wartesaal auf dem Weg zwischen den bedeutungsvolleren Aktivitäten.

Soweit mein aktueller persönlicher Bezug und meine Problematik mit lernenden Gemeinschaften in der physischen Welt.

Im Netz präsentiert sich die Situation ganz anders und ich entdecke durch die Einflüsse dieser Woche die Existenz virtuelle Gemeinschaften in verschiedenster Form als Unterstützung von Lernen, die ich bereits gerne und ausgiebig nutze und sehr schätze. Damit haben die Inhalte der letzten Woche eine neue Achtsamkeit erweckt und es ist mir das erste Mal aufgefallen, dass sich Prof. de Witt von der FernUni im besonderen mit der Betreuung von Online-Communities of Inquiry beschäftigt hat. Das im Studienbrief erwähnte Paper lade ich mir in einen neuen Ordner Communities herunter und damit habe ich mir erneut zusätzliche Arbeit verschafft, aber auch die Möglichkeit mein Wissen wiederum auszudehnen. Ich hoffe es hilft auch dabei, meine kognitive Karte zum Lernen und Lehren zu entwickeln.

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