Bildungsmäuschen

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Praktikum bei 3B

Inzwischen zähle ich die verstrichene Zeit des Semesters nur noch nach der Zeit an der FernUni, denn heute wird auch der zweite MOOC des ursprünglich gefühlten Semesterbeginn nach sechs Wochen sein offizielles Ende finden. Während ich mich mit dem Modul 3B beschäftige, wird es Stück für Stück in seinen Anforderungen klarer, bzw. kann ich es für mich logisch interpretieren.

Nach etwas mehr als vier Wochen damit bin ich mir ziemlich sicher, dass die Modulstruktur darauf aufbaut, dass Studierende für einen Zeitraum von drei Wochen, der in diesem Semester etwa im momentanen Zeitraum bis etwa Mitte Dezember liegt, ein dreiwöchiges Praktikum an einer Bildungseinrichtung absolvieren, dieses dabei den Wochenstundenumfang einer Vollzeitstelle hat und ermöglicht in diesem Rahmen eigenständig eine Bildungsmaßnahme zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Die Teilzeitstudierenden will ich an dieser Stelle vernachlässigen. Zur Verfügung stehen die bisherigen Kenntnisse des Studiums, die Studienbriefe des Moduls, die bis zu diesem Zeitpunkt durchgelesen oder zumindest gesichtet sein können, die Informationen in Moodle und die Begleitung durch die Praktikumsstelle. Für die Bildungsmaßnahme selbst sind die notwendigen und an der Praktikumsstelle nicht verfügbare Zusatzinformationen zeitnah zu beschaffen.

Schwierig wird es dann, wenn sich für den fraglichen Zeitraum keine Praktikumsstelle mit ausreichendem Zeitumfang finden lässt, gleich ob es am Stellenangebot oder der verfügbaren Zeit der häufig arbeitenden Studierenden liegt. Darauf wird Rücksicht genommen, auch deshalb sind die Arten von Praktika, die von den Studierenden bearbeitet werden, sehr vielfältig. Das bezieht sich auf die Art der Bildungseinrichtung, den Umfang und die erforderlichen Vorkenntnisse für die Bildungsmaßnahme, den Zeitraum über den sie sich ziehen kann und die Art der Bildungsmaßnahme. Die Verschiedenheit der seit einigen Wochen in Moodle angegebenen Themen der Praktika der Studierenden ist dafür ein guter Beleg.

Das Praktikum ist also eigentlich in den Zeitrahmen von 3B eingeschlossen. Da es aber in der Form nicht für alle durchführbar ist, werden andere Formen gewählt und anerkannt, die über diesen Zeitraum hinausreichen, also vorher beginnen oder schon abgeschlossen sind oder während des Semesters beginnen, aber aus Termingründen erst im Semester danach fertig bearbeitet werden können. Da ich nicht in der Lage wäre ein entsprechendes Praktikum im gewünschten Zeitraum zu absolvieren, bin ich auf eine dieser anderen Formen angewiesen.

Mit dem Blog zum Praktikum ist es ähnlich. Auf ihm soll in der ersten Woche des dreiwöchigen Praktikums die Planung, in der zweiten die Durchführung und in der dritten die Evaluation dokumentiert werden. Zusätzlich müssen andere Blogs besucht werden und die Arbeit der anderen kommentiert werden, wobei drei Kommentare ausreichend sind. Das wäre also die Normvorgabe. Alle die ihr Praktikum anders ableisten oder bereits abgeleistet haben sind Ausnahmen. Sie müssen für Blogschreiben und Kommentare eine individuell sinnvolle Lösung finden. Der Blog selbst kann vor der Zeitspanne in der das Praktikum idealtypisch liegen soll eingerichtet und ausprobiert werden.

Die Bildungsmaßnahme selbst muss keine großartige Sache sein, auch wenn viele sehr aufwändige Projekte anerkennen lassen. Wäre ich jetzt als begleitende Praktikantin in einer der Kindertagesstätten, in denen ich vorlese, und würde dort das was ich jetzt an einem Vormittag vorhabe in etwas erweiterter Form durchführen, so sollte das für die Anforderungen ausreichend sein. Planen tue ich im Rahmen eines Jahresthemas zu Essen und Ernährung in einer Vorschulgruppe indisches Kochen in der Form, dass ich sowohl Nahrungskunde, kulturelle und historische Einbettung als auch Lehre durch die Kinder selbst neben der praktischen Tätigkeit einbeziehen will. So wie ich es durchzuführen beabsichtige, wäre es als Praktikum aber wegen des geringen Zeitumfangs nicht geeignet, ebenso wenig wie eine Reihe von einzelnen solcher selbst gestalteter und durchgeführter Bildungsmaßnahmen.

Ich könnte nun für meinen Einzelfall nachfragen, ob es nicht doch akzeptiert werden könnte, da ich ja seit sehr vielen Jahren in dieser Tagesstätte regelmäßig vorlese, schon andere Angebote durchgeführt habe, mit der Einrichtung vertraut und dort eingebettet bin. Möglicherweise würde ich sogar einen positiven Bescheid bekommen. Inzwischen habe ich mich jedoch bereits für die Bearbeitung von bereits Zurückliegendem entschieden und entsprechende Schritte in die Gänge geleitet. Das kurzfristig zu ändern ist auch aus Zeitgründen nicht unproblematisch und Sicherheit für Erfolg habe ich ebenfalls nicht.

Mit diesen Überlegungen im Rücken relativiert sich auch die E-Learning Lastigkeit der Studienbriefe des Moduls. Einerseits habe ich inzwischen im Studienbrief zu Evaluation und Qualitätssicherung einen Text gefunden, der sich nur auf den schulischen Bereich bezieht und dabei auch keinen Bezug zum E-Learning hat. Außerdem ist es mir inzwischen klar, dass ich vor allem auf Selbststudium angewiesen bin. Mir wird nur noch minimal gelehrt und ich muss das was ich für meinen speziellen Bedarf benötige selbst zusammensuchen. Das gehört zu den Übungsmöglichkeit für den Bachelor dazu, worauf wir während des Studiums gelegentlich verwiesen werden. Ich könnte bei den Modulbetreuenden um Tipps nachfragen, aber vor allem habe ich alles einzusetzen was mir bisher von wo auch immer her zur Verfügung steht und was ich mir verfügbar machen kann. Nach den sehr vorgegebenen Modulen des Orientierungs- und Kernstudiums war das die für mich verwirrendste Erfahrung der letzten, der Profilphase: Fast mutterseelenallein dazustehen und jetzt einen eigenen Weg einschlagen zu müssen und natürlich auch zu dürfen (natürlich ausgerichtet auf die zu erbringenden Prüfungsleistungen).

Nach dieser grundsätzlichen Klärung, versuche ich weiter meinen individuellen Weg mit den vermuteten Vorstellungen des Lehrgebiets zu verknüpfen. Auch als Standard-Studierende wäre ich auf die Interpretationen von dem angewiesen, was ich durch Moodle und die Studienbriefe lesen kann, ich muss das nun aber zusätzlich noch mit einem Leben verbinden, das sicherlich nicht der vermuteten Nicht-Standard-Studierenden entspricht. Fazit? Noch unklar, weitere Auseinandersetzungen werden notwendig sein. Lernen? Nun, es lernt sich Unerwartetes. An Erkenntnissen genauso wie an Fähigkeiten.

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