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Positive Einstellung zum Lernen und Emotionen

Es ist immer wieder das Gleiche. Kaum ist eine Lösung gefunden, schon tauchen neue Probleme auf. Genau das wurde auch im Video von Christian Spannagel erwähnt, das ich hier verlinke, da ich es im Kontext meiner momentanen Thematik spannend finde und sowieso bereits verlinken wollte. Die passende Stelle suche ich jetzt aber nicht heraus.

Meine Lösung, für Lernen eine positive Einstellung anzustreben, bleibt erhalten, während ich mir jetzt die Frage stelle wie das mit den Emotionen ist. Ich bin schon einige Male auf das Thema Emotionen im Kontext von Lernen gestoßen, auch bei meiner Hausarbeit zum Modul 3A. Und dabei taucht auch immer wieder der Name Rolf Arnold auf. Da ich jetzt für mich selbst die positive Einstellung zum Lernen fokussieren kann, fällt mir auf, dass Emotionen eine ganz andere Problematik darstellen. Goleman [1] benutzt für seine Theorie zu emotionaler Intelligenz eine Unterteilung in Erkennen und Lenken sowie Selbst- und Sozialkompetenz als 2×2 Tafel. Der mich interessierende Teil ist hier für beide Kompetenzbereiche die Lenkung. Bei der Selbstkompetenz das Selbstmanagement und bei der Sozialkompetenz das Beziehungsmanagement. Hier dazu eine PowerPointPräsentation.

Wir sind beim Lernen und beim Lehren mit Emotionen konfrontiert. Den eigenen und denen anderer. Arnold hat ein Buch mit dem Titel „Emotionen – die vergessenen Gefühle in der Erwachsenenbildung“ herausgegeben. Das kurze Überfliegen einer Rezension dazu zeigt, dass es sich um einen Reader handelt, und es scheint den momentanen zeitlichen Rahmen zu sprengen noch ein Buch mehr zu lesen, in dem mehrere Autoren mit unterschiedlichen Sichtweisen versammelt sind. Es erscheint sinnvoller erst einmal eine Annäherung durch eigenes Überlegen zu versuchen.

Der Begriff Management gibt den Hinweis darauf, dass es um die Steuerung von Gefühlen geht, den absichtsvollen Umgang damit. Mich interessiert es momentan weniger Gefühle bei mir oder anderen wahrzunehmen und zu berücksichtigen, dafür umso stärker wie ich damit in einer positiven Weise umgehe. Darauf gezielt einzuwirken ist für mich eine vergleichsweise neue Vorstellung. Es handelt sich dabei auch nicht um ein Unterdrücken oder Verbergen von Emotionen, sondern die gezielte Änderung von Emotionen. Dabei merke ich, dass ich erst einmal beginnen muss zu definieren, was ich überhaupt unter Emotionen verstehe. Was sind Gefühle und was für eine Haltung habe ich zu ihnen?

Emotionen sind körperliche Empfindungen, die ich bewusst oder unbewusst wahrnehme. Vipassana-Meditation nach S.N. Goenka ist auf die Beobachtung dieser Empfindungen konzentriert. Sie werden dabei zugelassen und es wird angestrebt nicht auf sie zu reagieren. Die Lehre besagt, dass sie sich durch das Nichtreagieren auflösen. Danach können positive Empfindungen gefördert werden. Es handelt sich dabei um eine systematische Technik um mit Gefühlen umzugehen, die u.a. dabei hilft Probleme im Miteinander und im Umgang mit sich selbst zu reduzieren.

Zur Zeit schreibe ich zwei Blogs. Diesen hier und den für das Studiumsmodul. Während ich hier die Ich-Form benutze, habe ich sie auf dem anderen Blog vermieden, um eine emotionale Distanz herzustellen. Und das funktioniert. Ich kehre aber immer wieder hier zum Blog zurück, weil ich mich mit der Darstellungsform hier wohler fühle und weil ich hier besser etwas herausfinden kann. Der distanziertere Blog eignet sich dabei besser für die Präsentation. Momentan dokumentiere ich dort Lernschritte.

Für das Lernen, gerade für das nachhaltige Lernen sind Emotionen wichtig. Damit hat sich u.a Ingeborg Schüßler beschäftigt [1], das nehme ich jetzt als gegeben an. Es gibt aber immer wieder Situationen in denen Gefühle entstehen, die etwas verhindern oder erschweren können, wenn man sie als Informationsquelle für Entscheidungen benutzt. Emotionen sind beim Lernen wichtig, aber…es ist auch wichtig zu lernen wie man sie in der richtigen Weise einsetzt. Gerade weil sie mächtig sind, können sie sehr viel nutzen, aber auch sehr viel Schaden anrichten.

Zum momentanen Zeitpunkt kann ich mich dem Thema aus Unkenntnis nur vorsichtig annähern. Es ist aber für mich und meinen Entwicklungsprozess wichtig mich weiter damit zu beschäftigen, denn auch hier sehe ich eine Quelle für Probleme, mit denen ich seit meiner Kindheit konfrontiert bin. Das Thema ist bedeutend und dazu wenig Wissen zu haben heißt, es weiterhin ohne ausreichende Kenntnisse seine Wirkung entfalten zu lassen. Es scheint so, als würde das Wegräumen von Problematiken den Blick auf weitere Problematiken frei machen. In meinem Fall geht es von der Auseinandersetzung mit Rassismus über die positive Einstellung zum Lernen zu den Gefühlen im Zusammenhang mit Lernen in einem sozialen Kontext.

Mehr kann ich zum momentanen Zeitpunkt nicht herausfinden, habe aber zumindest den Fokus bestimmt und dass ich den Fokus mit der Frage danach betrachten werde, was da eigentlich los ist. Mit den Gefühlen beim Lernen im sozialen Kontext. Und spannend wird dabei auch, dass die Themen Rassismus und Peers auf dem Blog durch einen Fehler einmal eine gemeinsame Seite hatten. Ich weiß nicht mehr was ich damals vermutet habe, aber momentan deutet alles auf einen Zusammenhang hin.

 

Referenzen:

[1] Goleman, D.(o.A.). Über „Emotionale Intelligenz“. In: Giessen, H.W.(2009). Emotionale Intelligenz in der Schule. Unterrichten mit Geschichten. Weinheim: Beltz.

[2] Schüßler, I. (2004). Nachhaltiges Lernen – Einblicke in eine Längsschnittuntersuchung
unter der Kategorie „Emotionalität in Lernprozessen“. In: Dewe, B., Wiesner, G. & Zeuner, C. (Hrsg.). REPORT (27) 1/2004. Deutsches Institut für Erwachsenenbildung. URL: http://www.die-bonn.de/doks/report0401.pdf  Zuletzt abgerufen am 15.8.2014

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