Bildungsmäuschen

Startseite » Emotionen » Erste Annäherung an das Thema Emotionen

Erste Annäherung an das Thema Emotionen

Von Otto et al. (2000) werden Fehr und Russel (1984) zum Thema Emotionen angeführt und das Zitat zu ihnen bringt es für mich auf den Punkt.

Jeder weiß, was eine Emotion ist, bis er gebeten wird, eine Definition zu geben.

Ich habe momentan den Eindruck nicht genug Zeit für eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema Emotionen im Kontext von Lernen zu haben, es scheint aber von so großer Bedeutung, dass ich versuche wenigstens nebenher ein bisschen zu reflektieren und zu stöbern.

Beeindruckend ist die Selbstverständlichkeit von Emotionen im Alltag bei einer gleichzeitigen Unwissenheit darüber was sie eigentlich genau sind. Zumindest geht es mir so und erste Sichtungen von Texten verweisen darauf, dass sich auch andere bereits mit diesem Phänomen konfrontiert sahen. Im Zusammenhang mit Rolf Arnold bin ich in der Vergangenheit auch schon mit der Einschätzung konfrontiert worden, dass der Bereich der Emotionen im Bildungskontext zumindest auf Erwachsene bezogen bisher vernachlässigt wird.

Was ich zur Zeit noch nicht herausfinden kann, ist hier allerdings der aktuelle Stand der Diskussion. Bisher habe ich keine Texte gefunden, die nach 2009 erschienen sind und in meinem Studium waren Emotionen kein explizites Thema. Dabei bin ich tagtäglich damit konfrontiert und Emotionen haben einen starken Einfluss auf das Lernverhalten. Von mir und von Kommilitonen und Kommilitoninnen. Das Vorhandensein von Emotionen ist dabei so selbstverständlich, dass wir in der Regel gar nicht genauer unter die Lupe nehmen was sie eigentlich sind, wie sie wirken, wie sie beeinflusst werden, wie wir damit umgehen. Von Geburt an begleiten sie uns. Sie sind fortwährend ein Thema im Hintergrund.

Ich bin nun auf die Idee gekommen meine Black Box der Emotionen zu öffnen und einen ganz anderen Blick darauf zu werfen als ich bisher getan habe. Sie ihrer Selbstverständlichkeit und der Selbstverständlichkeit von eingeschliffenen Reaktionen darauf zu entreißen. Und zu fragen, ob nicht der Umgang damit anders möglich ist als in der Vergangenheit, denn Emotionen habe ich oft als Anlass für Verhalten erlebt, das letztlich zu negativen Konsequenzen geführt hat.

Eine genauere Sichtung von Quellen im Netz zwischendurch führt allerdings zu unerwartet vielen und unterschiedlichen Kategorien. Darunter auch ein Lehrbuch zur Emotionspsychologie. Gefühlter Zeitmangel als auch die Fülle von im Netz vorhandenen Perspektiven, lassen mich daher erst einmal dahin zurückkehren mein eigenes vorhandenes Wissen und meine Wahrnehmung von Gefühlen als subjektiven Zugang zu Emotionen unter die Augen zu nehmen und zu betrachten, welche Annahmen ich eigentlich habe, welche Vorstellungen, und was ich herausfinden kann wenn ich nur meine Wahrnehmungsrichtung und meinen Fokus ändere. Ich hoffe auf dieser Basis eher bestimmen zu können welche Aspekte mich nun genau beschäftigen, statt mich in einen Wust von Informationen zu begeben, bei denen ich den Eindruck habe, dass viele mir nicht weiter helfen werden oder sogar in die Irre führen können.

Ich werde daher zuerst einmal versuchen im Alltag Emotionen und ihr Auftreten in jeglicher Form zu beobachten und ein intensiveres Nachlesen auf den Zeitpunkt verschieben, wenn ich den Eindruck habe über mehr frei verfügbare Zeit zu verfügen. Das Thema selbst ist aber jetzt endgültig als bedeutend für mich identifiziert.

Referenzen: 

Fehr, B., & Russell, J. A. (1984). Concept of emotion viewed from a prototype perspective.
Journal of Experimental Psychology: General, 113, 464-486.

Otto, J., Euler, H. A. und Mandl, H. (2000). Begriffsbestimmungen. In J. Otto, H. A.
Euler und H. Mandl (Hrsg.), Handbuch Emotionspsychologie (S. 11-18). Weinheim:
Beltz, PsychologieVerlagsUnion. Verfügbar unter: http://www.uni-kassel.de/fb4/psychologie/personal/euler/BegriffsbestimmungenEmotion.pdf

Nützliche Links:

http://ods3.schule.de/aseminar/lernen/einstellungen/emotion.htm

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: