Bildungsmäuschen

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#Bildungsweihnachten 15.Tag

Zum Schluss bekomme ich noch Vollmondnächte, die so hell sind, dass ich beim Aufwachen in der Nacht zuerst denke, die Sonne würde schon aufgehen. Die besondere Zeit, die ich mir jetzt gestaltet habe, geht auf alte Geschichten zurück, die von dreizehn heiligen Nächten erzählen, die am Ende des Jahres stehen um Mond- und Sonnenjahr miteinander verbinden zu können. Im Sonnenjahr gibt es zwölf mal einen Mondwechsel, es bleibt aber immer ein viel größerer Rest als im Sonnenjahr, dessen Messung ja heute durch Schalttage angepasst wird, um das tatsächliche Jahr zu berücksichtigen. Dieser Rest wird dann herausgenommen und zählt als eine Zeit außerhalb der normalen Zeit und kann besonders zelebriert werden. Alte Geschichten erzählen, das was man in den dreizehn heiligen Nächten jeweils träumt, steht repräsentativ für die Monate des zukünftigen Jahres.

Ich habe nie so ganz nachvollziehen können von wann bis wann die Zahl dreizehn genau gezählt wird, bei einer Anlehnung an christliche Vorstellungen endet die Zeit jedenfalls am Tag der heiligen drei Könige, wenn diese den Ort der Geburt des Lichts erreicht haben, also morgen. Ich zähle aus persönlichen Gründen den siebten Tag des neuen Jahres allerdings noch dazu.

Für mich ist es eine starke, kraftvolle Geschichte, die sich gut nutzen lässt. Ich muss sie dafür nicht überprüfen, muss nicht näher nachforschen. Wichtig ist es nur sie als einen Anlass zu nehmen, um daraus etwas von Bedeutung zu spinnen.

Ich habe nicht das erwartet was nun herausgekommen zu sein scheint. Allerdings sollte es mich bei dem Hintergrund, den dieser Zeitraum für mich hat, nicht wundern. Er ist prädestiniert für eine Reise, die etwas von innen nach außen befördert. Das mit dem zugrundeliegenden Begriff eines laufenden Studiums zu verbinden ist daher eine etwas gewagte Sache und ich denke, ich habe mich zu Recht zu Beginn dagegen gesträubt. Andererseits denke ich jetzt auch, dass ich bei meiner Vorgeschichte und dem Konfliktmaterial, das ich mit in diese Zeit genommen habe, einer guten Entscheidung gefolgt bin. Und möglicherweise hatte ich die Wahl sowieso nicht. Wahrscheinlich hätte sich das was mich belastet hat, auf anderen Wegen Platz geschaffen. Und möglicherweise hätte ich es dann weniger bewusst wahrgenommen.

Es ist nun wie es ist.

Ich bin mit meiner neuen Perspektive beschäftigt, der neuen Blickrichtung bezogen auf Bildung an sich. Es ist nicht das erste Mal während des Studiums, dass ich meine Sichtweise umbauen muss. Dieses Mal wurde es allerdings nicht durch die laufenden Modulthemen ausgelöst, sondern es ist letztlich die Bearbeitung von Problematiken mit dem Bildungssystems an sich.

Als Lösung richte ich meine Aufmerksamkeit jetzt auf das was für mich als Person an Bildung wichtig und bedeutsam ist und gehe von dort aus auf Bildung zu. Dabei wird deutlich, dass es notwendig ist einen Unterschied zwischen Bildung und Bildungsinstitution zu machen. Wenn ich meine eigene Bedeutsamkeit benutze, gelingt es mir eher zu bestimmen wo und wie Bildung in Bildungsinstitutionen repräsentiert ist. Und das ist ein hochinteressanter Ansatz. Bildungsinstitutionen sind auf Bildung ausgerichtet und dort findet auch Bildung statt, das ist aber nur ein kleiner Teil des Ganzen. Es gibt dort Erscheinungen, die Bildung behindern und verhindern. Es gibt Dinge, die für Bildung unerheblich und überflüssig sind.

Das ist alles bekannt, das lasse ich jetzt aber beiseite und suche nach den Linsen in der Asche. Dazu muss ich aber zuerst bestimmen wie die Linsen eigentlich aussehen. Das versuche ich jetzt mit meiner Bildungskiste vor Augen herauszufinden. In gewisser Weise ist es ein positiver Ansatz. Statt auf die Asche zu blicken, um sie aus dem Weg zu räumen, ignoriere ich die Asche und suche nur nach den Linsen. Denn die Asche ist unwichtig, die Linsen haben Bedeutung. Nur daraus kann ich mir ein leckeres Süppchen kochen. Und nur davon werde ich zufrieden und satt.

Ich denke, ich habe mich viel zu lange von der Asche ablenken lassen. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit damit aufzuhören.

Und auf dieser Basis formuliere ich den Satz für heute:

Bildungsinstitutionen sind nicht deckungsgleich mit Bildung.

Und da fällt mein Blick auch noch auf einen Spruch, der schon seit einer ganzen Weile an meiner Wand hängt.

„Behalte Aschenputtel, aber konzentriere dich darauf dir den gläsernen Schuh anzuziehen!“(Quelle nicht aufgezeichnet)

Aschenputtel hat sich sinnvoll und zielführend verhalten. Sie hat nicht die Asche weggefegt, sondern die nahrhaften Linsen herausgesucht. Und dafür hat sie dann sogar Helfer gefunden.

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