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Endspurt Hausarbeit Modul 3B

Die letzte Woche bis zum Ende der Abgabefrist liegt vor mir. Zur Zeit verfüge ich über etwa 14 Seiten von maximal 18 und habe für alle noch fehlenden Themen genau die Seitenzahlen übrig, die sie umfassen sollen. Ich habe alle weiteren Themen bereits recherchiert, zum Teil auch schon etwas dazu geschrieben, ich habe diese Woche weit weniger Termine als in der letzten Woche und meine Erfahrungen mit der schnellen Bewältigung des vergessenen Projektmanagements waren ausgesprochen positiv. Mein Verstand, verstanden als mein Verstehen, signalisiert mir, dass ich die Zeit bis zum 27.Januar gut reichen wird, wenn ich einfach ruhig, stetig und entspannt weiter arbeite. Und dass ich mir dabei durchaus reichlich Schlaf und Entspannung gönnen kann wie es meinen momentanen Bedürfnissen entspricht.

Außer meinem Verstand gibt es allerdings noch eine andere Instanz, die bei der Arbeit mitmischt, und die äußert sich ganz anders, denn die befindet sich offenbar in einem Zustand der Panik. Der Rechner könnte kaputt gehen, die Datei verschwinden, der Drucker könnte kaputt sein und es könnte nirgendwo auf der Welt eine Lösungsmöglichkeit geben. Das Internet könnte zusammenbrechen, ich bin sowieso nicht in der Lage eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, weil diese Ansprüche mich falsch fordern, ich darf mir auf keine Fall eine Pause gönnen, darf ja nichts anderes machen als mich auf die Arbeit zu konzentrieren, ich schlafe zu viel und so weiter.

Hilfreich ist das alles nicht gerade. Es ist irrational, chaotisch, unlogisch, blockierend und gleichzeitig mit starken Gefühlen unterlegt. Erst dachte ich, es eine Problematik von Verstand gegen Emotionen, aber ganz so ist es nicht. Es gibt Gefühle, die die Schlussfolgerungen meines Verstandes unterstützen, und die mir momentan auch signalisieren, dass es eine gute Zeitinvestition ist vor dem Start in die Woche einen genaueren Blick darauf zu werfen, womit ich es hier eigentlich zu tun habe. Und ich muss feststellen, dass ich eigentlich kaum eine Ahnung habe.

Ich visualisiere gerne, weil ich auf diesem Weg zu komplexen Informationen kommen kann, die mich schon häufig überrascht haben. Betrachte ich jetzt meine Emotionen, so scheint es dort einen ganzen Haufen wuseliger Gebilde zu geben, die umher hüpfen und tun was sie wollen. Richte ich meinen Blick auf sie, werden sie ganz still und starren zurück. Zurück bleiben Empfindungen, die nicht interpretiert werden und schwer zu beschreiben sind. Habe ich euch erwischt? Werden da Empfindungen mit Vorstellungen in Verbindung gebracht, während ich nicht genau hinschaue? Die Spannung im Bauch, das stärkere Klopfen des Herzens, die Steifheit im Arm. Wird auf einmal die Hausarbeit für alle Unannehmlichkeiten verantwortlich gemacht und mit allen Unannehmlichkeiten in Verbindung gesetzt, die aber eigentlich nichts mit der Hausarbeit selbst zu tun haben? Werden auffällige Empfindungen in Vorstellungsbilder übertragen, die dann in meinen Verstand vordringen, während aber die eigentliche Quelle, die Empfindung, keine Beachtung mehr findet? Und wer oder was tut das? Wo geschieht es?

Mir ist vor kurzem schon aufgefallen, dass ich Gefühle auflösen kann, wenn ich ihnen nachgehe und sie hinterfrage. Wenn ich mich auf sie konzentriere und sie auseinandernehme. Es ist wenig hilfreich bei den gelieferten Vorstellungsbildern anzusetzen, das lenkt nur vom Eigentlichen ab. Die Vorstellungsbilder sind nicht wichtig. Das sind nur Fantasien. Wichtig ist es die Quelle zu finden.

Diese Überlegungen haben mich jetzt innerlich sehr ruhig gemacht, während meine Achtsamkeit für Empfindungen gestiegen ist. Diese werden jetzt aber nur registriert und nicht in irgendeiner Weise interpretiert. Ich habe die starke Vermutung, das da etwas in mir ein Eigenleben entwickelt, wenn ich nicht so genau hinschaue. Strategie? Dranbleiben!

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