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Kurze Positionsbestimmung

Ich werde in den nächsten Tagen sehr viel weniger Zeit als sonst für das Studium haben, daher jetzt ein kurzer Überblick über den Stand. Ich dachte mal wieder, ich hätte jetzt endlich mein Bachelorthema gefunden und war schon sehr glücklich, habe aber bei der ersten Recherche im Netz entdeckt, dass sich bereits andere vor mir mit genau diesem Aspekt beschäftigt haben. Meine Version ist zwar etwas anders als das was ich schnell überflogen habe, es war jedoch ersichtlich, dass die Idee wie gedacht nicht von mir umgesetzt werden kann. Zusätzlich habe ich nun einen weiteren Bereich von Interesse gefunden, mit dem ich mich beschäftigen möchte. Es handelt sich um die Verbindung von Emotionen und Kompetenz. Ein Ende des Nachforschens bleibt schon daher nicht absehbar.

In der UniBib bin ich am gleichen Tag auf die Idee gekommen mit den Schlagworten education und emotions nach englischsprachigen Büchern zu suchen und bin dabei im Bereich der pädagogischen Psychologie auf ein Buch von 2014 gestoßen. The International Handbook of Emotions in Education herausgegeben von Reinhard Pekrun und Lisa Linnenbrink-Garcia. Es ist eines dieser sehr teuren Bücher und kann in der UniBib nicht ausgeliehen, bei Amazon aber zu Teilen eingesehen werden. Ich bin immer sehr froh Bücher und Schriften sehr aktuellen Datums zum Thema Emotionen zu finden, denn noch immer habe ich keinen Überblick über die neusten Entwicklungen. Der Amazon-Kommentar zum Buch lautet, dass es „synthesizes the latest research on emotions in education“ [1] Das war auch mein Eindruck beim ersten Sichten in der UniBib. Mal sehen welche Arbeitsmethode ich bei dieser Form der Zugänglichkeit entwickeln kann.

Der letzte Punkt des Überblicks betrifft meine eigene Verfasstheit. Rolf Arnold ist ein ausgesprochen eifriger Schreiber zu Emotionen und Konstruktivismus. (Ich habe mir jetzt endlich mal die Angaben der Wikipedia zu ihm durchgelesen und dabei festgestellt, dass er an der FernUni Hagen habilitiert hat. Ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert ist und ich registriere so etwas jedes Mal mit besonderer Aufmerksamkeit. Ein wenig bringt es mir die doch sehr ferne FernUni dabei näher.) In seinem Buch von 2009 Seit wann haben sie das? Grundlinien eines Emotionalen Konstruktivismus geht er auf zwei Einflussmöglichkeiten auf Emotionen ein, die Gedankenarbeit und die Gefühlsarbeit. Dieser Teil des Buches ist in meinen Augen sehr praktisch ausgerichtet. Er liefert Theorie, die angewendet werden soll.

Ich habe mit dem Buch erst begonnen, werde aber sofort an den zweiten Teil meines letzten Blogbeitrags erinnert. Ich habe unterschieden zwischen Anwendung von Wissen und Achtsamkeit gegenüber Körperempfindungen (der Teil, der sich auch in buddhistischer Meditationspraxis findet). Ich kann noch nicht zwischen meinen Vorstellungen und denen von Arnold vergleichen, habe aber den Eindruck, genau diese Verbindung der Arbeit auf zwei Ebenen ist es, die das Potential hat Veränderungen zu bewirken, und fühle mich durch das Buch bestätigt. Im Bereich der Emotionen und der emotionalen Muster Veränderungen vorzunehmen gilt dabei nicht nur für Arnold als schwierig. Schwierig bedeutet allerdings nicht unmöglich. Kurzfristige Änderungen scheinen dabei eher möglich als langfristige. Mit kurzfristigen Änderungen bin ich nach Auskunft meiner Selbstbeobachtung konfrontiert – Prognosen für eine zukünftige Entwicklung würde ich schon auf Grund meiner Lebenserfahrungen nicht abgeben. Zu häufig wird das Gummi in eine Richtung gedehnt, um bei nachlassender Achtsamkeit wieder zurück zu schnellen. Und die Achtsamkeit lässt nach – früher oder später. Was dann bleibt, erst das sind die tatsächlichen Veränderungen. Da lässt sich allerdings nur abwarten.

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