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MOOCs zu Emotionen

Aus dem MOOC Emotions – A Philosophical Introduction: „As you’ve seen, emotions are everywhere, and its study is of the outmost importance: for personal behaviour, for social interactions, for political reasons, for the understanding of the reality,…“ Jordi Vallverdú

Es ist das erste Mal seit Monaten, dass ich wieder MOOCs belegt habe UND auch in einer gewissen Form daran teilnehme. Auffällig ist für mich, dass ich mich nicht an den Foren beteilige und an Aufgaben nur soweit sie für mich interessant und ohne großen Aufwand zu erledigen sind. Beide MOOCs beziehen sich auf Emotionen und die Inhalte beider MOOCs sind stark von der jeweils durchführenden Person bestimmt. Das entspricht dem was ich letztlich überall im Themenbereich Emotionen vorzufinden meine.

In dem einen Fall werden Emotionen in Fragen von Führung einbezogen, im anderen Fall werden Emotionen aus philosophischer Richtung betrachtet. Es gibt zwar gewisse gemeinsame Wissensbestände zu Emotionen, auf die von beiden zurückgegriffen wird, die Unterschiede erscheinen mir jedoch bedeutender. Nehme ich dann im Vergleich noch die vielen unterschiedlichen Wissenschaftler dazu, deren Bücher bzw. Artikel ich bisher gelesen habe, so bekomme ich auch dadurch eine gute Vorstellung davon, warum Emotionen kein so einfaches Thema sind. Irgendwie scheint sich jede/r sein eigenes Bild zusammenzubauen. Und ich selbst versuche letztlich das Gleiche.

Aus einer wissenschaftlichen Perspektive betrachtet finde ich das unbefriedigend. Sichtweisen der Welt sowie Theorien sind Konstruktionen, nicht die Wirklichkeit selbst, aber wenn es vor allem Vielfalt und wenig Übereinstimmung gibt, so ist das nicht sehr hilfreich. Und diese Vielfalt dann auch noch immer weiter auszudehnen, ist noch weniger hilfreich. Genau das passiert mir momentan mit den MOOCs. Auch wenn sie als Einführungen verstanden werden können, beantworten sie mir letztlich keine grundlegenden Fragen, sondern zeigen nur jeweils eine weitere mögliche Variante zur Erklärung auf. Und die scheint in beiden Fällen auch noch sehr stark von der Persönlichkeit des Lehrenden bestimmt.

Mein Interesse reicht zwar aus, um weiterhin die Materialien anzuschauen, zu lesen und in den Foren stöbern, und ich lese auch weiterhin was mir zu Emotionen ansonsten in die Hände kommt, doch parallel suche ich nach einer anderen Orientierung. Ich habe alle Bücher aus meinem Studium zu qualitativer und quantitativer Sozialforschung hervorgekramt und mir dann das Buch von Glaser und Strauss zur Grounded Theory ausgewählt und damit begonnen. Weiterhin war es endlich an der Zeit die Vorgaben und Hinweise der Fernuni zur Erstellung der Bachelorarbeit herunterzuladen und einen ersten Blick darauf zu werfen. Hier findet sich ein hilfreicher, eingrenzender Rahmen für das was in einer solchen Arbeit überhaupt machbar ist.

Emotionen sind ein wichtiges Thema, auch für die Bildungswissenschaft, darin bin ich mir inzwischen sicher. Sie sind auch ein grundlegendes, kein Nebenbeithema. Sie einzubeziehen muss aber Boden unter den Füßen haben. Zum momentanen Zeitpunkt habe ich zwar nicht die geringste Ahnung wie das gehen soll, ich weiß allerdings, dass ich kein Interesse habe mich in dunstig spekulative Regionen zu begeben. Gerade beim Thema Emotionen halte ich das für besonders problematisch. Was ich benötige sind vor allem die Wissensbestände mit der größten Absicherung und mit der geringsten Verflechtung in eine bestimmte Disziplin, so dass sie möglichst allgemein verwendet werden können. Auf diesem Minimalkriterium werde ich jetzt versuchen aufzubauen.

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