Bildungsmäuschen

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Träumen im Bildungssetting

Ich kann mich selten an Träume erinnern. Heute Morgen ist das jedoch mal wieder gelungen, und wie Träume oft so sind, war es ein sehr merkwürdiges Setting. Als ich den Traum erzählte, wurde mir so langsam klar, was ich da eigentlich zusammengebaut hatte. Und es hat mich reichlich erschreckt.

Ich befand mich in einer Kindertagesstätte, die aber gleichzeitig auch eine Schule war. Dort wurden alle Kinder gesammelt und in Reihen gestellt, damit sie gemeinsam zu einer sozialen Einrichtung gehen konnten, um dort sozialen Dienst zu leisten und dabei zu präsentieren, wie gut ihre Erziehung gelungen ist.

Alle Kinder? Nein, eine ganze Gruppe blieb zurück. Es waren diejenigen, die nicht so wie gewünscht erzogen werden konnten. Und mit ihnen zurück blieben auch ihre Lehrer, Erzieher und Praktikanten. Das Ganze war ein wilder, lebhafter, bunter Haufen voller teilweise obskurer Ideen, die umgesetzt wurden.

Im Traum war ich die nicht-wertende teilnehmende Beobachterin, doch beim Erzählen stellten sich langsam Empfindungen von Unbehaglichkeit ein, da durch das Erzählen Zusammenhänge konstruiert und mit Bewertungen verknüpft wurden.

Eine Aufgabe von Emotionen ist es Informationen dafür zu liefern, ob ein Ereignis den eigenen Erfahrungen und Werten entsprechend als positiv, negativ oder neutral bewertet wird. In dem Fall hier ergab sich eine tendenziell negative Bewertung.

Hätte ich nicht darüber geredet, wäre es mir vielleicht gar nicht weiter aufgefallen, denn ein Traum ist ein Traum und keine Realität. Doch als ich ihn zu beschreiben versuchte, begann ich das einzuordnen, was meine Traummenschen eigentlich getan hatten. Wieder einmal waren Plätze zugewiesen worden.

Alle hatten ihre Tage zwar unter einem Dach verbracht, wurden dann aber getrennt und geschieden. Während die einen sich als geeignet erwiesen, um der Welt präsentiert zu werden, bekamen die anderen eine Spielwiese und wurden dabei vor der Öffentlichkeit verborgen.

Was sagt mein Traum mir nun also unterm Strich über meine Wahrnehmung des Zustands des Erziehungs/Bildungssystems?

Es ist wie es war und es ist wie es ist, mag sich die äußere Form auch geändert haben.

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