Bildungsmäuschen

Startseite » Emotionen » Gedanken zu einer zukünftigen Strategie

Gedanken zu einer zukünftigen Strategie

Alle meine bisherigen Recherchen via Netz und UniBib (also mit Texten) erwecken bei mir den Eindruck, dass ein explizites Interesse an Emotionen in Bildungskontexten immer wieder aufflammt und wieder verschwindet, um dann erneut hervorgeholt zu werden. Was bisher nicht in der Breite, sondern anscheinend nur personenbezogen zu gelingen scheint, ist eine feste Etablierung des Themas Emotionen in Bezug auf Bildungsthemen. Ich habe keine Ahnung was die Gründe dafür sind und kann nur Vermutungen anstellen.

Für mich ist die vorgefundene Situation frustrierend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand in Bildungskontexten der Kognition, im Sinne von Denken an sich, keine Bedeutung zuordnet. Kognition scheint als bedeutsam fest etabliert. Aber auf die Bedeutung von Emotionen kann anscheinend verzichtet werden oder sie können in einer nur sehr reduzierten Form Berücksichtigung finden.

Dabei gibt es genug Literatur und Untersuchungen, die eine weitreichende Bedeutung von Emotionen aufzeigen. Auch soziale Konflikte mit Peers oder Lehrern wirken über Emotionen auf die Bildungsmotivation ein. Konflikte mit Qualität oder Quantität schulischer Inhalte haben in ähnlicher Weise Einfluss (Fuß, 2006, S.84).

Es gibt so viele Materialien, die eine Bedeutung von Emotionen in Bildungskontexten belegen – und dennoch scheinen sie in der Beachtung immer wieder nur eine Randerscheinung zu bleiben. Manchmal wieder hervorgeholt, eine Weile betrachtet und dann wieder beiseite gelegt. Herz, Hirn und Hand gemeinsam, so oder mit anderen Begriffen bezeichnet, ist als Bild des Menschen in der Pädagogik dabei nicht neu. Es sind Vorstellungen, die keinem Anteil Priorität einräumen und als ganzheitlich bezeichnet wurden.

Ich werde zukünftig auf die Erscheinungsformen von Emotionen in Bildungskontexten ein besonderes Auge haben. Wo sie in Erscheinung treten, wo nicht und wie mit ihnen verfahren wird. Mehr kann ich nicht tun. Hinter der Einschätzung von Emotionen steht eine lange Geschichte im Entwicklungsprozess der menschlichen Kulturen und der Bildungsbereich ist als damit verwobener Teilbereich zu verstehen. In einer komplexen Gesellschaft findet sich sehr unterschiedliches Wissen, finden sich sehr unterschiedliche Haltungen, findet sich sehr unterschiedliches Handeln. Das gilt auch für Emotionen.

Keine befriedigende Lösung, ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht. Es ist aber durchaus ein Konzept für ein weiteres Vorgehen. Das muss für die Praxis und den weiteren Umgang mit Emotionen erst einmal reichen.

Referenz:

Fuß, S. (2006). Familie, Emotionen und Schulleistung. Eine Studie zum Einfluss des elterlichen Erziehungsverhaltens auf Emotionen und Schulleistungen von Schülerinnen und Schülern. Münster; New York; München; Berlin: Waxmann.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: