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Wiederholung beim Lernen

Wiederholungen sind für die Verfestigung von Lernen eine gute Sache. Es gibt dabei eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie man das praktisch umsetzen kann. Meine städtische Bücherei hat ein Buch über Rassismus neu angeschafft, das stand in der Zeit meiner intensiveren Auseinandersetzung mit Rassismus zwar auf meiner Bücherliste, ich habe es aber nie gelesen, weil ich es nirgends ausleihen konnte und es für einen Kauf nicht wichtig genug erschien. Ich dachte, für eine Wiederholung könnte es eine sinnvolle Lektüre sein, während ich mir gleichzeitig einen Eindruck von dem Buch selbst verschaffe.

Susan Arndt hat ihm den Titel Rassismus gegeben und den Untertitel Die 101 wichtigsten Fragen und es ist ganz anders als ich mir vorgestellt hatte. Es bewegt sich auf einem sehr qualifizierten Niveau, benutzt dabei eine Aufteilung in acht Rubriken unter denen jeweils spezielle Fragen mit einer festgelegt begrenzten Mengen von Text beantwortet werden, die aber insgesamt einen sehr umfassenden Überblick über das Thema geben. Das Buch eignet sich sowohl für einen schnellen Einstieg als auch für eine Wiederholung und Überprüfung wichtiger Gedankengänge zu Rassismus. Zusätzlich habe ich einiges für mich Neues erfahren. Es ist dabei nur ein dünnes Buch, aber mit kleinem Schriftsatz und auch dadurch sehr vollen 160 Seiten und gehaltvoller als manches wesentlich dickere Werk.

Ich lese es, während ich aber eigentlich mit dem Thema Emotionen beschäftigt bin, und führe daher zwei Notizlisten parallel, eine zu Gedankengängen, die für mich zu Rassismus neu und/oder bemerkenswert sind, eine zu dem was mir zu Emotionen dabei durch den Kopf geht. Vor allem beschäftigen mich Ähnlichkeiten in den Strukturen beim Umgang mit „Rassen“ und Emotionen. Herrschaft und Macht benutzen einfach alles um Hierarchien herzustellen. Äußere Merkmale von Menschen genauso wie die Art wie sie ihre Emotionen ausdrücken und mit ihnen umgehen. Wahrscheinlich sogar die Art der empfundenen Emotionen. Bourdieu und sein Habitus gehören thematisch ebenfalls in diesen Bereich. Emotionen und Emotionsausdruck werden durch die gesellschaftlichen Bedingungen geformt in denen sich ein Mensch befindet. Und ja, es gibt Hierarchien für Emotionen und Emotionsausdruck.

Wiederholen lässt sich mit dem Buch von Susan Arndt gut, parallel dazu ist es interessant zu beobachten, wie ich inzwischen zu den einzelnen Aspekten des Themas Rassismus  stehe, wie ich aus einer gewissen Distanz der Auseinandersetzung darauf blicke und wie ich die spezifische Haltung von Arndt dazu einschätze. Innerhalb eines Tages habe ich Kenntnisse aufgefrischt und erweitert.

Das Thema Emotionen bringt mich in der letzten Zeit immer wieder dazu solche Abstecher zu machen. Abstecher in Bereiche, die für mich entweder neu oder überschaubar sind. Beides erleichtert mir mein Stecken im Sumpf, aus dem ich mich bisher nicht befreit bekomme. Sogar Bereiche meiner Berufstätigkeit, die ich in den letzten Jahren vernachlässigen konnte, nutze ich dafür. Alles was leichter lösbar und überschaubarer ist. Das lässt mich zwar nicht vorankommen, ist aber so etwas wie eine Arbeits- oder Beschäftigungstherapie mit einer stabilisierenden Wirkung auf mein Wohlbefinden.

Ursprünglich wollte ich auch über das Wohlbefinden schreiben, bzw. über die Nichtausrichtung am Wohlbefinden von Menschen. Das Thema ist in der Zwischenzeit aber wieder im Sumpf versunken und ich kann es nicht mehr herausziehen. Es ist aber ein wichtiges Thema und ich bin mir sicher, früher oder später wird es wieder auftauchen und vielleicht werde ich es dann auch formuliert bekommen.

Referenz:

Arndt, S. (2015). Rassismus. Die101 wichtigsten Fragen. (2. durchges. Aufl.). München: Beck.

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