Bildungsmäuschen

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Die Bedeutung von Definitionen für Bildung und Emotionen

Es ist zu vermuten, dass es in Bildungskontexten einen engen Zusammenhang gibt zwischen Vorstellungen von dem was Bildung bedeutet und damit, wie Emotionen eingeordnet und wie mit ihnen verfahren wird. Dem steht noch die generelle Bedeutung gegenüber, die Emotionen in einer bestimmten Zeit, Kultur und Menschengruppe jeweils haben.

Es wären also zwei Einflussfaktoren gegeben. Einerseits Vorstellungen von Bildung, andererseits Vorstellungen von Emotionen. In beiden Fällen handelt es sich dabei nicht um Tatsachen, sondern um mentale Konstruktionen.

Bei der Untersuchung von Emotionen in Bildungskontexten müssten daher die im Hintergrund vorhandenen Vorstellungen von Emotionen ebenso wie die von Bildung mit in Betracht gezogen werden. Was untersucht wird und woraufhin steht in einem engen Zusammenhang mit den im Hintergrund wirksamen Prämissen.

Wird Bildung vor allem als Ausbildung begriffen, die ökonomisch sinnvoll sein und effektiv Kompetenzen entwickeln soll, die ein Individuum zu seiner Lebensbewältigung und permanente Adaption benötigt, oder kommt ein ganz anderer Bildungsbegriff zur Anwendung. Werden Emotionen primär als etwas verstanden von dem gelernt werden soll es situationsspezifisch zu beherrschen, oder werden Emotionen beispielsweise als Informationsquelle in ein Gesamtsystem integriert, das innere Erscheinungen in vielfältiger Form zur Annäherung an die existierende Wirklichkeit benutzt. Oder liegen Vermischungen und Kombinationen vor durch die Widersprüche erzeugt werden, deren Ursachen schwer erkennbar bleiben, solange sich der Blick nicht auf die vorhandenen Prämissen richtet.

Für die Untersuchung von Emotionen in Bildungsprozessen ergibt sich daher die Notwendigkeit erst einmal auf die Prämissen einzugehen und zu untersuchen, was im jeweiligen Fall unter Emotionen und was unter Bildung verstanden wird und was sich daraus für Konsequenzen für die Bedeutsamkeit oder Unbedeutsamkeit von Emotionen in den jeweiligen Bildungsprozessen ergeben. Da in beiden Fällen über das damit Bezeichnete keine Einigung besteht bzw. jeweils mehrere Möglichkeiten benutzt werden und Gültigkeit beanspruchen können, ist das unumgänglich um Verwirrungen zu vermeiden. Die jeweiligen im Hintergrund wirkenden Vorannahmen führen zu unterschiedlichen Ansprüchen und Anforderungen. Aus ihnen folgen jeweils andere Konsequenzen, Probleme oder auch Vorteile.

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