Bildungsmäuschen

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Fröhlich darüber traurig zu sein und andere Beobachtungen

Der folgende Eintrag stammt aus der letzten Woche und war fast fertig. Montagvormittag wollte ich ihn beenden, dann meldete sich überraschend meine Kollegin krank und alles verzögerte sich. Aufgefallen ist mir dadurch, dass ich mich wohl kaum auf das Studium und dadurch auch auf die ganzen MOOCs eingelassen hätte, wenn ich sehr viel mehr arbeiten würde. Dafür scheinen mir die Zeitfenster für effektive geistige Arbeit bei einer Arbeitszeit, die am Vormittag beginnt und am Nachmittag endet und darüber hinaus eine gewisse Zeit für Vor- und Nachbereitung erfordert, als zu klein. Gedanken habe ich mir auch darüber gemacht dass ich, wenn ich mit dem Wissen das ich mir inzwischen erworben habe genau so 20 Jahre zurückgehen könnte, schon damals ein Studium an der FernUni in Hagen anfangen würde, allerdings in einem anderen Bereich. Fantasien zur Bestimmung von Position und Bedeutung…

Emotionen sind ein hartes Knabbergebäck. Ich bin noch immer traurig über den von mir wahrgenommenen Zustand der Welt, gleichzeitig macht mich meine Befähigung dazu auf eine gewisse Weise fröhlich. Ich habe noch nie zuvor von einer solchen Mischung gehört und wenn ich genauer hinschaue, so baue ich damit mein Selbstwertgefühl auf, was mich dann gleich auch noch zu Fragen nach der moralischen Bewertung meiner inneren Vorgänge führt…

Manchmal habe ich große Zweifel daran, dass Emotionen in der Bildung überhaupt irgendeine Bedeutung zukommt und es erscheint mir als sei das Thema nur für mich wichtig. Es gibt Bereiche in denen werden sie in keinster Weise sichtbar. Dort wird über vieles gesprochen und geschrieben; welche Emotionen damit verbunden sind, ob überhaupt welche damit verbunden sind, wird aber nicht zu einem Thema. Immer wieder habe ich einen Bedarf daran mich zu vergewissern, dass ich nicht in meinem eigenen (weiblichen) Wahn gefangen bin, wenn ich Emotionen eine Bedeutung geben.

Momentan habe ich allerdings einen geeigneten Beobachtungsbereich gefunden: Regelgeleitete Brettspiele mit Grundschülern. Ich fungiere als Spielleiterin. In einem eng gesteckten Rahmen entfaltet sich eine ganze Fülle an Emotionen, die ich gut bei Entstehung und aufeinander Einwirken beobachten kann.

Das Mitspielen ist freiwillig. Zuerst einmal spielen Emotionen eine Rolle bei dem Wunsch überhaupt teilnehmen zu wollen. Dann kommt es zu Konflikten, in denen sich Emotionen ausdrücken. Wer darf mitspielen und wer nicht. Emotionen sind Erregungszustände und die werden heftig nach außen getragen. Der Ausdruck der Emotionen der anderen Kinder muss ertragen werden, Verhandlungsprozesse müssen durchgeführt werden. Als Autoritätsperson kann ich eingreifen, zu Mäßigung ermahnen und durch Vorschläge und Anweisungen beeinflussen. Nicht alle Kinder geben nach, mit einigen muss auch ich erst in Verhandlungen treten.

Kinder steigen zwischendurch aus dem Spiel aus, weil sie verlieren oder Angst haben zu verlieren. Kinder steigen aus, weil ihnen das Spiel langweilig wird. Haltung, Mimik, Art und Heftigkeit der Sprache geben dabei Hinweise auf die inneren Vorgänge. Bei Unklarheit gibt es die Möglichkeit danach zu fragen, was in dem Kind vor sich geht. Es kommt zu Streit. Aggression zeigt sich, Frustration; wie bei vielen Brettspielen führen die Regeln zu einer Kombination aus Strategie und Glück. Die Kontrolle ist dadurch zwar eingeschränkt, bei schlechter Strategie bestehen aber trotzdem Gewinnchancen. Das Spiel enthält eine gewisse Unvorhersehbarkeit, die einen Teil seines Reizes ausmacht. Durch unterschiedlich umfangreiche Erfahrungen mit dem Spiel, unterschiedlichen Entwicklungsstand und Unterschiede in den Befähigungen der Kinder sind die Chancen zusätzlich ungleich verteilt. Die Gewinnenden freuen sich, die Verlierenden müssen die damit verbundenen unangenehmen Emotionen bewältigen.

Die Emotionen, die ein Kind in sich wahrnimmt, führen es in einen Streik. Es blockiert das Spiel. Verhandlungsprozesse beginnen. Es soll sofort etwas geschehen, die anderen Kinder wollen, dass das Kind ausgeschlossen wird; Emotionen sind drängend, wollen eine sofortige Handlung. Die Spielleiterin fordert Abwarten. Die anderen Kinder warten, das blockierende Kind beruhigt sich, Reden ist wieder möglich, ein Kompromiss wird gefunden, das Spiel geht weiter.

Ein anderes Kind drückt Verzweiflung aus. Wirft sich auf den Tisch, stöhnt, äußert aufgeben zu wollen, kann nicht überblicken, dass sein momentaner Verlust noch nichts über seine weiteren Spielchancen aussagt. Die anderen Kinder versuchen auf seinen Zustand einzuwirken, mit Ermunterungen und Hinweisen auf die Möglichkeiten des Spiels, in einem Fall aber auch mit Häme. Es wird sichtbar, dass in dem betroffenen Kind viele Prozesse des Beobachtens und Überlegens ablaufen, die es dazu bewegen doch noch eine Weile weiterzuspielen. Ein Kind mogelt ein bisschen, um diesem Kind einen Vorteil zu verschaffen. Ein anderes Kind wehrt das heftig ab, mit entrüstetem Gesichtsausdruck und erhobener Stimme. Das Kind das gemogelt hat starrt kurze Zeit vor sich hin, grinst dann verlegen und nimmt die Mogelei zurück. Das entrüstete Kind beruhigt sich und spielt weiter. Das Kind mit dem Verlust wiederum beginnt erneut zu stöhnen. Aus Beobachten ergibt sich eine Vermutung über die inneren Vorgänge der Beteiligten und die Auswirkungen untereinander.

Emotionales und soziales Lernen kommen im Kontext von Lernprogrammen häufig in einem Paket daher, da Emotionen verstärkt im sozialen Kontakt auftreten. Emotionen sind außerdem eng mit Fragen von Moral und Ethik verbunden. Also mit Fragen danach war richtig und was falsch ist. Und dabei auch danach woraus man einen Gewinn und woraus man eine Beschämung für das eigene Selbstwertgefühl ableiten kann. Etwas das auch bei meiner zu Anfang beschriebenen Beobachtung an mir selbst sichtbar geworden ist.

Während des Brettspiels tauchte dieser Bereich ebenfalls auf. Unter anderem in der Frage danach, ob die Spielregeln fies sind oder nicht und wie man damit umgeht, wenn die Spielregeln unangenehme Emotionen zulassen. Übrigens sehr interessante Überlegungen im Kontext von digitalen, auf das Wohlergehen des Spielers ausgerichteten Spielen. Mein momentanes Smartphonespiel ist beispielsweise so eingerichtet, dass ich an schwierigen Stellen Booster zukaufen kann. Dafür wird gelegentlich auch ein deutlicher Hinweis eingeblendet. Mit dem Einsatz finanzieller Ressourcen könnte ich mir einen Vorteil und die mögliche Überwindung von Frustration einkaufen. Ich habe mir allerdings das klare Ziel gesetzt das Spiel ohne eine solche Erleichterung durchzuspielen und versuche meine Emotionen dahingehend zu beeinflussen. Ich bin durchaus stolz wie weit ich gekommen bin ohne zusätzliches Geld zu investieren. Nur ein kleines Smartphonespiel und doch so viele Emotionen…

Aber weiter mit den Kindern. Im Brettspielzusammenhang ist das Auftreten vielfältiger Emotionen sehr dicht und es sind verschlungene Wege des aufeinander Wirkens in einem überschaubaren Rahmen stellvertretend zu beobachten. Mir belegt es jetzt sehr deutlich, dass Emotionen von Bedeutung sind, denn ich kann die Art dieser Vorgänge auf andere, weniger dicht strukturierte Vorgänge übertragen und ich kann sie auch bei den in der Regel wesentlich stärker kontrollierten Erwachsenen wiederfinden.

Nach den Untersuchungen von Norbert Elias lässt sich in den europäischen Kulturen im Verlauf ihrer Entwicklung eine zunehmende Affektkontrolle beobachten. Diese Kontrolle wird im Verlauf von Sozialisation, Erziehung und Bildung erlernt. Das passiert in der Regel nicht in der Form dass man sagt, gut, wir schulen das jetzt mal wie das Kind oder der Jugendliche oder der Erwachsene mit seinen Emotionen umgehen soll. Gibt es auch, vor allem im therapeutischen Bereich, aber das meiste geschieht nebenher und wird nicht mit dem Bewusstsein dahinter betrieben, dass da Emotionen auftreten, die für das Individuum im Moment seines Auftretens eine angemessene Reaktion darstellen von denen man aber wünscht, dass sie in einer verträglichen Form für Individuum, andere Lebewesen, aber auch Gegenstände, Materialien usw. ausgedrückt werden. Die Reflexion über Vorgänge ist es, die zu einer Bewusstheit führt.

Affektkontrolle und ähnliches sind auch noch nicht alles. Die Spielgestaltung fördert bestimmte Emotionen, andere nicht. Die Zusammensetzung der Kindergruppe hat einen Einfluss auf die auftretenden Emotionen. „Wenn der mitspielt, spiele ich nicht mit.“ „Die soll nicht so blöd gucken.“ „Neben der will ich nicht sitzen, die soll weggehen.“ Nebenher auftretende Problematiken beeinflussen den Fortgang des Spielverlaufs auf dem Weg über die Stärke der Aufmerksamkeitslenkung,  die durch Emotionen geschieht.

Ich arbeite mit Kindergruppen, die nicht auf einer rein freiwilligen Basis an einem bestimmten Ort zusammen sind, aber in diesem Rahmen eine gewisse Wahlfreiheit haben. Solche Faktoren spielen eine wichtige Rolle beim Auftreten von Emotionen.

Gehe ich von der speziellen, eingegrenzten Situation weg, so wird es allerdings schwieriger alle Einflussfaktoren zu bestimmen. Kindergruppen an sich sind außerdem recht einfach zu erfassen, da Kinder dort sehr unmittelbar ihre Emotionen sichtbar werden lassen und ausleben.

Emotionen spielen allerdings auch in Volkshochschulgruppen, Fortbildungen, Arbeitsgruppen und bei Onlinelernen eine Rolle. Fördernd, störend, inspirierend und blockierend. Meine härtesten Nüsse des Verstehens von Konflikten und deren Auswirkungen haben mit Emotionen zu tun. Sich auflösende Gruppen, Fehden austragende Menschen, Mitarbeitsverweigerer, beschuldigende Teilnehmer, beschämende Durchführende, Vermeidungsverhalten. Und ein Mangel an Sprache und Wissen, um die tatsächlichen Problematiken zu erkennen, zu benennen und an ihnen zu arbeiten. Dem gegenüber stehen allerdings all die motivierenden, inspirierenden, voran bringenden Gruppen.

Fortsetzung der Auseinandersetzung weiterhin notwendig…

Fortbildung für Betreuungskräfte an Grundschulen

Am Morgen nach einer Fortbildung über den Umgang mit Sexualität in der Grundschule für Betreuungskräfte kann ich für mich selbst eine Gesamtbewertung abgeben, die unterm Strich nicht allzu gut ausfällt.

Bereits am Ende der Veranstaltung dachte ich, was das war’s schon? An- und Abreise dauern in meinem Fall jeweils etwa 40 Minuten mit dem Auto und unterwegs bin ich an einem Ortsausgang dann auch noch von einer festen Station geblitzt worden, da dort in der Zwischenzeit die zulässige Geschwindigkeit reduziert wurde, ich durch eine Selbstgespräch über die Auswirkungen der Aufklärung abgelenkt war und alten Gewohnheiten entsprechend fuhr. Die Veranstaltung selbst dauerte einschließlich einer kurzen Pause etwa 3 1/2 Stunden. Für mich stellt sich dabei durchaus auch die Frage nach der Relation von Aufwand und Nutzen und dem Mehrwert, vor allem nach meinen Erfahrungen was es bedeutet hochwertige Lernmaterialien und Dozenten online ohne größeren Aufwand zeitunabhängig zur Verfügung zu haben.

Der Dozent des diakonischen Werkes, der sich bereit erklärt hatte die Veranstaltung für den staatlichen Arbeitgeber kostenfrei zu gestalten, erzählte zu Beginn, er wäre am liebsten wieder gegangen, da er ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, dass er eine Höchstzahl von 16 Personen wünsche und auch noch einen weiteren Termin hätte vereinbaren können. Er hielt bei diesem Thema betreute Kleingruppenarbeit für sinnvoll. Gekommen waren 28, auf der Liste standen 30. Drei Einträge wurden zu Beginn der Veranstaltung zugefügt.

Er baute daher die Veranstaltung um während sie lief. Aus einer auf Frontalunterricht ausgerichteten Sitzordnung wurde ein Stuhlkreis zusammengestellt, in dem sich allerdings alle nur mehr oder weniger gut sehen konnten, da der zur Verfügung stehende Platz sehr beschränkt war. Die Veranstaltung selbst bestand aus einem verbal frei gestalteten und einem vorgelesenen Teil, in den statt dreimaliges nur einmaliges Arbeiten in Kleingruppen nach vorgegebener Aufgabenstellung eingestreut war. Zusätzlich wurde die Großgruppe an verschiedenen Stellen des verlesenen Textes immer wieder dazu gefragt. Anmerkungen konnten gemacht und ergänzende Fragen gestellt werden. Statt Kleingruppenarbeit ging der Dozent nach einem ersten Versuch zu dieser Einbeziehung der Teilnehmerinnen über. Der vorgelesene Text selbst sowie Informationsbroschüren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des diakonischen Werkes standen in der Menge der erwarteten Teilnehmer +2 zum Schluss zur Mitnahme zur Verfügung, waren also nicht ausreichend für alle.

Ich kann nicht beurteilen als wie ergiebig und sinnvoll sich das ursprüngliche Konzept erwiesen hätte, bei der Umgestaltung ist mir aufgefallen, dass sich außer bei der Kleingruppenarbeit geschätzt weniger als die Hälfte der anwesenden Frauen verbal beteiligten. Die Verteilung der Menge der Beiträge konzentrierte sich dabei auf wenige Personen. Der Umgang derjenigen miteinander erschien mir locker und entspannt. Nicht teilnehmende wirkten auf mich zum Teil sehr verschlossen.

Ich hatte den Wunsch gehegt mehr von den Problemen der anderen in  Bezug auf den Umgang mit Sexualität zu erfahren und auf Themen zu stoßen, die sich im Alltag meiner Achtsamkeit entziehen. In Bezug auf im Alltag versteckte Vorgänge wurde ich enttäuscht, es trat allerdings ein Aspekt eines Thema stark hervor, das im Zusammenhang mit Differenz generell von Bedeutung ist, der Umgang mit unterschiedlichen Vorstellungen von Normalität. Dazu gehört auch die Auswirkung unterschiedlicher Macht- und Abhängigkeitspositionen. Schlussfolgerung aus der Veranstaltung war für mich, dass es ist in Grundschulbetreuungen sinnvoll ist Regeln für Erlaubtes und Verbotenes in Bezug auf den Umgang mit Sexualität zu finden und auf deren Einhaltung zu bestehen, die für möglichst wenige Personen zu Problemen führen. Allerdings stellt sich dabei für mich die Frage auf welchem Weg sich das herausfinden lässt und ob dann nicht letztlich Regeln auf Grund reiner Mutmaßungen aufgestellt werden. Eine Frage mit der ich erst einmal allein zurückbleibe.

Zu kurz kam bei der Veranstaltung außerdem der zwanglose Austausch untereinander zu Arbeitserfahrungen über das Thema der Fortbildung hinaus. Die kurze Pause zwischendurch betrug gerade einmal 10 Minuten und ließ wenig Raum für Gespräche miteinander. Es waren auch nur wenige Frauen früher da oder blieben länger. In der Vergangenheit war bei solchen Veranstaltungen von den organisierenden Frauen in der Regel Raum für solchen Austausch berücksichtigt worden, beispielsweise während eines gemeinsamen Frühstücks oder vor der eigentlichen Veranstaltung. Da viele Betreuungsfrauen sehr vereinzelt arbeiten, handelt es sich dabei um eine sehr wertvolle Ressource.

Unterm Strich bin ich mit der Fortbildung unzufrieden. Die Veranstaltung war vom Dozenten für bestimmte Bedingungen konzipiert, die dann aber nicht bestanden. Ohne vorherige Information waren mehr Personen zugelassen worden. Damit wurde in meinen Augen ignoriert, dass Fortbildungen zuvor didaktisch sinnvoll konzipiert werden, um den Lernerfolg zu fördern, den Aufwand zu rechtfertigen und Dozenten und Teilnehmer zufrieden zu stellen. So etwas wird nicht mal eben so aus dem Ärmel geschüttelt oder kann im laufenden Prozess ohne Probleme sinnvoll abgeändert werden.

Es ist gut wenn es für isoliert arbeitende und häufig in Schulen schlecht eingebundene Betreuerinnen, die zu einem beträchtlichen Teil nicht über eine spezifische pädagogische Ausbildung verfügen, überhaupt Weiterbildungen gibt, diese sollten aber auch in einem Rahmen stattfinden, der eine hohe Qualität gewährleisten kann.

Immer wieder habe ich es erlebt, dass Dozenten bei der Konfrontation mit der Arbeitswelt von Betreuerinnen erstaunt waren in Bezug auf die Komplexität der Anforderungen bei einer durchaus geringen Beachtung und Unterstützung, die dieser Bereich häufig erfährt. Auch deshalb sollten in meinen Augen die wenigen angebotenen spezifischen Fortbildung hervorragend sein. Diese können den Selbstwert erhöhen, neue Kenntnisse und Einsichten vermitteln und durch den Austausch mit anderen helfen die eigene Situation besser zu verstehen und  zu bewältigen. Eine Verbesserung der Arbeit und Arbeitsmotivation kann dadurch erreicht werden

In der Vergangenheit hatte ich einmal Überlegungen zu einem Ort im Netz, an dem Materialien und Nützliches speziell für Grundschulbetreuerinnen unserer Region hinterlegt werden könnten und ein Austausch möglich wäre. Inzwischen hat sich für mich vieles verändert. Einerseits die Betreuungsarbeit an Bedeutung verloren, andererseits haben die Möglichkeiten im Netz generell zugenommen. Es gibt beispielsweise aktuell spezifische Facebookgruppen für den pädagogischen Bereich, in denen unterstützende Diskussionen gestartet werden können, es gibt sehr viele, auch fremdsprachige Angebote gerade für Spielideen, Bastelarbeiten oder andere Hilfsmaterialien. Für die Klärung struktureller Problematiken oder generelle Weiterbildung existieren inzwischen Studienmöglichkeiten über das Netz.

Fortbildungen vor Ort erübrigen sich dadurch allerdings noch lange nicht. Für sie gilt allerdings was generell für Präsenzangebote in Zeiten des Internets gilt, sie sollten das ermöglichen wofür die unmittelbare Präsenz sinnvoll ist, den direkten Kontakt und unmittelbaren Austausch von Personen, die sich dabei in ihrer Gesamtheit wahrnehmen können, so dass es zum gemeinsamen Entdecken von Fragestellungen und deren Klärung kommen kann. Das schien der Dozent beabsichtigt zu haben, konnte es aber bei den veränderten Bedingungen weniger gut umsetzen.

Sehr schade!

Ein nostalgischer Adventskalender

Zu Beginn des Monat hatte ich den folgenden Blogeintrag geschrieben, aber noch nicht veröffentlicht, da ich noch nicht wusste, wie sich die Geschichte weiter entwickeln wird:

Früher gab es in unserer Schulbetreuung im Dezember einen Adventskalender. Dann wurden es immer mehr Kinder, die zur Gruppe gehören, es gab immer mehr Fluktuation und dieses Jahr hatte dann niemand mehr einen Adventskalender geplant. Etwas zu verteilen hat nicht mehr gut funktioniert.

Ich selbst habe zwei Kalender. Einen mit Schokolade und einen nostalgischen. Der ist wie früher in meiner Kindheit. Als Motiv einen weihnachtlich geschmückten Spielzeugladen und hinter den Türchen kleine Bilder. Die Idee, den dieses Jahr zu benutzen, hatte ich in einem Kiosk, in dem die Verkäuferin für den Laden gerade einen Werbeadventskalender auspackte. Ich hatte vor einigen Jahren in einem Mülleimer mehrere dieser nostalgischen Adventskalender gefunden, original verpackt, keine Ahnung wie sie dort gelandete waren.

Jetzt hängt einer dieser Kalender in der Betreuung am Fenster und ich bin sehr überrascht über die Wirkung. Es war eine spontane Idee und ich hatte mir gar nichts weiter dabei gedacht, außer dass es dabei ja keinen Ärger darüber geben kann, wenn ein Kind etwas bekommt und die anderen nicht.

Ich hätte nie gedacht, dass heutigen Kindern eine so altertümliche Form Freude machen könnte. Aber es ist so. Und der Umgang damit ist zudem sehr friedlich. Irgendein Kind oder mehrere Kinder suchen das tägliche Türchen, es wird geöffnet und gestern hörte ich ein Kind (1.Klasse) sagen. „Oh ist das ein schöner Stern!“ Irgendwann im Lauf des Tages saß ein anderes Kind eine ganze Weile davor und schaute sich den Kalender genauer an. Hinter dem Kalender kann man durch das Fenster den kleinen Schulgarten sehen.

Ein Junge kam sogar auf die Idee selber einen solchen Kalender machen zu wollen. Mit meiner Beratung und Unterstützung konnte er das Projekt am gleichen Tag abschließen. Hat zwar nicht alles optimal funktioniert, die Idee wurde aber auch von anderen Kindern überlegt.

Inzwischen ist die Warte-Zeit bis Weihnachten fast um und ich bin mit der Lösung immer noch sehr zufrieden. Es gab wegen dem Kalender keinen Ärger, keinen Stress und er ist eine sinnvolle Bereicherung. Er hat seine Count-down-Funktion bisher gut, unkompliziert und ohne großen Aufwand erfüllt.

Zwischendurch war ich mit einem Kind konfrontiert, das einige Tage hintereinander mit den Spielzeugen aus seinem häuslichen Kalender in der Betreuung erschien. Es handelte sich dabei vor allem um Plastikgegenstände, die zusammen ein Thema ergaben. Ich stellte mir vor, wie der Stapel von Tag zu Tag wächst, wie sich Kisten im Verlauf der Jahre füllen und wusste: nein, so etwas will ich nicht mehr. Genauso wenig wie eine Fixierung auf Süßes und Schokolade.

Ich habe momentan ein großes Problem mit einer gesellschaftlichen Ausrichtung an Überfülle und permanentem Wachstum bei gleichzeitigem weltweitem Verbrauch von nicht erneuerbaren Rohstoffen, Artensterben und dem Verschwinden von mehr und mehr traditionellen Lebens- und Wirtschaftsformen bei einer zunehmenden weltweiten Ausrichtung auf den übermäßig verschwenderischen Lebensstil der führenden Wirtschaftsnationen. Eine kürzlich gefundene Sendung von arte auf YouTube trifft diese Problematik sehr gut.

Es ist Adventszeit und ich komme nicht umhin mich zu fragen was für mich in dem ganzen Rummel in Hinblick auf Weihnachten einen Sinn ergibt. Adventskerzen sind wunderbar. Jede Woche wird es ein wenig heller. Ein Count-down ist auch gut. Wunderbar zu sehen wie die Tage vergehen und die Zeit bis zum Ereignis abnimmt. Aber ein Geschenk muss nicht dabei sein. Jahresabschlussfeiern sind ebenfalls gut, genauso wie kleine Geschenke als Dank für das vergangene Jahr. Und dann kommt – was?

Was ist das Besondere an Weihnachten in einer Gesellschaft des Überflusses? Noch mehr materielle Dinge? Oder eher etwas anderes? Meine momentane Antwort ist Zeit zum Nachdenken und Kommunizieren in einer angenehmen, entspannten Umgebung. In gewisser Weise wird das von den Begriffe Liebe und Frieden getroffen. Im ersten Weltkrieg gab es Soldaten, die Weihnachten Waffenruhe hielten und sich gegenseitig besuchten. In unseren Breiten ist es außerdem Weihnachten kalt und dunkel. Wärme ist da gut und Licht und ein sicherer Ort. Etwas Besonderes zum Essen benötige ich allerdings nicht, so gut genährt wie ich jeden Tag werde.

Eben gerade habe ich einen riesigen Packen Werbung für Weihnachtseinkäufe aus dem Briefkasten gefischt. Das erste Mal brennen vier Kerzen am Adventskranz und vor meinem Fenster färbt der Sonnenaufgang erst den Horizont und dann einen Teil des Himmels immer intensiver gelb-orange-rot. Eine Krähe sitzt auf einer Lärchenspitze und wendet den Kopf hin und her. Es ist Sonntag und noch sehr still.

Ich muss mich damit auseinandersetzen wie ich Weihnachten haben möchte, darum komme ich nicht herum.

Zwischen den Feldsträucher hängt noch morgendlicher Dunst und verzaubert die Hügel. In den Appalachen wurden bisher mehr als 500 Berggipfel für den Bergbau abgetragen. Das ist nicht fern, das ist ganz dicht, direkt vor meiner Haustüre, denn es ist die gleiche Erde.

Ich muss mich damit auseinandersetzen wie ich Weihnachten haben will. Containerladungen voller Güter werden über tausende von Kilometern heran geschifft, um sie denen zu verkaufen, die sie sich leisten können. Angebote über Angebote drängen sich über vielfältige Kanäle den potentiellen Kunden auf, um zum Jahresende die Umsätze noch einmal zu erhöhen.

Ich denke, mir ist sehr nach Konsumverzicht.

Vorstellungshilfen

Zum momentanen Zeitpunkt kann ich verschiedene Erscheinungen an mir beobachten.

Einerseits visualisiere ich die Umbauprozesse, die in Bezug auf meine Vorstellungen zu Emotionen geschehen, in der Form eines dieser beweglichen dreidimensionalen Labyrinthe ähnlich dem Treppenhaus von Hogwarts in den Harry Potter Filmen. An verschiedenen Stellen wird der Bestand verschoben und in eine neue Form gebracht. Momentan ist eine andauernde Bewegung im Gange, bei der ich letztlich nur zuschauen kann. Immer wieder treten dabei einzelne Aspekte in den Fokus, die ich dabei genauer betrachte und untersuche.

Weiterhin stelle ich große Unterschiede im Vergleich zur Vergangenheit bei dem Input im Netz fest, der mein Interesse zu wecken in der Lage ist. Sehr viel, das über Moodle oder soziale Netzwerke verbreitet und diskutiert wird und zuvor durchaus interessant für mich war, wird von mir nur noch überflogen und als uninteressant oder sogar langweilig eingestuft. Ich finde dort wenig Hilfe oder Anregungen für meine momentanen Fragen. Ich kann zwar gelegentlich Spuren entdecken oder von mir aus Verbindungen herstellen, doch insgesamt scheinen Emotionen gerade im Bildungsbereich weniger für Analysen und die Herstellung von Zusammenhängen benutzt zu werden. Sie werden zwar regelmäßig ausgedrückt oder erwähnt, meistens war es das dann aber schon.

Im Alltag selbst bin ich dagegen fortwährend mit Emotionen konfrontiert, die sich dort auch gut beobachten lassen. Ich kann versuchen ihre Formen und ihren Einfluss zu bestimmen und durch Erkenntnis Handeln zu ändern. Hier finde ich nicht nur neue Erklärungen für Ursachen und Zusammenhänge, sondern ich habe dadurch auch zum Teil sehr erstaunliche Möglichkeiten in Situationen ganz neu zu reagieren. Das nehme ich momentan als den primären Gewinn meiner Auseinandersetzungen wahr.

Durch den Post eines Kommilitonen habe ich mir nun endlich auch einmal ein längeres Video von einem Gespräch mit Hüther vorgenommen und etwas genauer untersucht, der bekannt dafür ist sich mit Gefühlen zu beschäftigen. Ich habe das bisher vermieden, da ich mit seinen Aussagen für meine Überlegungen wenig scheine anfangen zu könne.

Aber warum ist das eigentlich so? Hüther versucht zu inspirieren und verweist dabei auch auf Emotionen, er analysiert sie aber nicht in dem was sie in ihrem Prozessverlauf sind. Es bleibt ein diffuser Eindruck, dass da etwas von Bedeutung ist, er vermittelt mir aber keine praktikable Beobachtungsebene. Die Palette dessen was er thematisiert, geht auch weiter über Emotionen hinaus als ich in Erinnerung hatte, bleibt für mich aber auch dort diffus. Irgendwie ist für ihn das Grundgefühl an einer Schule bedeutsamer als alles andere, er bezieht sich dabei auf die Atmosphäre und die Lern- und Beziehungskultur, doch wie dieses Grundgefühl in der Praxis gefördert werden könnte, bleibt für mich schleierhaft.

Die Inspiration, die er für viele liefert, hat auch bei mir früher geklappt, jetzt verwirrt er mich eher. Nein, das hilft mir beim Verständnis der Bedeutung und des Einflusses von Emotionen nicht weiter und bestätigt meinen Eindruck, mich mit Hüther nicht weiter beschäftigen zu müssen.

Inzwischen konnte ich mich von anderen Quellen ausgehend davon überzeugen, dass eine ausdrückliche Beachtung dessen, was auf der Ebene der Emotionen geschieht, in sehr vielen Kontexten, also auch im Bildungsbereich, sehr, sehr nützlich ist, wenn eine gewisse Systematik und eine Vorstellung von konkreten Abläufen im Hintergrund vorhanden ist. Ich hatte das auf Grund meiner Textstudien vermutet, aber mit so starken Auswirkungen, wie ich jetzt beobachten kann, nicht gerechnet. Das mag an meinem besonderen Fall liegen, ich vermute aber, dass die Nutzungsmöglichkeiten nicht allein auf mich beschränkt sind.

Emotionen ausdrücklich einzubeziehen, legt auch die Verwendung eines entsprechenden Menschenbildes nahe. Ich selbst benutze inzwischen eine Visualisierung des Menschen bei der letztlich das Nervensystem die Grundlage bildet. Es gibt dazu sehr eindrucksvolle Bilder, bei denen im Gehirn eine Verdichtung besteht, aber deutlich wird, dass der Kopf nicht vom restlichen Körper getrennt und der ganze Körper von einem Geflecht durchzogen ist, das alles miteinander in Verbindung setzt.

Genauso wie die Vorstellung des Labyrinths ist das nur ein unzureichendes Hilfsmittel, aber für mich schon wesentlich stimmiger als Unterteilungen im Sinne von Kopf und Herz, Emotionen und Verstand, Denken und Fühlen. Eine andere Visualisierung hilft mir jeden Menschen, der mir begegnet, anders als zuvor wahrzunehmen. Und zwar als eine Einheit, in der alle Erscheinungen, die an und in einem Menschen auftreten, miteinander verbunden sind. Durch diese Wahrnehmungsänderung ist es nicht mehr möglich in einer Trennung zu denken.

Ich gehe davon aus, dass in anderen Menschen, so wie bei mir introspektiv wahrnehmbar, Vorgänge, die im Gehirn lokalisiert scheinen, gemeinsam mit Vorgängen im weiteren Körper auftreten. Verbunden und nicht voneinander getrennt. In einem Zusammenspiel, das sich im Verlauf der Evolution als sinnvoll bewährt hat. Von diesem Zusammenhang gehen auf der einen Seite Appraisal Theorien, auf der anderen Seite Evolutionstheorien aus.

Für Emotionen gibt es Gründe und sie haben Ursachen. Diese sind vielfältig und zum jeweiligen Zeitpunkt des Auftretens bedeutsam. Sie stehen dabei genauso im Zusammenhang mit Körpervorgängen, die für den Erhalt des Individuums von Bedeutung sind, als auch mit den scheinbar rein immateriellen Vorgängen, wie sprachliches Denken, bildliche Vorstellung oder weiteren, häufig mit Kognition bezeichneten Vorgängen. Gleichzeitig sind sie kurzlebig, wechselhaft und flüchtig. Bei Erinnerungsleistungen und Lernprozessen werden sie in Verbindung mit den anderen Komponenten gespeichert und später gemeinsam mit ihnen abgerufen. Diesen Vorgang finde ich durch den Begriff des emotionalen Taggings sehr anschaulich dargestellt.

In gewisser Weise puzzele ich mir momentan ein Vorstellungsgebilde zusammen, das in der Lage ist Emotionen besser einzubinden als zuvor. Mir ist dabei klar, dass es sich nur um Vorstellungen, also ein Bild der Wirklichkeit und nicht die Wirklichkeit selbst handelt, deren Erfassung für uns sowieso nur begrenzt möglich ist. Da ich damit aber Vorgänge in und zwischen Menschen in verschiedensten Situationen besser als zuvor erklären kann und dabei auch auf neuere Emotionstheorien und Untersuchungen zu Emotionen zurückgreife, habe ich dabei durchaus den Eindruck im Rahmen meiner Möglichkeiten sinnvoll zu handeln.

Und außerdem: Ich war sowieso nur zu der Schlussfolgerung gekommen, dass es sinnvoll ist den Bereich der Emotionen genauer mit in den Blick zu nehmen, wenn Bildungskontexte betrachtet werden. Zu welchen Vorstellungen und Ergebnissen das wiederum führt und wie diese dann mit dem Wissen anderer verbunden werden können, ist letztlich wieder eine neue Entdeckungsreise, die neue Theoriezusammenhänge und Begriffsdefinitionen erfordert.

Emotionen und Schulbetreuung – und vorher ein kurzer Exkurs in die japanische Sprache

Eigentlich wollte ich endlich einmal etwas über Schulbetreuungen schreiben, doch das neue Windowsupdate hat mich ausgebremst. Nach einer Stunde Warten auf den Abschluss der Installation, genutzt für ein wenig Japanischlernen, habe ich das Ganze abgebrochen und den Rechner ausgeschaltet und bin nach einigem Hin und Her endlich ins Netz gekommen. Auf Twitter werde ich unter Windowsupdate dann mit japanischen Meldungen überschüttet und zum ersten Mal wird mir bewusst, dass Japaner auf Twitter sehr viel mehr als wir schreiben können. Unsere Wörter werden mit einzelnen Buchstaben geschrieben, japanische Wörter aber durch Silben, gemischt mit Zeichen, die Silben noch einmal zusammenfassen können.

Da wir im Japanischunterricht seit gestern Texte ohne Furigana bearbeiten, habe ich inzwischen doch noch die Hoffnung zukünftig normale japanische Texte lesen zu können (z.B. auf Twitter 🙂 ) und nicht nur diejenigen auf Kinderniveau. Vom momentanen Text im Unterricht bin ich dabei sehr angetan, da er in einer sehr poetischen Sprache in einem sehr ästhetischen Design geschrieben ist und wunderbare Vorstellungsbilder erzeugt. Das motiviert. Es ist für mich auch unglaublich faszinierend so etwas unmittelbar in einer Sprache verstehen zu können, die so sehr viel anders als meine Muttersprache ist. Auch das motiviert.

Dieser Exkurs hat mich jetzt noch weiter weg von der Schulbetreuung geführt als ich bereits war, dabei befinde ich mich allerdings immer noch ganz dicht am Thema Emotionen. Das sitzt inzwischen so fest, dass ich manche Texte nur mit Blick darauf lese und mir in anderen ganz besonders das ins Auge sticht, das mit Emotionen zu tun hat. Es ist ein sehr interessanter Zustand, der die Welt aus einer sehr speziellen Perspektive erfahrbar macht und mich in einer vereinnahmenden Weise fokussiert.

Ein Artikel, den in der Zwischenzeit über Facebook gelesen habe, bringt mich zwischendurch dazu, dass ich bei seinen letzten Zeilen zuerst einmal denke, ja, das was da gesucht wird ist durchaus Emotionskompetenz. Kenntlich durch die Frage, wie geht man im Beruf des Lehrers nicht kaputt?

Und das führt mich dann doch wieder zurück zur Schulbetreuung.

Bei der letzten Fortbildung waren wir weit über 40 Frauen aus dem Landkreis (kein einziger Mann!) und sollten etwas über schwierige Elterngespräche erfahren. Die Anbieterin hatte uns Wünsche aufschreiben lassen, und was auffällig gehäuft auftrat, war der Wunsch nach Gelassenheit.

Dass das Thema Emotionen für mich so bedeutungsvoll ist, hat ja nun seine Gründe. Und dass ich es nicht nur einfach so generell betrachte, sondern sehr konkret, bezogen auf die Emotionen in Bildungsprozessen und Bildungsinstitutionen, hat zwar nicht nur, aber sehr viel mit der Grundschulbetreuung zu tun.

Gelassenheit, wenn Eltern sich beschweren, dass ihre Kinder nicht von ausgebildeten Erziehern betreut werden, wofür die Betreuenden selbst letztlich nicht verantwortlich gemacht werden können, Gelassenheit wenn sich innerhalb einer Stunde die Gruppenzusammensetzung dreimal ändert. Gelassenheit wenn zeitweise weit über 30 Kinder von einer einzigen Person betreut werden müssen, Gelassenheit, wenn es dann auch noch regnet und alle zusammengepfercht in einem kleinen Raum bleiben müssen, da es zwar für Nutztiere eine Angabe der Mindestraumgröße für die artgerechte Haltung gibt, aber nicht für Kinder.

Gelassenheit wenn es plötzlich rundgeht und die Aggressionen steigen, Gelassenheit wenn ein Kind seinen dollen Tag hat und andere ansteckt, Gelassenheit bei schrillen Kinderstimmen und einem extremen Geräuschpegel, Gelassenheit beim Hilf-mir-mal von vier verschiedenen Seiten gleichzeitig, bei den Forderungen jetzt sofort und auf der Stelle das bekommen zu können was man möchte – wofür alle anderen selbstverständlich warten sollen. Gelassenheit bei gegenseitigen Anschuldigungen der Kinder darüber wer angefangen hat und wer Schläge und Bestrafung verdient hätte. Gelassenheit wenn ein Spiel fortwährend unterbrochen werden muss und am Ende kaum gespielt wurde, weil Kinder abgeholt werden oder anderen Verpflichtungen nachgehen müssen. Gelassenheit bei Organisationsmängeln, Informationsdefiziten und dem Durchsetzen schwer nachvollziehbarer Schulregeln, Gelassenheit bei Vorwürfen und Anklagen von Seiten der Kinder, beim Rumnörgeln wegen Langeweile, und Gelassenheit wenn mal wieder deutlich zu spüren ist wie gering die Arbeit der Betreuungsfrauen in der Institution bewertet wird.

Ich habe mich einmal blauäugig an einem MOOC zur Schultransformation beteiligt, in dem mir nach einer Weile klar wurde, dass er eigentlich von Lehrern für Lehrer veranstaltet wurde. Wenn von Schulen die Rede ist, dann wird von den Kindern geredet, sehr viel von den Lehrern, etwas von den Eltern, aber kaum einmal von allen anderen. Dabei gibt es gerade in Ganztagsschulen sehr viele davon.

Manchmal merke ich sehr deutlich, dass wir gerade eben nur der Dreck unter den Fingernägeln sind, die Handlanger, an die die Kinder weitergereicht werden wenn es nichts anderes für sie zu tun gibt. Wie oft fragt jemand danach wie es uns damit ergeht? Wie oft fragt jemand nach der Verbesserung der Qualität der Betreuung? Wie unsere Möglichkeiten dafür verbessert werden könnten? Ich habe im Lauf der Jahre mit vielen Grundschulbetreuerinnen reden können. Frauen mit pädagogischer Ausbildung und ohne. Wir teilen viele Erfahrungen, wir übernehmen für die Schule, die Eltern und die Kinder wichtige Aufgaben. Und auch weil wir sehr viel mit sozialem Lernen zu tun haben, haben wir ausgesprochen viel mit Emotionen zu tun. Das umfasst wie wir mit den Emotionen der Kinder umgehen, wie wir mit unseren eigenen umgehen, wie wir den Emotionen der Eltern begegnen. Wie wir emotional mit unserem Status zurechtkommen, wie wir unsere vielfältigen Probleme am besten effektiv und unaufgeregt lösen.

In gewisser Weise gehören wir zum sozialpädagogischen Bereich, aber so betrachtet werden wir eher selten. Wir sollen entlasten, auffangen, Lücken füllen, klaglos zur Verfügung stehen, wenn man uns braucht, und möglichst wenig zusätzliche Arbeit machen.

Es ist kein Wunder wenn sich Betreuungsfrauen vor allem Gelassenheit wünschen.

Ich bewege mich zur Zeit primär im Rahmen der Psychologie, daher bin ich stark auf innere Vorgänge und weniger auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen ausgerichtet. Zurückgreifend auf die Coping-Strategien versuche ich mich momentan vor allem am emotionsorientierten Coping.  Auch mein Wunsch lautete bei der Fortbildung Gelassenheit. Und genau die von Frenzel, Götz und Pekrun (2015, S.221) für den schulischen Bereich vorgeschlagenen Strategien sind für mich dabei ausgesprochen hilfreich und wirkungsvoll. Daher fasse ich sie noch einmal in einer für die Betreuung verwendbaren abgewandelten Form zusammen.

  • Es ist notwendig das Bewusstsein dafür zu fördern oder zu erhalten, dass Emotionen eine bedeutsame Rolle im sozialen Miteinander und beim sozialen Lernen spielen und dass diese Form des Lernens eine große Bedeutung für den einzelnen Menschen sowie die menschliche Gesellschaft hat.
  • Dafür ist es wichtig immer besser zu verstehen was Emotionen sind und wie sie funktionieren. Daran können Einzelne auch allein arbeiten. Wenn möglich ist es allerdings sinnvoll mit anderen darüber in Austausch zu treten und die gewonnenen Erkenntnisse zu diskutieren und zu vermitteln. 
  • Gleichfalls bedeutend ist es sichtbar zu machen, dass emotionales Erleben verändert werden kann, so dass für den Einzelnen andere Arten des Sich-selbst-Erlebens und Handelns ermöglicht werden.
  • Zu diesem Zweck ist es sinnvoll konkrete Emotionsregulations- und Coping-Strategien zu erlernen, zu üben und weiter zu vermitteln.

Ich denke, damit ist meine eigene momentane Strategie ganz gut erfasst. Ganz einfach ist sie nicht, ich verfalle immer wieder in Automatismen, habe für vieles keine Vorbilder und die gesellschaftliche Bedingungen, die bestimmte Problematiken erst verursachen, werden dadurch auch nicht geändert. Es lässt sich dabei allerdings Leiden verringern sowie Wohlgefühl erhöhen. Und das stellt schon eine große Entlastung dar.

Referenz:

Frenzel, A.C., Götz, T. & Pekrun, R. (2015). Emotionen. In: Wild, E. & Möller, J.(Hrsg.) Pädagogische Psychologie, 2., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin, Heidelberg: Springer.

Weihnachtliches Basteln

Dieser Beitrag beschreibt eines meiner diesjährigen kleinen Bastelangebote in der Grundschulbetreuung für Kinder der ersten und zweiten Klasse, da ich damit ausgesprochen zufrieden war.

DSCI0859Die Idee stammt aus einer Kita, wo entsprechende Figuren mit gehäkelter Mütze zur Unterstützung der Gruppenarbeit vor Weihnachten zum Verkauf angeboten wurden. Da sämtliches Material ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung stand, entwickelte sich allerdings mit etwas Skepsis auf den Schwierigkeitsgrad bezogen die Idee, diese Figur möglichst selbstständig von den Erst- und Zweitklässlern nacharbeiten zu lassen.

Im Rahmen der Betreuung ist die Teilnahme im Gegensatz zu der Kita nicht für alle Kinder verpflichtend. Es war jedoch genug Material vorhanden, so dass alle Kinder hätten teilnehmen können. Die Teilnahme war allerdings nicht nur vom Interesse abhängig, sondern auch ob das jeweilige Kind während der Arbeitszeit der unterstützenden Betreuerin in der Betreuung anwesend war. Über das Material konnte nicht frei verfügt werden und seine Nutzung über das Bastelangebot hinaus wurde vermieden.

Erstaunlicherweise waren relativ viele Kinder interessiert und es entstand im ersten Anlauf unvorbereitet ein Gruppenangebot bei dem später hinzukommende Kinder auf die zweite Runde warten mussten. Für den Zusammenbau wurde kein Heißkleber sondern Bastelkleber verwendet, was zu Problemen bei einigen Kindern führte, da sie erwarteten, dass alles was sie anklebten sofort halten würde. Insgesamt waren die emotionalen Zustände von Gier, Neid und Frustration das Auffälligste bei dieser Aktivität. Kinder versuchten mehr Material als sie benötigten für sich allen zu sichern, begannen mit dem Zusammenbau bevor Erklärungen erfolgt waren, hörten nicht zu und äußerten sich frustriert, wenn sie nicht sofort Hilfe bekamen. Das Fertigstellen selbst zog sich dann etwas hin, da die Kinder einzeln angesprochen werden mussten und nicht alle Kinder immer anwesend waren.

Zum Erstaunen der Betreuenden dauerte es allerdings nicht sehr lange die Figuren herzustellen. Sie hatte mit Absicht vorher nicht selbst versucht die Figur nachzuarbeiten, weil sie wissen wollte wie weit diese Aktivität in ihrer reinen Arbeitszeit ohne vorherige Vorbereitung umsetzbar wäre. Daher fehlten an diesem Tag für die Figuren Gesichter und Mützen, da in der Betreuung weder ein geeigneter Stift für die Gesichter noch geeignetes Material für die Mützen vorhanden war. Bei weiteren Durchführungen war es dann möglich die Figuren im Rahmen einer halben Stunde so anzufertigen, dass sie nur noch einige Stunden Trockenzeit benötigten. Dafür wurde jede einzelne Figur auf eine stabile Papierunterlage mit Namen gestellt, um sie transportieren und später wieder zuordnen zu können.

Weihnachtsbasteln2Für die Figuren selbst war Watte auf einer Fensterbank ausgelegt worden. Die Kinder durften für ihre fertigen Figuren einen Platz darauf suchen und wurden informiert, dass die Figuren zwei Wochen als Weihnachtsdekoration dienen sollten, um dann im Verlauf der letzten Woche verpackt zu werden. Einigen Kindern fiel es schwer das zu akzeptieren, da sie ihre Figuren gerne sofort mitgenommen hätten. Auf diese Weise entstand allerdings am Fenster nebenher eine dekorative winterliche Landschaft. Die Hauptbetreuerin unterstütze die Idee, indem sie mit Kindern noch passende Sterne für das Fenster bastelte.

Da das Wetter sehr feucht war und es dadurch nur selten möglich war nach DSCI0863draußen zu gehen, wurde noch eine einfache Tannenschablone erstellt und es konnten damit Bäume ausgeschnitten werden, die von den Kindern eigenständig dekoriert werden konnten. Dabei wurde Glitzerkleber bevorzugt, was sich als sehr ungünstig herausstellte,

  • da er verhinderte dass andere Dekorationsformen ausprobiert wurden,
  • da es Probleme mit Kleber auf Tisch und Ärmeln gab,
  • da das Papier davon weich wurde und die Bäume umkippten,
  • da die Kinder damit überdekorierten,
  • da immer nur ein Kind eine Farbe benutzen konnte,
  • da die Bäume erst länger trocknen mussten,
  • da es Streit und Frustration gab.

DSCI0861Kurz: Glitzerkleber sollte im Kontext einer selbstständig arbeitenden Kindergruppe dieses Alters vermieden werden. Außerdem ist er vergleichsweise teuer. Als es keinen Glitzerkleber mehr gab, wurde der Dekorationsprozess wesentlich entspannter.

Zum Abschluss wurden in der letzten Woche die Figuren und auf Wunsch die Weihnachtsbäume verpackt. Es wurde versucht, dass die meisten Kinder das selbstständig taten. Sie hatten dazu eine weiße Pappe passend zuzuschneiden, mit ihrem Namen zu versehen, dünn mit Watte zu belegen, die Figur daraufzustellen und mit Hilfe der Betreuerin durchsichtige Folie mit einem Dekoband und Tesafilm darum herum zu befestigen. Die Figuren konnten dann zu einem beliebigen Zeitpunkt vor Weihnachten mitgenommen werden, was auch in allen Fällen klappte.

DSCI0849Als Fazit lässt sich sagen, dass hier mit sehr geringem Zeitaufwand eine Aktivität angeboten wurde, die vielfältigen Nutzen hatte und sich in der Form gerade für Betreuerinnen mit wenig Zeit und zur Verfügung stehendem Geld sehr gut eignet. Es war keine Vorbereitungszeit zwingend notwendig außer der Zusammenstellung der benötigten Materialien. Diese waren hier komplett vorhanden, ansonsten ist ihr Anschaffung günstig. Benötigt werden Tannenzapfen, Holzwäscheklammern, Styroporkugeln, Acrylfarbe für die Köpfe, ein schwarzer Fineliner, Krepppapier in Streifen, Wolle, eventuell Filzwolle für die Haare, Holzspieße, Chenilledraht, Bastelkleber.

Insgesamt wurden Bastelangebot, Dekoration, Weihnachtsgeschenk und das Üben von Verpacken kombiniert, gleichzeitig waren Arbeitsaufwand und Kosten gering, was zu einem Gefühl von Zufriedenheit und Effektivität sehr betrugt. Die verpackten Figuren selbst wurden als sehr attraktive Weihnachtsgeschenke empfunden und waren mindestens genauso interessant und ästhetisch wie das von einer Erwachsenen hergestellte Modell. Zur Nachahmung empfehlenswert.

Die Sache mit den Gefühlen

Der Titel nimmt den Titel der Graphic Novel auf, die ich jetzt endlich lesen will. Die Sache mit Sorge von Isabel Kreitz. Zur Zeit haben wir in der Betreuung eine ganze Reihe Kinder, die ausgesprochen gut zeichnen und gestalten können, was mich nach Jahren in denen es nicht so war vor allem glücklich macht (mit dem kleinen Wermutstropfen, dass ich das in diesem Alter nicht so gut konnte). Ich habe inzwischen auch einem Mädchen mit herausragenden Fähigkeiten die ersten Seiten meiner Heftchenerzählung gezeigt und mich unglaublich gefreut als ich das anerkennende und erkennende Leuchten in ihren Augen sah. Eine ganz kleine Kommunikation von zwei Begeisterten! Auch wenn das jetzt alles wegen des Studiums ein wenig zurückstehen muss, die Leidenschaft und Begeisterung für die gezeichneten Bilder bleibt!

Das war nun ein kleiner Ausflug zu den Nebenbeidings, die aus dem Hintergrund heraus immer ihren Einfluss bemerkbar machen. Und eine gute Einleitung zu dem worum es mir eigentlich geht. Das aufgetauchte Thema der Emotionen ist nicht verschwunden. Es begleitet mich im Hintergrund weiter und hat sich dabei stabilisiert. Ich weiß jetzt, dass es von Bedeutung ist Emotionen zu berücksichtigen und auch zu benennen, die Menschen begleiten während sie handeln, aufnehmen, verarbeiten, wahrnehmen. Es reicht zu erwähnen welche Emotionen mit im Spiel waren, welche ausgelöst wurden, welche emotionalen Zustände bestimmend waren. Eine kleine Information nebenbei, durch die eine Ebene Berücksichtigung finden kann, die sonst unerwähnt bleibt. Ich habe es gerade in dem Blogpost ausprobiert, den ich zu meinem Praktikumsmodul des BiWi-Studiums schreibe. Dort sieht es so aus:

Für Problematiken mit Eltern oder Mitarbeitern war die Kitaleitung zuständig, die Durchführende wurde damit nicht weiter belastet. In Erinnerung daran werden bei der Durchführenden Gefühle von Respekt und Dankbarkeit ausgelöst. (vom nicht öffentlich zugänglichen Praktikumsblog)

Der Kontext ist hier der Versuch sich freiwilliger Tätigkeit anzunähern und diese steht in einem starken Zusammenhang mit Emotionen als Basis für Motivation. Auch der Rahmen einer distanzierten Beschreibung ermöglicht es Emotionen einzubeziehen. Hier liefert es wichtige Informationen dafür, warum freiwillige Tätigkeiten über einen langen Zeitraum fortgeführt werden oder woran es letztlich scheitern kann. Aber auch in anderen Kontexten kann die Erwähnung von ausgelösten oder begleitenden Emotionen eine sinnvolle Ergänzung zum Verständnis sein.

Emotionen sind häufig der Grund dafür warum etwas getan oder nicht getan wird. Auch wenn dann ganz andere Gründe genannt werden. Begeisterung wird zu anderen Handlungen führen als Gleichgültigkeit oder Wut oder Verletzung. Das ganze Leben ist voller Emotionen, die Handlungsgründe liefern. JeanPolZitat

Da es nach Jean-Pol Martin bei Bildung um Handlungswissen geht, spielen Emotionen folglich eine entscheidende Rolle für Bildung. (Jean-Pol Martin auf Facebook, Screenshot vom 17.12.2014)

Aus diesen Gründen und wegen der Erfahrung, die ich gerade gemacht habe, werde ich in der nächsten Zeit versuchen wichtige Emotionen in den dazugehörigen Zusammenhängen zu erwähnen. Wahrscheinlich werde ich mich dabei zuerst einmal nur auf meine eigenen Emotionen stützen können, da ich diese am ehesten bestimmen kann. Wie weit ich die Emotionen anderer einbeziehen kann wird sich zeigen. In gewisser Weise betrete ich für mich Neuland. Die Benennung von Emotionen soll hier als gleichwertige Informationsquelle neben anderen stehen und Emotionen damit den Platz geben, den sie in meinen Augen im Leben haben. Emotionen sollten nicht als private Nebenbeizuständigkeit betrachtet werden, sondern als grundlegend für Handlungen, aber auch als entscheidend für Bewertungen. Es geht darum den Blick erst einmal anders als gewohnt auszurichten und dadurch möglicherweise einen anderen Zugang zur Welt zu gewinnen.

Ich denke in diesem Zusammenhang auch an das ARCS-Modell als Motivationsmodell, das in einem starken Zusammenhang mit Emotionen steht und eine Bewertung von Erfolg an der Zufriedenheit festmacht. Ich denke hier auch an das Bruttosozialglück (GNH) bzw. Bruttonationalglück (BNG), das sich auf einen letztlich nur emotional erfassbaren Zustand hin orientiert. Mir reicht das als Beleg dafür aus, dass Emotionen einzubeziehen nicht nur eine Marotte von mir ist, sondern dass es von weitreichender Bedeutung für jede Beschäftigung mit Menschen darstellt, die auf eine Verbesserung und Änderung hin zum Positiveren orientiert sind. Und diese Beschäftigung sollte in einer systematischen und bewussten Weise erfolgen und Emotionen aus der Position einer selbstverständlichen nicht weiter zu beachtende Nebenbeierscheinung herausheben. Ich habe den Eindruck, dass manches anderes beantwortet würde, wenn ein genauerer Blick auf die Emotionen geworfen würde, die dabei im Spiel sind. Im Fall freiwilliger Tätigkeit ist das auf jeden Fall so.