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Am Ende der Hausarbeit

Die Hausarbeit zum Modul 3B ist fertig. Ich bin ausgeruht, entspannt und in einem positiven emotionalen Zustand. Das ist bemerkenswert. Kein Stress, keine Ängste, kein Schlafdefizit, genug Zeit für eine letzte Korrektur, eine positive Erwartungshaltung für die kommende Bachelorarbeit, kein Groll mehr auf  Modul 3B. Ich bin zufrieden mit meiner Arbeit. Für ein besonderes Glanzstück halte ich sie nicht, aber für eine gute Lösung bei meinen Problemen mit diesem Modul.

Gestern habe ich noch ein Kapitel zu Emotionen in einem Lehrbuch zur pädagogischen Psychologie [1] gelesen, das 2015 (!) in seiner zweiten Auflage erschienen ist. Es ist also noch ganz neu. Das was ich dort gelesen habe, fand ich sehr erstaunlich. So viel von dem was mich beschäftigt ist bereits bekannt. Thematisiert und berücksichtigt finde ich es dagegen kaum explizit. Und gerade im Rahmen meines Studiums nicht.

Mich unterstützt es jetzt darin, dass ich mich selbst ernst nehme. Ich habe mein Möglichstes getan, um meine eigene Praxis und die Modulinhalte zu verknüpfen. Ich kann nichts dafür, dass ich etwas ganz anderes tue und eine andere Ausrichtung habe. Ich habe keine Märchen erzählt und habe nichts zurechtgebogen, um etwas passend zu machen, das niemals passend sein wird. Ich habe keine Ahnung was das Lehrgebiet davon halten wird. Schon im Dezember hatte ich aufgehört mir die Arbeiten der anderen anzuschauen, weil mir das nicht weitergeholfen hat. Während des Schreibens selbst habe ich noch ab und an einen Blick darauf geworfen wie die anderen mit den formalen Anforderungen umgegangen sind, aber auf fremde Inhalte habe ich mich nicht mehr eingelassen.

Die Arbeit ist ein seltsames Ding geworden. Nicht Fleisch noch Fisch passt gut dazu. Es ist eine Auseinandersetzung mit Inhalten und mit Prüfungsanforderungen, angerissen, unfertig, tastend. Gelernt habe ich dabei. Vor allem mit meinen Prüfungsstress-Gefühlen besser zurecht zu kommen, Ausruhen und Reflektieren zu schätzen und Ideen für die Literaturarbeit im Hinblick auf die Bachelorarbeit zu entwickeln. Dort werde ich auch mehr Platz haben als in dieser Hausarbeit.

Es bleibt also nur noch zu hoffen, dass die ganze Einsenderei gut klappt und dass die Arbeit vom Lehrgebiet als ausreichend akzeptiert wird. Beim letzten Punkt bin ich zuversichtlich. Ich werde genug Anforderungen erfüllt haben, auch wenn es vielleicht nicht so ganz das ist was gewünscht wird und auch wenn ich nicht mit den tollen und wichtigen Projekten anderer und deren Beschreibungen davon mithalten kann.

Es läuft erneut darauf hinaus, dass es besser ist die eigenen Sachen zu machen, auch wenn die schlechter gelingen und es mit weniger Erfolg verbunden ist, als die anderer gut zu kopieren. An diesem Punkt soll es dieses Mal aber nicht stehen bleiben. Es geht auch darum die eigenen Dinge zu verbessern. Dazu dürfen diese aber nicht aufgegeben werden und müssen in ihrer Bedeutung und ihrem Potential erkannt werden. Auch wenn das erst einmal schwierig erscheint. Und wenn für mich Motivation und Emotionen das A und O beim Lernen sind, ohne die nichts aber auch gar nichts läuft, dann ist das eben so. Dann lässt sich danach fragen wie es zu dieser Einschätzung kommt, was davon zu halten ist und wer diese Haltung möglicherweise teilt. Dadurch wird die Beschäftigung damit und die Reflexion darüber ermöglicht und es lassen sich vielleicht Modelle finden, die eine entsprechende Herangehensweise an die Welt unterstützen, helfen sie besser zu verstehen und bewusster zu vertreten und zu gestalten.

Ich bin jetzt jedenfalls sehr motiviert weiter zu machen und dabei auch meine Arbeitsweise zu verbessern. Und das sehe ich momentan als den größten Erfolg bei dieser Hausarbeit an. Ein paar Tage aufräumen, ordnen, putzen und danach Freunde besuchen, die ein wenig zu kurz gekommen sind. Und dann mit einer neuen Planung an eine neue Arbeit! Mal sehen was kommt.

Referenzen:

[1] Wild, E.,  Möller, J. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Psychologie. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer.

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Endspurt Hausarbeit Modul 3B

Die letzte Woche bis zum Ende der Abgabefrist liegt vor mir. Zur Zeit verfüge ich über etwa 14 Seiten von maximal 18 und habe für alle noch fehlenden Themen genau die Seitenzahlen übrig, die sie umfassen sollen. Ich habe alle weiteren Themen bereits recherchiert, zum Teil auch schon etwas dazu geschrieben, ich habe diese Woche weit weniger Termine als in der letzten Woche und meine Erfahrungen mit der schnellen Bewältigung des vergessenen Projektmanagements waren ausgesprochen positiv. Mein Verstand, verstanden als mein Verstehen, signalisiert mir, dass ich die Zeit bis zum 27.Januar gut reichen wird, wenn ich einfach ruhig, stetig und entspannt weiter arbeite. Und dass ich mir dabei durchaus reichlich Schlaf und Entspannung gönnen kann wie es meinen momentanen Bedürfnissen entspricht.

Außer meinem Verstand gibt es allerdings noch eine andere Instanz, die bei der Arbeit mitmischt, und die äußert sich ganz anders, denn die befindet sich offenbar in einem Zustand der Panik. Der Rechner könnte kaputt gehen, die Datei verschwinden, der Drucker könnte kaputt sein und es könnte nirgendwo auf der Welt eine Lösungsmöglichkeit geben. Das Internet könnte zusammenbrechen, ich bin sowieso nicht in der Lage eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, weil diese Ansprüche mich falsch fordern, ich darf mir auf keine Fall eine Pause gönnen, darf ja nichts anderes machen als mich auf die Arbeit zu konzentrieren, ich schlafe zu viel und so weiter.

Hilfreich ist das alles nicht gerade. Es ist irrational, chaotisch, unlogisch, blockierend und gleichzeitig mit starken Gefühlen unterlegt. Erst dachte ich, es eine Problematik von Verstand gegen Emotionen, aber ganz so ist es nicht. Es gibt Gefühle, die die Schlussfolgerungen meines Verstandes unterstützen, und die mir momentan auch signalisieren, dass es eine gute Zeitinvestition ist vor dem Start in die Woche einen genaueren Blick darauf zu werfen, womit ich es hier eigentlich zu tun habe. Und ich muss feststellen, dass ich eigentlich kaum eine Ahnung habe.

Ich visualisiere gerne, weil ich auf diesem Weg zu komplexen Informationen kommen kann, die mich schon häufig überrascht haben. Betrachte ich jetzt meine Emotionen, so scheint es dort einen ganzen Haufen wuseliger Gebilde zu geben, die umher hüpfen und tun was sie wollen. Richte ich meinen Blick auf sie, werden sie ganz still und starren zurück. Zurück bleiben Empfindungen, die nicht interpretiert werden und schwer zu beschreiben sind. Habe ich euch erwischt? Werden da Empfindungen mit Vorstellungen in Verbindung gebracht, während ich nicht genau hinschaue? Die Spannung im Bauch, das stärkere Klopfen des Herzens, die Steifheit im Arm. Wird auf einmal die Hausarbeit für alle Unannehmlichkeiten verantwortlich gemacht und mit allen Unannehmlichkeiten in Verbindung gesetzt, die aber eigentlich nichts mit der Hausarbeit selbst zu tun haben? Werden auffällige Empfindungen in Vorstellungsbilder übertragen, die dann in meinen Verstand vordringen, während aber die eigentliche Quelle, die Empfindung, keine Beachtung mehr findet? Und wer oder was tut das? Wo geschieht es?

Mir ist vor kurzem schon aufgefallen, dass ich Gefühle auflösen kann, wenn ich ihnen nachgehe und sie hinterfrage. Wenn ich mich auf sie konzentriere und sie auseinandernehme. Es ist wenig hilfreich bei den gelieferten Vorstellungsbildern anzusetzen, das lenkt nur vom Eigentlichen ab. Die Vorstellungsbilder sind nicht wichtig. Das sind nur Fantasien. Wichtig ist es die Quelle zu finden.

Diese Überlegungen haben mich jetzt innerlich sehr ruhig gemacht, während meine Achtsamkeit für Empfindungen gestiegen ist. Diese werden jetzt aber nur registriert und nicht in irgendeiner Weise interpretiert. Ich habe die starke Vermutung, das da etwas in mir ein Eigenleben entwickelt, wenn ich nicht so genau hinschaue. Strategie? Dranbleiben!

Entfremdung, Emotionen und Modul 3B

Beim Fortschreiten meiner Hausarbeit zum Modul 3B, das ein Praktikum als Hintergrund hat, wird für mich zunehmend sichtbar, dass von dem was für mich am Praktikum bemerkenswert, wichtig und auffällig war, kaum etwas in der Arbeit enthalten sein wird. Ich hatte im Vorfeld schon ähnliches von Studierenden gehört, deren Arbeit bereits beendet war, aber gehofft selber davonzukommen.

Die Hausarbeit basiert auf den Vorgaben des Lehrgebiets, der Inhalt wird dadurch sehr klar gelenkt, die Anzahl der Seiten für die einzelnen Themen, aus denen das Ganze bestehen soll, erlaubt dabei nur eine Beschränkung auf Wesentliches. Die Auswahl, die aus den Erfahrungen mit dem Praktikum getroffen wird, beschränkt sich außerdem auf diese vorgegebenen Themen. Noch nicht einmal das Fazit erlaubt durch Vorgabe und Begrenzung Rückblick und Schlussfolgerung mit eigener Schwerpunktsetzung.

Die Verwendung des Begleitblogs als Arbeitstool hatte es mir ermöglicht, für mich wichtige Themenbereiche in einzelnen Blogposts zumindest anzureißen. Dadurch konnte ich das Praktikum noch einmal mit anderen Augen sehen und die Spannungsfelder, die ich als damit verbunden erfahren hatte, genauer bestimmen. Das hat bei mir klar zu einem Erkenntnisgewinn geführt, der Auswirkungen auf meine Einstellungen und mein Handeln hat. Die Blogarbeit hatte die Vorstellung geweckt, dass davon auch etwas in die Hausarbeit einfließen könnte. Nachdem ich nun aber den Rest der Arbeit überblicken kann, sehe ich dafür keinen Raum.

Das was ich mir auf dem Begleitblog erarbeitet habe, benötige ich nur zu Teilen für die Hausarbeit. Die Blogarbeit selbst wird nicht in die Benotung einfließen. Für die Bestätigung meiner Studienleistung habe ich hier also in weiten Teilen umsonst gearbeitet. Die Blogarbeit war für mich allerdings das Bedeutungsvollste an diesem Modul mit dem größten Erkenntnisgewinn. Nach Abschluss der Blogarbeit hatte ich den Eindruck mit dem Modul letztlich fertig zu sein, war zur Hausarbeit nur wenig motiviert und habe mich dann zwischendurch mit anderen für mich wichtige Themen weiter beschäftigt wie die Bedeutung der Emotionen für das Lernen oder in welcher Form Bildung und Bildungsmomente auftreten, auch in meinem eigenen Leben als mein eigenes Bildungspaket. Der Eindruck nach Abschluss der Blogarbeit, das für mein inhaltliches Lernen Wesentliche getan zu haben, bestätigt sich momentan während der Hausarbeit. Hier lerne ich jetzt primär die formale Bewältigung einer solchen Prüfungsleistung, die Inhalte selbst erzeugen nur begrenzt eine innere Beteiligung.

Ich erfahre dabei ein ganz bestimmtes Spannungsfeld, das ich noch nicht ganz umreißen kann. Die Vorgaben der Hausarbeit stellen eine Einschränkung dar, die dazu benutzt werden kann, die einzelnen Arbeiten besser vergleichbar und messbar zu machen. Die Aufmerksamkeit wird dabei allerdings auf das gelenkt, was das Lehrgebiet als wichtig begreift. Das ist nicht ohne Interesse, das was für mich selbst wichtig und bedeutungsvoll ist muss ich aber getrennt davon eigenständig bearbeiten. Unterbringen kann ich es nicht. Damit entferne ich mich mit meinen Erfahrungen und meiner Arbeit aber von der Spur, die als Maßstab gesetzt wird. Wollte ich jetzt das Praktikum in einer Weise bearbeiten, die auf meinen Erfahrungen aufbaut und diese zu einem gelungenen Abschluss bei einer Verknüpfung mit Theorien führt, müsste ich parallel eine weitere, anders geartete Arbeit erstellen.

Einerseits bin ich bei der Hausarbeit jetzt mit einem gewissen Entfremdungsprozess konfrontiert, da ich nicht das bearbeite was für mich bedeutsam ist, sondern meine Erfahrungen auf das reduziere, was mir ein anderer zugesteht. Meine eigenen Erfahrungen, Gedanken, Überlegungen, Interessen und Vorwissen erhalten dabei eine untergeordnete Bedeutung. Diese Information ist dabei auf einer dem Bewusstsein nur begrenzt zugänglichen Ebene eingesickert. Kurz: In habe nebenher den Eindruck vermittelt bekommen, dass die Themenfelder des Lehrgebiets von offizieller Wichtigkeit sind, die meinen sind es aber nicht. Auch nicht das was mir auffällt und was ich als bedeutsam betrachte. Den Tatsachen entspricht das allerdings nicht. Da mir momentan durch Netz- und UniBibzugang eine Vielfalt von Informationen zur Verfügung steht, weiß ich, dass es Wissenschaftler gibt, die sich genau mit den Themen beschäftigen die für mich bedeutsam sind, und dass es eine Vielfalt von Ansätzen gibt um Erkenntnisse zu gewinnen.

Emotional bin ich jetzt andererseits in einem Dilemma. Ich habe mich in der letzten Zeit mehr und mehr aus sozialen Aktivitäten ausgeklinkt. Ich suche kaum noch Diskussionen oder Auseinandersetzungen. Eine Zeit lang habe ich viele Kommentare zu Themen geschrieben, die mich interessieren, jetzt lese ich oft nur von einer fernen Position aus und zögere dabei einen Kommentar zu hinterlassen. Manchmal setze ich an zu schreiben und lösche dann alles wieder. Es ist eine alte Lösungsstrategie, auf die ich dabei unbewusst zurückgegriffen habe. Selbstzensur. Wenn das was mich beschäftigt für andere ohne Interesse ist, warum soll ich mich dann beteiligen. Das was mich beschäftigt hat schließlich keinen Wert für die Gemeinschaft. Diese Schlussfolgerung ist etwas fatal, es ist aber das was geschieht. Und es ist eine Angelegenheit der Emotionen.

Da ich gleichzeitig weiß, weil ich es erfahre, dass meine Gedanken, Themen, Probleme bedeutungsvoll sind, zumindest für mich und vielleicht ein paar andere, stoppe ich nicht mich damit zu beschäftigen. Mich selbst nehme ich vor mir selbst durchaus ernst. Ich nehme meine Interessen allerdings nur noch begrenzt ernst in Bezug auf die Gemeinschaft. Als Formulierung ist es dann die Beschäftigung mit exotischen Themen. Wen kümmern die. Die Gemeinschaft hat Wichtigeres zu tun. Hat sich mit anderen ernst zu nehmenden Dinge zu beschäftigen.

Es ist die Stimme der Emotionen, die hier spricht. Menschheitsgeschichtlich halte ich sie für eine alte Stimme.

Ich sitze also in meinem Dilemma und mein Verstand versucht meinen Emotionen die Situation zu erhellen. Die sind aber reichlich störrisch. Vielleicht kann mein Verstand mit meinen Emotionen allerdings nur nicht in der richtigen Weise kommunizieren. Mit diesem Blogpost versucht er es und damit scheint es erneut ein Blogpost nur für mich zu werden. Mal wieder die Ebene verfehlt auf der ich eine öffentliche Kommunikation als sinnvoll betrachte. Oder?

In einem Diskussionsbeitrag auf Moodle habe ich kürzlich thematisiert, dass ich anscheinend doppelt arbeiten muss. Ich muss lernen die Dinge des Studiums auf die übliche Weise zu tun, parallel dazu muss ich aber so vorgehen, dass die Inhalte in meinen eigenen Weltkonstruktionen einen Sinn ergeben, damit ich sie anwenden kann und sie dadurch einen bleibenden Nutzen für mich haben.

Genau so ein Prinzip liegt hier ebenfalls vor. Ich habe keine Ahnung wie ich das lösen soll. Lösen möchte ich es, weil ich die negativen Auswirkungen spüre. Ich möchte eine Verbindung zur Gemeinschaft wahren, gleichzeitig kann ich nur gut arbeiten, wenn das womit ich mich beschäftige für mich selbst bedeutungsvoll ist. Genau das ist jetzt das Problem mit der Pflichtübung Hausarbeit. Und es tritt zutage, weil etwas für mich Bedeutungsvolles die Grundlage war.

Aus den sozialen Netzwerken weiß ich, dass es anderen ähnlich erging. Genaueres weiß ich leider nicht, andere haben sicherlich ein anderes Innenleben wie ich, sprich, abweichende Weltkonstruktionen. Aber die Differenz der Bedeutsamkeit des Praktikums und der entfremdeten Pflichtübung der Hausarbeit habe ich mehrfach wahrnehmen können. Mich bringt das jetzt diesen Studierenden näher und entfernt mich dabei vom Lehrgebiet. Daher reihe ich mich jetzt ein in das Heer der namenlosen Studierenden, die nichts Bedeutsames beizutragen haben, da für das was für sie Bedeutung hat, kein Platz zur Verfügung gestellt ist.

Das bedeutet nun aber nicht, dass es nirgendwo einen Platz gibt. Die eigenen Bedeutsamkeiten zu erkennen, aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln, kann vielleicht dazu führen diesen Platz zu entdecken oder selbst zu erschaffen.

Wichtig ist es jetzt meine Emotionen zu streicheln und ihnen zu vermitteln dass alles gut ist. Das ARCS-Modell als motivationales Modell beinhaltet die Schritte Aufmerksamkeit für etwas zu erzeugen, ihm persönliche Bedeutsamkeit zu geben, die Zuversicht für ein Gelingen des Lernbemühens aufzubauen und damit die Möglichkeiten eines Erfolges zu fördern, so dass letztlich Zufriedenheit erreicht werden kann. Im Hintergrund stehen dabei emotionale Prozesse als Basis für Motivation.

Für mich ist der positive und förderliche Umgang mit Emotionen im Zusammenhang mit Lernen und Arbeiten von großer Wichtigkeit. Dafür gibt es Gründe, auf die einzugehen an dieser Stelle zu weit führt. Es ist aber genau das, woran ich weiter arbeiten möchte, weil ich dort etwas herauszufinden habe, das ich nicht nur für mich als bedeutsam ansehe.

Unerwartete Probleme bei der Hausarbeit und schnelle Informationsverarbeitung

Mitten in der Hausarbeit für 3B, mit nur noch knapp zwei Wochen vor mir und keiner Verlängerungsmöglichkeit für den Abgabetermin, entdecke ich eine Riesenlücke. Ich habe vergessen mich mit dem Projektmanagement näher zu befassen. Das macht in der Arbeit ein ganzes Kapitel aus, zwei Seiten, für die Darstellung was es ist, gefolgt vom Vergleich, ob und wie es beim durchgeführten Projekt vorhanden war.

Das ist nun happig, zumal ich momentan lieber Winterschlaf halten würde, insgesamt sehr entspannt bin und keine Lust verspüre mich unter Stress zu stellen. Ich hatte zur Reflexion des Praktikums vor allem intensiv meinem Begleitblog genutzt und dort bisher auch zu allen Teilen der Arbeit Grundlagen gefunden. Den Bereich der Professionalisierung, der allein noch zu fehlen schien, hatte ich noch vor Bearbeitungsbeginn der Hausarbeit dran gehängt, sogar extra noch einen Text in der nächsten UniBib besorgt. Und nun das. Wieder einmal die Bewältigung einer unvorhergesehenen Situation. Selbstvorwürfe mache ich mir glücklicherweise nicht mehr, es ist wie es ist. Probleme gilt es zu bewältigen.

Gestern habe ich noch flugs nach zitierfähiger Literatur gesucht, nachdem ich im Netz sehr schnell fündig wurde und auch bereits einen guten Eindruck bekam, allerdings nicht so recht schlau daraus werden konnte, ob und wie ich das so gefundene Material zitieren kann. Dabei habe ich gemerkt, dass ich mich mit dem Projektmanagement schon beschäftigt hatte, allerdings nur sehr grob. Zusammenfassungen habe ich nicht, dazu eignet sich jetzt allerdings das Netzmaterial.

Über die Unibib finde ich schließlich ein Buch von 66 Seiten, in dem das Projektmanagement auf ein Studium angewandt wird. [1] Darin finde ich alles was ich zum Zitieren benötige, außerdem liefert mir das Buch jetzt noch ein Beispiel aus einem mir bekannten Bereich. Ich finde die ganze Idee sehr reizvoll ein Studium als Projekt zu betrachten und bedauere, dass ich jetzt nicht die Zeit habe mich damit intensiver zu beschäftigen. Einschließlich gründlicher Reflexion und Ausprobieren.

Jetzt heißt es in möglichst kurzer Zeit so umfangreich und tief gehend wie notwendig in den Bereich einzusteigen und ihn auf meinen Bedarf anzuwenden. Und das ohne nur herum zu fuschen. In der Vergangenheit hätte ich so nicht arbeiten können. Dass ich das jetzt entspannt in Angriff nehmen kann, hat sich im Verlauf des Studiums entwickelt, und das ist jetzt auch der Grund für die Mühe den Blogeintrag zu schreiben. Ich habe fortwährend Unmengen von Informationen zu verarbeiten. Und nicht nur das. Ich habe auch fortwährend meine Haltung, meine Einstellung und mein Wissen zu verändern. Ich kann nichts festhalten, alles ist nur flüchtiger Natur, gilt für einen Moment und dann hat sich die gesellschaftliche Situation geändert oder neues Wissen wurde generiert oder der technische Fortschritt hat altes obsolet gemacht, und schon ist alles wieder anders und muss neu bedacht und betrachtet werden.

Daher ist es notwendig schnell Daten und Informationen verarbeiten zu können. Und das auf eine effektive Art und Weise. Das bedeutet zu wissen, wie man die relevanten Informationen schnell erkennt und schnell kombiniert und wann der Punkt erreicht ist, an dem das Gesamtbild ausreichend sichtbar ist und man auf das Auffüllen durch weitere Details verzichten kann. Das ist legitim. Es ist unmöglich sich mit allem ins Detail zu beschäftigen, daher ist die Befähigung schnell einen weiten Überblick bei möglichst großer Exaktheit zu bekommen wichtig.

Genau das werde ich jetzt versuchen und damit das Beste aus der Situation machen.

 

[1] Holzbaur, U. (2014). Projektmanagement für Studierende. Erfolgreich das Studium meistern. Wiesbaden: Springer.

Eigene Arbeitsmethode erkennen

Ich komme momentan mit meiner Hausarbeit nicht so schnell voran wie ich möchte. Das ist nicht so ganz schlimm, nach meiner Einschätzung wird die Zeit reichen, es ist aber ein Anlass Fragen zu stellen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich gestern zwar scheinbar nichts für die Hausarbeit selbst getan habe, das womit ich mich den Tag über beschäftigt habe, hat aber durchaus mit der Hausarbeit zu tun. Ich habe mich jetzt das erste Mal auch genauer mit Prokrastination beschäftigt, um bestimmen zu können ob ich damit konfrontiert bin. Dieser Begriff wird gelegentlich von Studierenden benutzt, wenn sie bei einer Arbeit nicht zügig vorankommen. Hat es nach den Charakteristika aber nicht, was mich erst einmal erstaunt, denn ich dachte eigentlich, dass es mich nun eben auch erwischt hat.

Womit ich es zu tun habe funktioniert aber offensichtlich anders. Und da bin ich wieder bei der Notwendigkeit genau zu bestimmen mit welchen Erscheinungen man es im Leben jeweils exakt zu tun hat. Ich hänge offensichtlich an einem Punkt, der mir unklar ist und zu dem ich Fragen habe. Daher versuche ich diese Fragen erst einmal zu lösen, statt sie gleich unter den Tisch zu mauscheln. Ich hänge am Thema Emotionen und wie ich die einbeziehen kann. Dafür war die Graphic Novel Held von Flix hilfreich, es war aber auch hilfreich zu recherchieren, dass es im Bereich Bildung einige Personen gibt, die sich damit gezielt beschäftigen mehr über die Bedeutung von Emotionen für das Lernen herauszufinden bzw. Emotionen in Unterrichtskonzepten bewusst und gezielt anzusprechen und zu berücksichtigen. Hilft mir alles zwar momentan nicht bei dem Problem weiter wie ich das nun in meiner Arbeit unterbringen kann, stärkt mir allerdings den Rücken darin, dass dieser Punkt nicht nur für mich wichtig zu sein scheint. Und auch das ist schon eine Hilfe. Ich kann nun auch ermessen, dass ich es mit einem etwas schwierigen Problem zu tun habe, das ich vielleicht doch erst einmal beiseite lassen muss.

Da ist etwas passiert, das mir jetzt zwar nicht hilft bei meiner Arbeit zügig voran zu kommen, es stellt aber keine Ablenkung und auch kein Drücken dar, sondern ist der Bestandteil eines Auseinandersetzungsprozesses, der dazu dient besser zu verstehen, worüber ich da eigentlich schreibe. Und zu diesem Prozess gehören zwei weitere Elemente, die irritierend sind, gegen die ich aber nicht vorgehen, sondern die ich akzeptieren sollte, denn ich leide offensichtlich nicht an einem Mangel an Disziplin, daher ist es auch nicht sinnvoll Zwang auszuüben, um mich an die Arbeit zu bringen. Das könnte sogar kontraproduktiv sein. Denn ich arbeite ja bereits, nur anders als ich mir das vorgestellt und erwartet habe.

Diese beiden Elemente sind einerseits vorübergehend Distanz zu schaffen, indem ich etwas tue, das alle Gedanken an die Inhalte mit denen ich mich beschäftige für eine befristete Zeit aus meinem Bewusstsein fegt. Spannende Filme oder Literatur, die vollständig vereinnahmen können, eignen sich dafür. Gespräche, Spaziergänge und Hausarbeit eher nicht, da die Gedanken dabei immer wieder zum Thema zurückkehren. Ich weiß nicht was durch die Distanz geschieht, möglicherweise erleichtert sie bestimmt unbewusste Verarbeitungsprozesse, während nichts Neues mehr dazu kommt, auch keine bewusste Bearbeitung. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Schlafen. Das kommt allerdings nur bei ausreichender Müdigkeit als Option in Frage. Als zweites Element gibt es dann noch das im Bett liegen und den Gedanken nachhängen. Dabei werden die Verarbeitungsprozesse für das Bewusstsein zugänglich. Währenddessen des Nachdenkens etwas zu tun verringert allerdings die Bearbeitungsbreite. Vertiefen und strukturieren lässt sich das Nachdenken durch reflektierendes Schreiben, z.B. hier auf dem Blog.

Mit diesen Überlegungen lande ich bei einer Kette.

  1. Problem und seine Benennung
  2. Recherche bei anderen (Bücher, Blogeinträge, Videos, Überblick über Bereich schaffen)
  3. Distanz (Bewusstsein von anderen Inhalte vereinnahmen lassen, Schlaf)
  4. Bewusste Verarbeitung (im Bett liegend Gedanken nachhängen, reflektierendes Schreiben)
  5. optional: Dokumentation (schreiben oder anders Aufzeichnungen machen)
  6. Neue Erkenntnisse anwenden oder verwenden

Das heißt, ich habe ein Problem, verschaffe mir zuerst einen Überblick bei anderen, dann lasse ich das ruhen. Anschließend überlasse es verschiedenen Verarbeitungsprozessen das Recherchierte mit meinen Vorerfahrungen zu verbinden und währenddessen auf mein spezifisches Problem anzuwenden. Gegebenenfalls dokumentiere ich auch etwas dazu.

Im Detail mag das jetzt nicht stimmen oder unvollständig sein, im Groben wirkt es auf mich aber zutreffend und löst keinen Widerspruch aus. Entscheidend ist dabei, dass es nahelegt mit mir selbst duldsamer umzugehen, auf die Gründe für Verhalten zu achten, nicht auf die Erscheinungen, und dabei mehr die Chancen zu betrachten, die darin liegen. Zu Arbeitsprozessen gehören Pausen, dazu gehören auch Phasen des Nachdenkens. Es gehört dazu zu erkennen, dass es manchmal auch weitergeht, während gar nichts zu geschehen scheint.

Mit diesen Überlegungen gelingt es mir eine gewisse Form von Kontrolle über gegen meinen Willen verlaufende Prozesse zu gewinnen. Es ist zur Zeit schmerzhaft, dass einige Studierende bereits fertig sind, ihre Arbeit abgeschickt haben und sich der Bachelorarbeit zuwenden. Ich wäre jetzt gerne schneller und würde gerne konzentrierter vorankommen. So funktioniere ich aber offensichtlich nicht. Das zu akzeptieren scheint allerdings sinnvoller als mich jetzt unter Druck zu setzen. Auf den Druck reagieren meine Gefühle so, dass sie ihn als eine Zumutung einstufen, die keinen Respekt vor der Arbeit hat, die zu bewältigen ist. Und ändern tut das auch nichts.

Es ist manchmal ganz schön schwierig mich sich selbst in einer angemessenen Weise umzugehen!

Irgendwie anders und wissenschaftliche Arbeit

Es gibt ein Kinderbuch mit diesem Titel. Es ist meine Geschichte und die vieler anderer. Sie ist der eigentliche Grund warum ich bei der Auseinandersetzung mit Rassismus gelandet bin. Irgendwie anders beinhaltet, dass ich mir die Welt auch irgendwie anders erkläre. Und dazu gehört, dass ich mir Welterklärungen der wiederum anderen häufig übersetzen muss oder ich muss zumindest den Versuch unternehmen.

Ich rätsele schon lange was die Anforderungen des Lehrgebiets bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Hausarbeit an mich sind. Ich habe die Komponenten Theorie und wahrgenommene und beschriebene Wirklichkeit und nun soll ich diese Komponenten zusammenführen. Das soll aber nicht in Form eines Essays oder journalistischen Schreibens erfolgen, sondern nachweisbar (oder nachvollziehbar) und belegt sein. Ich kann dazu meine eigene Argumentationsfigur benutzen, auch meine eigene spezifische (und vielleicht andere) Betrachtung der Welt, aber ich muss dafür Belege finden und dazu muss ich meine Wahrnehmung mit der Welterklärung (Theorie) anderer verknüpfen.

Ich will das, bin bisher aber daran gescheitert. Für mich ist es unglaublich schrecklich, dass ich diese Arbeit ganz allein tun soll wenn ich überhaupt nicht nachvollziehen kann wie von Seiten des Lehrgebiets gedacht wird. Wenn ich noch nicht einmal weiß wie ich meine Probleme in ihre Sprache übersetzen soll. Wenn mir Antworten, die ich bekomme, kryptisch erscheinen. Wenn ich versuche den Inhalt zu analysieren, um aus der dahinter liegenden Denkweise die Anforderungen zu erkennen. Ich brauche eigentlich Übersetzungshilfe, weil ich eure Sprache nicht verstehe!

Gestern habe ich einen großen Schritt vorwärts getan. Mit der bereits systematisierten Vorstellung der bildungswissenschaftlichen Perspektive (als Bild jetzt in Blickrichtung hängend) und der Analyse von zur Verfügung gestelltem Exposés und Ausarbeitung habe ich begonnen die wichtigen Bestandteile der Theorie zu extrahieren, außerdem versucht die möglichen Auswirkungen, also die Formen der Nachteile für die Opfer zu listen und den vermuteten Kern der Erscheinung, die Machtverwendung, irgendwie passend unterzubringen. Es ist unglaublich schwer für mich komplex zu systematisieren, ich brauche dafür auch eine bessere Visualisierungsmöglichkeit. Momentan habe ich geschichtete Zettel, die ich ausbreiten kann und die einfach nur immer mehr werden, was auch nicht gerade hilft das Denken zu systematisieren.

Außerdem musste ich gestern eine irritierende Erscheinung verarbeiten, die eine Weile alle Arbeit in Frage stellte. Für meine Heimatstadt existiert wohl eine geschlossene Facebookgruppe exclusiv für Einheimische, die aber anscheinend nur eine bestimmte Art von Einheimischen als Mitglieder wünscht. Als Differenzmittel wurde anscheinend die Geburt in der Stadt verwendet, was sich aber als nicht ausreichend herausstellte, da in der Stadt auch dort Geborenen leben, die zwar nicht zum gewünschten Personenkreis gehören, aber an der Gruppe teilnehmen wollten oder bereits in der Gruppe waren. Rassistisch? Es ist jetzt nicht notwendig das zu beurteilen. Anscheinend ist eine rassistisch wirkende Argumentation aufgetaucht, aber ich hatte viel zu wenig damit zu tun, um darüber ein Urteil zu fällen und für mich war auch die Reaktion anderer auf diese Erfahrung mit einem vermuteten Auftauchen von Rassismus wesentlich wichtiger.

Es wurde als Reaktion eine offene Gruppe gegründet, die eifrig daran ging Mitglieder zu sammeln und mit einer Begegnung in Freundschaft und ohne Zank warb. Tenor: vertragt euch alle, seit nett miteinander, lasst uns was Gutes beginnen, jeder kann mitmachen, alles ganz einfach, lasst einfach allen Streit draußen. Bedingt durch die Funktionsweise von Facebook bekam ich die letzten Tage fortwährend Beiträge zu der Gruppe auf meine Startseite mit enthusiastischen Begrüßungen neuer Mitglieder, Bilder der wunderschönen Stadt, Ankündigung von einem Fest bei Erreichen einer bestimmten Mitgliederzahl oder Guten-Morgen-Grüße. Friede, Freude, Party. Inhaltliche Beiträge dagegen so gut wie keine. Mir wurde einerseits immer gruseliger, andererseits fing es an zu nerven und vor allem irritierte es meine Arbeit mit Memmis Rassismustheorie und deren Übertragung  kolossal. Es ist so unglaublich schwierig klar zu bestimmen was rassistisch ist, wie das Ganze funktioniert, wie man die Theorie überträgt und was für Handlungskonsequenzen sich daraus ergeben. Friede, Freude, Party fegt das alles vom Tisch, behauptet wenn wir uns nur alle richtig verhalten sind alle Probleme beseitigt und ja, wir sind die Guten.

Weil ich irgendwie anders bin und auch irgendwie anders bleibe spüre ich, dass sich dadurch nicht tatsächlich etwas ändert. Es führt dazu die Dinge zu verschleiern und zu verbergen. Es schafft vorübergehende Erleichterung, es organisiert Gemeinsamkeit auf einem extrem niedrigen Level, aber wann kommt der große Kater? Wie lange halten Hochstimmung und Partylaune an? Und was passiert in der anderen Gruppe, die zu den Bösen gemacht werden? Und überhaupt: was konstituiert sich hier für eine Gruppe unter welchen Vorzeichen? Wir können das was ihr nicht könnt, wir können diese Stadt erneuern! Schließt euch uns und unseren Ideen an und alles wird gut! Welche Ideen? Wo sind die formuliert? Wo werden die von wem diskutiert? Wer sind die Tonangebenden? Was sind deren Interessen? Wie sind sie in den Machtstrukturen verortet?

Inzwischen habe ich genug theoretische Texte gelesen um zu wissen, dass ich mit meiner Wahrnehmung nicht allein dastehe, dass gute Absichten, das Vermeiden bestimmter Verhaltensweisen und der Versuch der Gleichbehandlung Rassismus auch bei denjenigen, die strategisch so vorgehen, noch lange nicht beseitigen.

Wir sind nicht alle gleich. Wir werden es nie sein. Wir leben in Machtkonstellationen. Wir sind eingebettet in eine lange Geschichte rassistischer Weltbetrachtung. Wir leben in einer postkolonialen Welt. Wir lösen unsere Probleme nicht indem wir ihnen nicht auf den Grund gehen. (Was nicht bedeutet dass wir unsere Probleme lösen wenn wir ihnen auf den Grund gehen, aber ich denke unsere Chance erhöht sich.)

Diese permanente Konfrontation mit als belanglos und gerade dadurch bedrohlich wirkender Hochstimmung hat mich irritiert und frustriert, gerade weil es um eine Sache geht, die sich mit einer guten Absicht präsentiert und schnell viele Leute angesprochen hat. Das hat mich schon ins Zweifeln gebracht. Ich habe dann eine Möglichkeit gefunden die Meldungen selektiert auszuschalten und meine Startseite präsentiert sich nun wieder in gewohnt ruhigerer Form. Konfrontation bestimme jetzt ich (die Gruppe ist ja offen einsehbar), sie wird mir nicht mehr aufgezwungen, und ich fühle mich auch nicht mehr in einen bedrohlich wirkenden Taumel hineingezogen, in dem sich alle ihrer guten Absichten versichern und dass sie gute Menschen sind, sich lieben und allein aus dieser Tatsache heraus alles besser machen werden.

Diese Erfahrung hat mich letztendlich aber wieder ziemlich stark motiviert weiterzumachen. Wissenschaftlich. Möglichst. Ich muss es schaffen meine Theoriebeschäftigung und meine Wahrnehmung in eine sinnvoll verwendbare Form zu bringen. Ich brauche mehr Systematik, mehr Klarheit, weniger Zweifel, mehr Eindeutigkeit. Also erneut ran an den Stoff! Ganbatte ne!