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Am Ende der Hausarbeit

Die Hausarbeit zum Modul 3B ist fertig. Ich bin ausgeruht, entspannt und in einem positiven emotionalen Zustand. Das ist bemerkenswert. Kein Stress, keine Ängste, kein Schlafdefizit, genug Zeit für eine letzte Korrektur, eine positive Erwartungshaltung für die kommende Bachelorarbeit, kein Groll mehr auf  Modul 3B. Ich bin zufrieden mit meiner Arbeit. Für ein besonderes Glanzstück halte ich sie nicht, aber für eine gute Lösung bei meinen Problemen mit diesem Modul.

Gestern habe ich noch ein Kapitel zu Emotionen in einem Lehrbuch zur pädagogischen Psychologie [1] gelesen, das 2015 (!) in seiner zweiten Auflage erschienen ist. Es ist also noch ganz neu. Das was ich dort gelesen habe, fand ich sehr erstaunlich. So viel von dem was mich beschäftigt ist bereits bekannt. Thematisiert und berücksichtigt finde ich es dagegen kaum explizit. Und gerade im Rahmen meines Studiums nicht.

Mich unterstützt es jetzt darin, dass ich mich selbst ernst nehme. Ich habe mein Möglichstes getan, um meine eigene Praxis und die Modulinhalte zu verknüpfen. Ich kann nichts dafür, dass ich etwas ganz anderes tue und eine andere Ausrichtung habe. Ich habe keine Märchen erzählt und habe nichts zurechtgebogen, um etwas passend zu machen, das niemals passend sein wird. Ich habe keine Ahnung was das Lehrgebiet davon halten wird. Schon im Dezember hatte ich aufgehört mir die Arbeiten der anderen anzuschauen, weil mir das nicht weitergeholfen hat. Während des Schreibens selbst habe ich noch ab und an einen Blick darauf geworfen wie die anderen mit den formalen Anforderungen umgegangen sind, aber auf fremde Inhalte habe ich mich nicht mehr eingelassen.

Die Arbeit ist ein seltsames Ding geworden. Nicht Fleisch noch Fisch passt gut dazu. Es ist eine Auseinandersetzung mit Inhalten und mit Prüfungsanforderungen, angerissen, unfertig, tastend. Gelernt habe ich dabei. Vor allem mit meinen Prüfungsstress-Gefühlen besser zurecht zu kommen, Ausruhen und Reflektieren zu schätzen und Ideen für die Literaturarbeit im Hinblick auf die Bachelorarbeit zu entwickeln. Dort werde ich auch mehr Platz haben als in dieser Hausarbeit.

Es bleibt also nur noch zu hoffen, dass die ganze Einsenderei gut klappt und dass die Arbeit vom Lehrgebiet als ausreichend akzeptiert wird. Beim letzten Punkt bin ich zuversichtlich. Ich werde genug Anforderungen erfüllt haben, auch wenn es vielleicht nicht so ganz das ist was gewünscht wird und auch wenn ich nicht mit den tollen und wichtigen Projekten anderer und deren Beschreibungen davon mithalten kann.

Es läuft erneut darauf hinaus, dass es besser ist die eigenen Sachen zu machen, auch wenn die schlechter gelingen und es mit weniger Erfolg verbunden ist, als die anderer gut zu kopieren. An diesem Punkt soll es dieses Mal aber nicht stehen bleiben. Es geht auch darum die eigenen Dinge zu verbessern. Dazu dürfen diese aber nicht aufgegeben werden und müssen in ihrer Bedeutung und ihrem Potential erkannt werden. Auch wenn das erst einmal schwierig erscheint. Und wenn für mich Motivation und Emotionen das A und O beim Lernen sind, ohne die nichts aber auch gar nichts läuft, dann ist das eben so. Dann lässt sich danach fragen wie es zu dieser Einschätzung kommt, was davon zu halten ist und wer diese Haltung möglicherweise teilt. Dadurch wird die Beschäftigung damit und die Reflexion darüber ermöglicht und es lassen sich vielleicht Modelle finden, die eine entsprechende Herangehensweise an die Welt unterstützen, helfen sie besser zu verstehen und bewusster zu vertreten und zu gestalten.

Ich bin jetzt jedenfalls sehr motiviert weiter zu machen und dabei auch meine Arbeitsweise zu verbessern. Und das sehe ich momentan als den größten Erfolg bei dieser Hausarbeit an. Ein paar Tage aufräumen, ordnen, putzen und danach Freunde besuchen, die ein wenig zu kurz gekommen sind. Und dann mit einer neuen Planung an eine neue Arbeit! Mal sehen was kommt.

Referenzen:

[1] Wild, E.,  Möller, J. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Psychologie. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer.

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Projekt vs. Prozess

Momentan habe ich Bedarf für einen sehr langen Blogeintrag und intensive Recherche, muss aber versuchen mich kurz zu fassen, da der Abgabetermin für die Hausarbeit in Modul 3B näher rückt und ich noch einiges zu tun habe. Im Augenblick denke ich, mein Problem ist der Unterschied zwischen Projekt und Prozess. Ich gestalte überhaupt keine Projekte, sondern ich gestalte Entwicklungsprozesse. Der Hauptunterschied ist, dass ein Projekt weiß wo es hin will, es hat ein am besten zuvor klar definiertes Ziel. Ein Prozess weiß aber noch nicht genau was am Ende sein wird, weiß nicht genau wo seine Wege entlang führen und muss das auch gar nicht wissen.

Ich versuche nun die ganze Zeit aus meinem Prozess (das Praktikum, das ich in der Hausarbeit bearbeite) ein Projekt zu machen, weil die von außen kommenden Anforderungen mich in diese Richtung drängen. Der Begriff Projekt korreliert stark mit Begriffen wie Effizienz und Effektivität, legt straffe Planung, geordnete und systematisierte Durchführung, sowie Reliabilität und Validität der Überprüfung nahe. Ich habe nichts dagegen. Das ist im passenden Kontext wichtig, aber Prozesse sind einfach etwas anderes.

Hier sehe ich auch das Problem, das ich mit 3B im Zusammenhang mit dem Bildungsbegriff habe. Bildung ist für mich kein Projekt, sondern ein Prozess.

Kürzlich habe ich ein Buch gelesen, im dem ein Studium als Projekt gemanagt wird. Kann man so machen. Es ist mit Sicherheit hilfreich, um ohne Zeitverlust das Ziel, den Abschluss, effektiv und effizient zu erreichen. Aber… für mich ist auch ein Studium ein Entwicklungsprozess. Sogar meine reflektierende Hausarbeit ist es. Momentan würde ich sie am liebsten fallen lassen und noch einmal neu aufsetzen, da meine Entwicklungsprozesse mich während des Schreibens eben woanders hingeführt haben als geplant. Werde ich nicht machen, ich werde jetzt versuchen das Beste aus der Situation zu machen, da ich immer noch vorhabe das Planungsziel zu erreichen. Aber nur deshalb, weil ich keine Möglichkeit für eine Terminverlängerung habe und der nächste Abgabetermin erst in einem halben Jahr ist. Und ich habe keine Ahnung wo ich mich dann geistig befinde. Und ich habe auch keine Ahnung was das Lehrgebiet im nächsten Semester aus dem Modul machen wird. Daher werde ich jetzt Kompromisse eingehen.

Ich werde auf diese Art und Weise nie mit etwas wirklich fertig, finde das aber nicht schlimm. ma ma (まま) ist der japanische Ausdruck dafür. Es ist wie es ist. Ich bin auf einer andauernden Reise.

Ich denke, auf dieser Basis kann ich mir jetzt vieles erklären, was ich an diesem Modul und diesem Lehrgebiet nicht begreife. Jetzt wird mir die inhaltliche Ausrichtung klar, die Art der Problemlösung im Modul selbst, das Bemühen Normalität einkehren zu lassen statt Entwicklungschancen unmittelbar aufzunehmen und weiter zu verfolgen. Bestimmte Geringbewertungen von inhaltlichen Aspekten und Ausdrucksformen von Menschen werden für mich ebenfalls verständlich. Verständlich wird für mich nun auch warum Nachdenken, Reflexion, Emotionen, Motivation, Kreativität oder Holistik für mich so bedeutungsvoll sind. Entwicklungsprozesse arbeiten damit. Und es wird klar, warum ich in der letzten Zeit zunehmend den Eindruck habe doppelt arbeiten zu müssen. Ich habe den Maßstäben des Lehrgebiets gerecht zu werden. Ich habe meinen eigenen Maßstäben gerecht zu werden. Und kann beides nur nebeneinander, kaum miteinander tun.

Ich kann durch diese Überlegungen jetzt eine andere Perspektive einnehmen. Das ist durchaus einer der KlackerKlackerMomente. Ich habe jetzt auch einen Hinweis wonach ich zu suchen habe, wenn ich lesen will, was andere zu dieser Thematik geschrieben haben. Wie bereits geschrieben, habe ich jetzt nicht sehr viel Zeit, auch nicht für eine unmittelbare Recherche wie es sonst eher meine Gewohnheit ist. Ich weiß aber aus meinem Studium schon jetzt, dass meine Überlegungen mit grundlegenden Problemen im Bereich der Bildung in Verbindung stehen. In meinem Kopf ist auch die Frage danach entstanden, wie man eigentlich Bildungsmomente gestalten kann. Ob man das überhaupt kann?

Inzwischen ist mein Selbstbewusstsein wieder gestiegen und mein Kopf klarer geworden, da ich besser begreife wo ich selbst einzuordnen bin. Das wirkt sich wiederum positiv auf meine Handlungsfähigkeit aus. Ich greife jetzt auch verstärkt auf alte Gepflogenheiten in Bezug auf meine zu betreuenden Kinder zurück. Ohne dabei grundlegende Änderungen vorzunehmen, versuche ich einfach effizienter zu sein.

Und ich denke, es ist sinnvoll mir genauer Gedanken darüber zu machen, wie ich eigentlich arbeite, was dabei für mich wichtig ist, durch welche Kompetenzen ich mich eigentlich auszeichne. Und was für mich nützlich ist. Welche Tools jemandem wie mir helfen. Das zu entwickeln, daran sollte ich arbeiten. Und ganz genau das sollte ich als wichtig betrachten.

Modul 3B – Arbeitstechnik in der RD

Während der RD, der Reflektierenden Dokumentation als Hausarbeit, habe ich eine neue Arbeitstechnik ausprobiert. Bisher hatte ich meine Hausarbeiten immer am Stück in einem Dokument geschrieben, dieses Mal besteht die Arbeit allerdings vom Lehrgebiet vorgegeben aus einzelnen Kapiteln, die sich thematisch gut abgrenzen lassen. Da ich lange Texte unübersichtlich finde und sowieso immer nur wenige Seiten an einem Stück schreiben kann, habe ich begonnen für die einzelnen Kapitel einzelne Dokumente zu erstellen. Die passenden Literaturangaben setze ich, während ich sie benutze, gleich an den Schluss und kann nun sehr schnell zu ihnen scrollen, um mir noch einmal einen Überblick zu verschaffen. Funktioniert in dieser Arbeit gut, da die Literatur immer nur für einzelne Kapitel Verwendung findet. Ich habe dadurch auch einen besseren Überblick darüber, welche Literatur ich tatsächlich benutzt habe.

Bin ich mit dem Kapitel fertig, füge ich es der RD zu und bringe die Literatur in der schon bestehenden Literaturliste unter. Da ich bisher ohne Literaturverwaltungsprogramm arbeite, entstehen dadurch auch keine Probleme. Ergänzungen, Anpassungen und Abänderungen nehme ich dann im Gesamttext vor. Weitere Kapitel bearbeite ich in der gleichen Weise, einschließlich aller Abbildungen und füge sie dann komplett durch Copy and Paste ein.

Auch für die kommende Bachelorarbeit könnte ich mir eine entsprechende Arbeitsmethode vorstellen. Je länger Textdokumente werden, umso mehr fühle ich mich von ihnen erschlagen und verliere den Überblick. Kleinere Stücke, wie auf meinem Arbeitsblog zu Modul 3B oder auch auf dem Blog hier, sind für mich dagegen gut zu überblicken und zu bewältigen. Gerade für  einen Schreibprozess, der täglich nur eine kleine Menge hervorbringen kann, erscheint mir das angemessen. Die Idee eines speziellen Arbeitsblogs wie bei 3B ist mir dabei sehr sympathisch, auch da er nicht öffentlich geführt werden kann. Die Blogstruktur eignet sich gut für tägliche kleine Textpassagen, für Hyperlinks, Tagging, Sammlungen und Ordnungssysteme.

Allerdings sollte ich mich im Vorfeld der Bachelorarbeit doch noch einmal intensiver mit den Möglichkeiten meines Textverarbeitungsprogramms und von Literaturverwaltungsprogrammen beschäftigen, damit mir mehr Ideen zur Verfügung stehen. Gerade jetzt merke ich immer wieder, dass da mehr gehen könnte, wage es aber nicht intensiver nachzuhaken, da ich unter dem Eindruck von Zeitmangel stehe. Es wird notwendig sein gezielt einen Zeitraum für eine entsprechende Weiterbildung festzulegen, sonst verschiebe ich es wieder, da es nicht dringend ist, bis ich mich erneut in einer Situation befinde, in der ich Bedarf für zusätzliche Kenntnisse habe, gleichzeitig aber erneut Zeitknappheit empfinde. Es sei denn ich finde einen Weg meine Kenntnisse zu Literaturverwaltung und Textverarbeitung während der Arbeit damit zu erweitern.

Leider komme ich mit dem Druck von Terminvorgaben nicht gut zurecht. Er erzeugt bei mir immer das Gefühl keine ausreichende Zeit zu haben, so dass ich sehr stark nur auf das Notwendige konzentriere. Zusätzliches mache ich dann in den Phasen zwischen den Zeiten in denen ich auf Termine hin arbeite. Dann werde ich aber oft wieder so ausschweifend, dass ich erneut zu vielem nicht komme, das auch wichtig, aber weniger interessant ist. Ein gewisses systematisches Update meiner Arbeitstechniken scheint mir angebracht.

Entfremdung, Emotionen und Modul 3B

Beim Fortschreiten meiner Hausarbeit zum Modul 3B, das ein Praktikum als Hintergrund hat, wird für mich zunehmend sichtbar, dass von dem was für mich am Praktikum bemerkenswert, wichtig und auffällig war, kaum etwas in der Arbeit enthalten sein wird. Ich hatte im Vorfeld schon ähnliches von Studierenden gehört, deren Arbeit bereits beendet war, aber gehofft selber davonzukommen.

Die Hausarbeit basiert auf den Vorgaben des Lehrgebiets, der Inhalt wird dadurch sehr klar gelenkt, die Anzahl der Seiten für die einzelnen Themen, aus denen das Ganze bestehen soll, erlaubt dabei nur eine Beschränkung auf Wesentliches. Die Auswahl, die aus den Erfahrungen mit dem Praktikum getroffen wird, beschränkt sich außerdem auf diese vorgegebenen Themen. Noch nicht einmal das Fazit erlaubt durch Vorgabe und Begrenzung Rückblick und Schlussfolgerung mit eigener Schwerpunktsetzung.

Die Verwendung des Begleitblogs als Arbeitstool hatte es mir ermöglicht, für mich wichtige Themenbereiche in einzelnen Blogposts zumindest anzureißen. Dadurch konnte ich das Praktikum noch einmal mit anderen Augen sehen und die Spannungsfelder, die ich als damit verbunden erfahren hatte, genauer bestimmen. Das hat bei mir klar zu einem Erkenntnisgewinn geführt, der Auswirkungen auf meine Einstellungen und mein Handeln hat. Die Blogarbeit hatte die Vorstellung geweckt, dass davon auch etwas in die Hausarbeit einfließen könnte. Nachdem ich nun aber den Rest der Arbeit überblicken kann, sehe ich dafür keinen Raum.

Das was ich mir auf dem Begleitblog erarbeitet habe, benötige ich nur zu Teilen für die Hausarbeit. Die Blogarbeit selbst wird nicht in die Benotung einfließen. Für die Bestätigung meiner Studienleistung habe ich hier also in weiten Teilen umsonst gearbeitet. Die Blogarbeit war für mich allerdings das Bedeutungsvollste an diesem Modul mit dem größten Erkenntnisgewinn. Nach Abschluss der Blogarbeit hatte ich den Eindruck mit dem Modul letztlich fertig zu sein, war zur Hausarbeit nur wenig motiviert und habe mich dann zwischendurch mit anderen für mich wichtige Themen weiter beschäftigt wie die Bedeutung der Emotionen für das Lernen oder in welcher Form Bildung und Bildungsmomente auftreten, auch in meinem eigenen Leben als mein eigenes Bildungspaket. Der Eindruck nach Abschluss der Blogarbeit, das für mein inhaltliches Lernen Wesentliche getan zu haben, bestätigt sich momentan während der Hausarbeit. Hier lerne ich jetzt primär die formale Bewältigung einer solchen Prüfungsleistung, die Inhalte selbst erzeugen nur begrenzt eine innere Beteiligung.

Ich erfahre dabei ein ganz bestimmtes Spannungsfeld, das ich noch nicht ganz umreißen kann. Die Vorgaben der Hausarbeit stellen eine Einschränkung dar, die dazu benutzt werden kann, die einzelnen Arbeiten besser vergleichbar und messbar zu machen. Die Aufmerksamkeit wird dabei allerdings auf das gelenkt, was das Lehrgebiet als wichtig begreift. Das ist nicht ohne Interesse, das was für mich selbst wichtig und bedeutungsvoll ist muss ich aber getrennt davon eigenständig bearbeiten. Unterbringen kann ich es nicht. Damit entferne ich mich mit meinen Erfahrungen und meiner Arbeit aber von der Spur, die als Maßstab gesetzt wird. Wollte ich jetzt das Praktikum in einer Weise bearbeiten, die auf meinen Erfahrungen aufbaut und diese zu einem gelungenen Abschluss bei einer Verknüpfung mit Theorien führt, müsste ich parallel eine weitere, anders geartete Arbeit erstellen.

Einerseits bin ich bei der Hausarbeit jetzt mit einem gewissen Entfremdungsprozess konfrontiert, da ich nicht das bearbeite was für mich bedeutsam ist, sondern meine Erfahrungen auf das reduziere, was mir ein anderer zugesteht. Meine eigenen Erfahrungen, Gedanken, Überlegungen, Interessen und Vorwissen erhalten dabei eine untergeordnete Bedeutung. Diese Information ist dabei auf einer dem Bewusstsein nur begrenzt zugänglichen Ebene eingesickert. Kurz: In habe nebenher den Eindruck vermittelt bekommen, dass die Themenfelder des Lehrgebiets von offizieller Wichtigkeit sind, die meinen sind es aber nicht. Auch nicht das was mir auffällt und was ich als bedeutsam betrachte. Den Tatsachen entspricht das allerdings nicht. Da mir momentan durch Netz- und UniBibzugang eine Vielfalt von Informationen zur Verfügung steht, weiß ich, dass es Wissenschaftler gibt, die sich genau mit den Themen beschäftigen die für mich bedeutsam sind, und dass es eine Vielfalt von Ansätzen gibt um Erkenntnisse zu gewinnen.

Emotional bin ich jetzt andererseits in einem Dilemma. Ich habe mich in der letzten Zeit mehr und mehr aus sozialen Aktivitäten ausgeklinkt. Ich suche kaum noch Diskussionen oder Auseinandersetzungen. Eine Zeit lang habe ich viele Kommentare zu Themen geschrieben, die mich interessieren, jetzt lese ich oft nur von einer fernen Position aus und zögere dabei einen Kommentar zu hinterlassen. Manchmal setze ich an zu schreiben und lösche dann alles wieder. Es ist eine alte Lösungsstrategie, auf die ich dabei unbewusst zurückgegriffen habe. Selbstzensur. Wenn das was mich beschäftigt für andere ohne Interesse ist, warum soll ich mich dann beteiligen. Das was mich beschäftigt hat schließlich keinen Wert für die Gemeinschaft. Diese Schlussfolgerung ist etwas fatal, es ist aber das was geschieht. Und es ist eine Angelegenheit der Emotionen.

Da ich gleichzeitig weiß, weil ich es erfahre, dass meine Gedanken, Themen, Probleme bedeutungsvoll sind, zumindest für mich und vielleicht ein paar andere, stoppe ich nicht mich damit zu beschäftigen. Mich selbst nehme ich vor mir selbst durchaus ernst. Ich nehme meine Interessen allerdings nur noch begrenzt ernst in Bezug auf die Gemeinschaft. Als Formulierung ist es dann die Beschäftigung mit exotischen Themen. Wen kümmern die. Die Gemeinschaft hat Wichtigeres zu tun. Hat sich mit anderen ernst zu nehmenden Dinge zu beschäftigen.

Es ist die Stimme der Emotionen, die hier spricht. Menschheitsgeschichtlich halte ich sie für eine alte Stimme.

Ich sitze also in meinem Dilemma und mein Verstand versucht meinen Emotionen die Situation zu erhellen. Die sind aber reichlich störrisch. Vielleicht kann mein Verstand mit meinen Emotionen allerdings nur nicht in der richtigen Weise kommunizieren. Mit diesem Blogpost versucht er es und damit scheint es erneut ein Blogpost nur für mich zu werden. Mal wieder die Ebene verfehlt auf der ich eine öffentliche Kommunikation als sinnvoll betrachte. Oder?

In einem Diskussionsbeitrag auf Moodle habe ich kürzlich thematisiert, dass ich anscheinend doppelt arbeiten muss. Ich muss lernen die Dinge des Studiums auf die übliche Weise zu tun, parallel dazu muss ich aber so vorgehen, dass die Inhalte in meinen eigenen Weltkonstruktionen einen Sinn ergeben, damit ich sie anwenden kann und sie dadurch einen bleibenden Nutzen für mich haben.

Genau so ein Prinzip liegt hier ebenfalls vor. Ich habe keine Ahnung wie ich das lösen soll. Lösen möchte ich es, weil ich die negativen Auswirkungen spüre. Ich möchte eine Verbindung zur Gemeinschaft wahren, gleichzeitig kann ich nur gut arbeiten, wenn das womit ich mich beschäftige für mich selbst bedeutungsvoll ist. Genau das ist jetzt das Problem mit der Pflichtübung Hausarbeit. Und es tritt zutage, weil etwas für mich Bedeutungsvolles die Grundlage war.

Aus den sozialen Netzwerken weiß ich, dass es anderen ähnlich erging. Genaueres weiß ich leider nicht, andere haben sicherlich ein anderes Innenleben wie ich, sprich, abweichende Weltkonstruktionen. Aber die Differenz der Bedeutsamkeit des Praktikums und der entfremdeten Pflichtübung der Hausarbeit habe ich mehrfach wahrnehmen können. Mich bringt das jetzt diesen Studierenden näher und entfernt mich dabei vom Lehrgebiet. Daher reihe ich mich jetzt ein in das Heer der namenlosen Studierenden, die nichts Bedeutsames beizutragen haben, da für das was für sie Bedeutung hat, kein Platz zur Verfügung gestellt ist.

Das bedeutet nun aber nicht, dass es nirgendwo einen Platz gibt. Die eigenen Bedeutsamkeiten zu erkennen, aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln, kann vielleicht dazu führen diesen Platz zu entdecken oder selbst zu erschaffen.

Wichtig ist es jetzt meine Emotionen zu streicheln und ihnen zu vermitteln dass alles gut ist. Das ARCS-Modell als motivationales Modell beinhaltet die Schritte Aufmerksamkeit für etwas zu erzeugen, ihm persönliche Bedeutsamkeit zu geben, die Zuversicht für ein Gelingen des Lernbemühens aufzubauen und damit die Möglichkeiten eines Erfolges zu fördern, so dass letztlich Zufriedenheit erreicht werden kann. Im Hintergrund stehen dabei emotionale Prozesse als Basis für Motivation.

Für mich ist der positive und förderliche Umgang mit Emotionen im Zusammenhang mit Lernen und Arbeiten von großer Wichtigkeit. Dafür gibt es Gründe, auf die einzugehen an dieser Stelle zu weit führt. Es ist aber genau das, woran ich weiter arbeiten möchte, weil ich dort etwas herauszufinden habe, das ich nicht nur für mich als bedeutsam ansehe.

Online peer assessment: effects of cognitive and affective feedback

Zur Information über das bei den Teaching for Learning Kursen verwendet Peer Assessment in seinem Effekt für das Lernen steht inzwischen der Link zu einer Studie zur Verfügung, die  2011 veröffentlicht wurde.

Die verpflichtenden Kommentare zu den Blogs der anderen Studierenden im Modul 3B könnten ebenfalls in diesem Sinne betrachtet und genutzt werden.

Noch einmal 3B

In zwei Monaten und zwei Wochen muss die reflektierende Dokumentation (RD) zum Praktikum im Modul 3B fertig sein und obwohl ich zum Glück beschlossen habe mir eine Tätigkeit aus der Vergangenheit anrechnen zu lassen, weiß ich nicht so recht wie ich das bis dahin schaffen soll. Dabei bearbeite ich noch nicht mal ein zweites Modul nebenher wie für Vollzeitstudierende vorgesehen und habe mehr als die vorgesehenen Wochenstunden zur Verfügung, aber

  • Das Praktikum erweist sich als wesentlich umfangreicher und komplexer als ich es vorher eingeschätzt hatte.
  • Die damit im Zusammenhang stehenden Theorien müssen zum Teil erst recherchiert werden.
  • Der Inhalt der Studienbriefe muss gedanklich verfügbar sein, da er in der RD berücksichtigt werden muss.
  • Moodle und soziale Netzwerke müssen verfolgt werden, um einigermaßen auf dem aktuellen Informationsstand zu sein.
  • Die Begleitinformationen zum Modul müssen regelmäßig nachgelesen werden. Die Anforderungen müssen immer wieder überprüft werden.
  • Es muss mit Unwägbarkeiten gearbeitet werden, da die Änderungen im Modul bis heute nicht eindeutig geklärt sind.
  • Es müssen emotionale Belastungen verarbeitet werden, verursacht von der Praktikumsbearbeitung als auch von der verunsichernden, aufgewühlten Kommunikation rund um das Modul, die mit der Undurchschaubarkeit der Anforderungen und der anfänglichen mangelhaften Betreuung im Zusammenhang stehen.

Ich habe mich schon kurz nach Semesterbeginn im Stress gefühlt und gehe davon aus, dass es bis zur Fertigstellung der RD so bleiben wird. Ich empfinde das als unangemessen, denn bei vollem Zeiteinsatz bearbeite ich letztlich nur die Hälfte des für ein Vollzeitstudium vorgesehenen Pensums. Ich würde gerne viel intensiver in die ganze Thematik einsteigen und sollte das eigentlich können, da ich eben kein anderes Modul nebenher bearbeite, doch außer dass ich meinen Blog umfangreicher und wahrscheinlich anders als vom Lehrgebiet gedacht geführt habe, bin ich bisher nicht dazu gekommen. Und das wo ich schon auf ein neues Praktikum verzichtet habe.

Inzwischen halte ich das Modul für dringend überholungsbedürftig und hoffe, dass die Aufregung um den Blog dazu führen wird es grundsätzlich zu überprüfen. Wenn jetzt auch die neu hinzugezogene Betreuende feststellt, dass ihr die Zeit davonläuft, so besteht in meinen Augen eher die Chance, dass die Situation der Studierenden anders wahrgenommen werden kann.

 

Ergänzung am gleichen Tag: Inzwischen haben wir vom Professor des Lehrgebiets eine Entschuldigung bekommen, die Verbesserung des Moduls unter Berücksichtigung der von Studierendenseite vorgebrachten Kritik wurde zugesagt und der Blog dieses Semester aus der Bewertung herausgenommen. Es steht inzwischen auch ein Beispielblog zur Verfügung, der eine gewisse Orientierung bietet und ein BestPractice Beispiel verlinkt.

Damit hat sich die Situation entscheidend geändert, was aber eine erneute Umorientierung bedeutet. Erneut muss ich mein eigenes Konzept überprüfen. Es wird nicht so bleiben wie es ist. Was sich nun ergibt weiß ich nicht, ich kann mir einiges vorstellen. Etwas entspannter fühle ich mich allerdings jetzt damit. Ich werde zwar momentan nicht schlau daraus wie ein verpflichtender, aber nicht bewerteter Blog aussehen soll und darf und denke, es werden noch etliche Fragen auftauchen.

„Sie schreiben in Ihrem Blog 3 Blogbeiträge angelehnt an die zeitliche Schiene Ihres Praktikums (Fragen dazu greife ich in den FAQ’s auf!). Diese Beiträge haben ca. 1/2 Seite Länge und nehmen Bezug zu Ihrem Praktikum und verbinden die Erfahrungen der praktischen Arbeit mit den Inhalten des Moduls. Weiterhin werden 3 Kommentare von Ihnen auf den Blogs Ihrer Mit-Studierenden erwartet.“

Will ich mich an diese Vorgabe halten, müsste ich meinen Blog so weit bearbeiten, dass er kaum noch das wäre was mir jetzt sehr nutzt. Momentan erwäge ich den Blog für meine laufende Reflexion auf die letzten fehlenden Teile der Praktikumsbearbeitung zeitlich zügig auszudehnen, dann den Inhalt auf einen neuen Blog zu verschieben und den Blog schließlich den Vorgaben entsprechend noch einmal neu einzurichten. Das wird sich in den nächsten Tagen entscheiden.

Praktikum bei 3B

Inzwischen zähle ich die verstrichene Zeit des Semesters nur noch nach der Zeit an der FernUni, denn heute wird auch der zweite MOOC des ursprünglich gefühlten Semesterbeginn nach sechs Wochen sein offizielles Ende finden. Während ich mich mit dem Modul 3B beschäftige, wird es Stück für Stück in seinen Anforderungen klarer, bzw. kann ich es für mich logisch interpretieren.

Nach etwas mehr als vier Wochen damit bin ich mir ziemlich sicher, dass die Modulstruktur darauf aufbaut, dass Studierende für einen Zeitraum von drei Wochen, der in diesem Semester etwa im momentanen Zeitraum bis etwa Mitte Dezember liegt, ein dreiwöchiges Praktikum an einer Bildungseinrichtung absolvieren, dieses dabei den Wochenstundenumfang einer Vollzeitstelle hat und ermöglicht in diesem Rahmen eigenständig eine Bildungsmaßnahme zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Die Teilzeitstudierenden will ich an dieser Stelle vernachlässigen. Zur Verfügung stehen die bisherigen Kenntnisse des Studiums, die Studienbriefe des Moduls, die bis zu diesem Zeitpunkt durchgelesen oder zumindest gesichtet sein können, die Informationen in Moodle und die Begleitung durch die Praktikumsstelle. Für die Bildungsmaßnahme selbst sind die notwendigen und an der Praktikumsstelle nicht verfügbare Zusatzinformationen zeitnah zu beschaffen.

Schwierig wird es dann, wenn sich für den fraglichen Zeitraum keine Praktikumsstelle mit ausreichendem Zeitumfang finden lässt, gleich ob es am Stellenangebot oder der verfügbaren Zeit der häufig arbeitenden Studierenden liegt. Darauf wird Rücksicht genommen, auch deshalb sind die Arten von Praktika, die von den Studierenden bearbeitet werden, sehr vielfältig. Das bezieht sich auf die Art der Bildungseinrichtung, den Umfang und die erforderlichen Vorkenntnisse für die Bildungsmaßnahme, den Zeitraum über den sie sich ziehen kann und die Art der Bildungsmaßnahme. Die Verschiedenheit der seit einigen Wochen in Moodle angegebenen Themen der Praktika der Studierenden ist dafür ein guter Beleg.

Das Praktikum ist also eigentlich in den Zeitrahmen von 3B eingeschlossen. Da es aber in der Form nicht für alle durchführbar ist, werden andere Formen gewählt und anerkannt, die über diesen Zeitraum hinausreichen, also vorher beginnen oder schon abgeschlossen sind oder während des Semesters beginnen, aber aus Termingründen erst im Semester danach fertig bearbeitet werden können. Da ich nicht in der Lage wäre ein entsprechendes Praktikum im gewünschten Zeitraum zu absolvieren, bin ich auf eine dieser anderen Formen angewiesen.

Mit dem Blog zum Praktikum ist es ähnlich. Auf ihm soll in der ersten Woche des dreiwöchigen Praktikums die Planung, in der zweiten die Durchführung und in der dritten die Evaluation dokumentiert werden. Zusätzlich müssen andere Blogs besucht werden und die Arbeit der anderen kommentiert werden, wobei drei Kommentare ausreichend sind. Das wäre also die Normvorgabe. Alle die ihr Praktikum anders ableisten oder bereits abgeleistet haben sind Ausnahmen. Sie müssen für Blogschreiben und Kommentare eine individuell sinnvolle Lösung finden. Der Blog selbst kann vor der Zeitspanne in der das Praktikum idealtypisch liegen soll eingerichtet und ausprobiert werden.

Die Bildungsmaßnahme selbst muss keine großartige Sache sein, auch wenn viele sehr aufwändige Projekte anerkennen lassen. Wäre ich jetzt als begleitende Praktikantin in einer der Kindertagesstätten, in denen ich vorlese, und würde dort das was ich jetzt an einem Vormittag vorhabe in etwas erweiterter Form durchführen, so sollte das für die Anforderungen ausreichend sein. Planen tue ich im Rahmen eines Jahresthemas zu Essen und Ernährung in einer Vorschulgruppe indisches Kochen in der Form, dass ich sowohl Nahrungskunde, kulturelle und historische Einbettung als auch Lehre durch die Kinder selbst neben der praktischen Tätigkeit einbeziehen will. So wie ich es durchzuführen beabsichtige, wäre es als Praktikum aber wegen des geringen Zeitumfangs nicht geeignet, ebenso wenig wie eine Reihe von einzelnen solcher selbst gestalteter und durchgeführter Bildungsmaßnahmen.

Ich könnte nun für meinen Einzelfall nachfragen, ob es nicht doch akzeptiert werden könnte, da ich ja seit sehr vielen Jahren in dieser Tagesstätte regelmäßig vorlese, schon andere Angebote durchgeführt habe, mit der Einrichtung vertraut und dort eingebettet bin. Möglicherweise würde ich sogar einen positiven Bescheid bekommen. Inzwischen habe ich mich jedoch bereits für die Bearbeitung von bereits Zurückliegendem entschieden und entsprechende Schritte in die Gänge geleitet. Das kurzfristig zu ändern ist auch aus Zeitgründen nicht unproblematisch und Sicherheit für Erfolg habe ich ebenfalls nicht.

Mit diesen Überlegungen im Rücken relativiert sich auch die E-Learning Lastigkeit der Studienbriefe des Moduls. Einerseits habe ich inzwischen im Studienbrief zu Evaluation und Qualitätssicherung einen Text gefunden, der sich nur auf den schulischen Bereich bezieht und dabei auch keinen Bezug zum E-Learning hat. Außerdem ist es mir inzwischen klar, dass ich vor allem auf Selbststudium angewiesen bin. Mir wird nur noch minimal gelehrt und ich muss das was ich für meinen speziellen Bedarf benötige selbst zusammensuchen. Das gehört zu den Übungsmöglichkeit für den Bachelor dazu, worauf wir während des Studiums gelegentlich verwiesen werden. Ich könnte bei den Modulbetreuenden um Tipps nachfragen, aber vor allem habe ich alles einzusetzen was mir bisher von wo auch immer her zur Verfügung steht und was ich mir verfügbar machen kann. Nach den sehr vorgegebenen Modulen des Orientierungs- und Kernstudiums war das die für mich verwirrendste Erfahrung der letzten, der Profilphase: Fast mutterseelenallein dazustehen und jetzt einen eigenen Weg einschlagen zu müssen und natürlich auch zu dürfen (natürlich ausgerichtet auf die zu erbringenden Prüfungsleistungen).

Nach dieser grundsätzlichen Klärung, versuche ich weiter meinen individuellen Weg mit den vermuteten Vorstellungen des Lehrgebiets zu verknüpfen. Auch als Standard-Studierende wäre ich auf die Interpretationen von dem angewiesen, was ich durch Moodle und die Studienbriefe lesen kann, ich muss das nun aber zusätzlich noch mit einem Leben verbinden, das sicherlich nicht der vermuteten Nicht-Standard-Studierenden entspricht. Fazit? Noch unklar, weitere Auseinandersetzungen werden notwendig sein. Lernen? Nun, es lernt sich Unerwartetes. An Erkenntnissen genauso wie an Fähigkeiten.